László Pityinger Dopeman: Okay, ab jetzt geht’s los.
Gyula Mocsár (Gyuszi Mocsár Jr.): Ab jetzt geht’s los.
László Pityinger Dopeman: Wir begrüßen alle lieben Zuschauer! Hier ist DOPERANO$, und wir haben einen fantastischen Gast, den Ministerpräsidenten von Ungarn, Viktor Orbán. Ich applaudiere ihm schon mal. Der Applaus läuft, würde ich sagen.
Guten Tag! Vielen Dank für die Anerkennung. Wir feiern vielleicht etwas vorschnell, dass wir den Bären erlegt haben.
Gyula Mocsár: Hallo und herzlich willkommen bei uns!
Pityinger László Dopeman: Der Bär ist kein Spielzeug. Gyuszi Mocsár Jr. ist mein Partner. Bevor wir anfangen, habe ich eine gute Geschichte, in der der Ministerpräsident eine Rolle spielt. Wir trafen uns, als die Digitale Bürgerkreise gegründet wurden, ich war oben im Karmel, wo der Ordensoberste eigentlich nicht mehr ist, aber ich brachte dem Ministerpräsidenten ein Geschenk mit, ein Buch, das ich ihm schenken wollte. Ich bin sehr früh aufgestanden und habe das Buch einfach genommen, weil mich der Einband an das erinnert hat, was ich mitnehmen wollte. Ich zeige es dem Ministerpräsidenten und empfehle ihm das Buch mit großer Begeisterung, bitte lesen Sie es, es ist ein Buch von Alan Watts, dem meiner Meinung nach größten Denker des 20. Jahrhunderts. „Das Buch”, ein grundlegendes Werk, und ich empfehle es Ihnen von ganzem Herzen. Und der Ministerpräsident schaut es sich an und sagt: „Ah, ein sehr gutes Buch, Buddhistisches Institut, alles”, und dann sage ich einfach: „Ja”. Er blättert es durch: Ist dieses Buch für mich? Und darin steht geschrieben: „Hallo, Viki!”
Gyula Mocsár: Das war ziemlich direkt, um…
László Pityinger Dopeman: Es stellte sich heraus, dass meine Freundin Viktória heißt, und ich hatte ihr zu Weihnachten das Buch „Versöhnung – Das innere Kind heilen“ von Thich Nhat Hanh gekauft, das ich mitgebracht hatte. Ich sagte: Herr Ministerpräsident, das ist nicht für Sie, entschuldigen Sie bitte. Es gab also eine Buchrückgabe, und in diesem Moment habe ich mich damit blamiert, aber die Geschichte war lustig und man kann sie oft erzählen. Aber jetzt würde ich das Wort es weitergeben.
Ich vermutete, dass er diese Freundin nicht mehr hatte und das Buch irgendwie genutzt werden sollte. Viktor, Viki, und dann könnte man es so loswerden.
László Pityinger Dopeman: Letztendlich hätte er das Buch mitgenommen. Er hätte das Buch mitgenommen. Zum Glück ist es noch da. Es macht mich glücklich.
Auf jeden Fall vielen Dank. Auch für das Echte.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Gyula Mocsár: Erinnern Sie sich an den Moment, als Sie die Anrede „Hallo Viki!“ gesehen haben?
Ja, ich sage …
László Pityinger Dopeman: Sie fanden es seltsam, ich habe es gesehen.
Ich dachte, László hatte einen schweren Abend gehabt.
Gyula Mocsár: Da haben Sie sofort erkannt, was los war.
László Pityinger Dopeman: Meiner Meinung nach ist er übrigens einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts, und dieses Buch… Lesen Sie es doch mal, wenn Sie Zeit haben.
Es wird Sommer, dann habe ich Zeit.
László Pityinger Dopeman: Dieses Buch trägt meiner Meinung nach sehr viel zu unserem bereits bestehenden und gefestigten Weltbild bei, vor allem in einer Zeit, in der wir in einer Welt leben, die sehr viel Flexibilität erfordert. Aber glaubt der Herr Ministerpräsident daran, dass jeder Atemzug ein neuer Mensch ist?
Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Ich bin ein traditionalistischer Calvinist, wenn wir schon von solchen Fragen sprechen, und ich folge den entsprechenden Lehren ziemlich unflexibel. Ich neige nicht dazu, sie neu zu interpretieren, sondern versuche eher, sie zu befolgen – was auch nicht einfach ist.
László Pityinger Dopeman: Nein, nein. Nur weil mich viele gefragt haben, was Reinkarnation bedeutet, und ich zum Beispiel römisch-katholisch getauft bin, aber einer Zen-Tradition folge, die eine Praxis, eine Meditationspraxis ist, aber das Wesentliche ist, dass es darin nichts Beständiges gibt, dass sich in der Welt alles verändert. Und oft sprechen die Leute über Seelenwanderung und was das bedeutet. Aber Zen erfasst die hier existierende Welt, es beschäftigt sich eigentlich mit dem, was wir sind, und in diesem Zusammenhang habe ich eine Interpretation, dass der Mensch ein Präzisionsmechanismus ist und daher jeder Atemzug einen neuen Menschen hervorbringt…
Aha!
…also ist alles in ständiger Veränderung. Die Wissenschaft hat übrigens nachgewiesen, dass unser Gehirn aus einer Milliarde Neuronen besteht und dass sich für jede einzelne Information eine neue Verzweigung bildet, wie bei einem Fluss.
Nun, davon verstehe ich nichts, aber ich weiß, dass wenn in einem Menschen das, was man Tod nennt, nicht geordnet ist, dann kann er auch sein Leben nicht ordnen, da bin ich mir sicher.
László Pityinger Dopeman: Ein schöner Gedanke.
Denn wenn man nicht weiß, wie es enden wird, ist da nichts, wonach man seine Schritte richten könnte, man weiß nicht, was welches Gewicht besitzt. Aber ich schlage vor, dass wir nicht über den Tod sprechen…
László Pityinger Dopeman: Nein, das kam mir im Zusammenhang mit dem lebendigen Glauben in den Sinn…
Sprechen wir über das Leben!
Sie haben nur über den lebendigen Glauben gesprochen, deshalb fand ich das spannend, dass jeder Atemzug ein neuer Mensch ist. Denn ich möchte nicht umgehen, was meiner Meinung nach viele Menschen hier bewegt.
Wir sollten nichts umgehen, wir sind hier, um zu reden.
László Pityinger Dopeman: Und das ist Teil der gemeinsamen Geschichte von uns beiden, nicht wahr, als ich 2013 diese Geschichte mit dem Skulpturenkopf gemacht habe.
Sie haben mich in den Kopf getreten, um ganz genau zu sein, László, ja.
László Pityinger Dopeman: Nicht Ihnen, zum Glück, sonst wäre es schwierig, sich zu unterhalten.
Na, unterschätzen Sie mich nicht.
László Pityinger Dopeman: Nein, nein! Das würde ich nie tun. Ich verfolge die Aktivitäten des Herrn Ministerpräsidenten und…
Gyula Mocsár: Nur weil du, Laci, sonst vielleicht nicht mehr hier wärst…
Nein, ich bin auch im Nahkampf ganz gut, aber das sollten wir jetzt nicht ausprobieren, dafür sind wir nicht hier. Ja?
László Pityinger Dopeman: Nein, mich hat danach immer sehr der menschliche Aspekt seitens des Herrn Ministerpräsidenten interessiert, denn es hat sicher irgendwelche Gefühle in ihm geweckt. Und außerdem hatte ich ein Bedürfnis, mich zu entschuldigen, und viele sagen jetzt, dass das eine Art Verbeugung ist, mit der man sich Vorteile verschaffen will, aber das ist nicht der Fall. Ich werde Ihnen sagen, worauf meine Entschuldigung beruhte, ich finde es wichtig, dass Sie wissen, was sie ausgelöst hat und wie sich das angefühlt hat.
Ja, aber ich bin es, der so etwas erleidet. Das ist natürlich spektakulär…
László Pityinger Dopeman: Ich auch.
… wenn man einen Menschen gegen den Kopf tritt oder ihm gegen den Kopf schlägt, aber – wie soll ich sagen? – in einer Welt, in der man Schläge in den Magen und unter die Gürtellinie bekommt, habe ich täglich solche Erfahrungen. Das allein erschüttert mich also nicht. Deshalb versuche ich das, und auch 2013 habe ich versucht, damit gelassen umzugehen. Die erste Frage, ich erinnere mich übrigens an den Fall …
László Dopinger Dopeman: Man hat dafür gesorgt, dass Sie sich daran erinnern.
Die erste Frage, die ich mir gestellt habe, war, ob dieser Typ dafür bezahlt wird oder nicht. Denn das ist die Grundlage für alles. Denn wenn jemand bezahlt wird, muss man nicht mehr darüber nachdenken, warum etwas passiert ist. Wenn er nicht bezahlt wird, sondern aus eigenem Antrieb handelt, dann lohnt es sich zu überlegen, was ihn dazu gebracht hat, mir so einen Tritt zu verpassen. Dann kann man sinnvoll darüber reden und nachdenken. Und dann sagten sie, dass Sie nicht bezahlt werden, das war die allgemeine Meinung im Fidesz…
László Pityinger Dopeman: Im Übrigen: wirklich nicht.
… dass er nicht der Typ ist, den man dafür bezahlt. Und dann habe ich darüber nachgedacht, was dahinterstecken könnte, und bin zu dem Schluss gekommen, dass Sie doch im Showbusiness sind, und Showbusiness ist eine Bühne, und was auf der Bühne passiert, darf man nie so nehmen, wie es dort aussieht, denn es ist doch irgendwie Teil des Showbusiness, also sollte man es sich nicht zu Herzen nehmen. Das war meine Meinung, und ich hegte keinen persönlichen Groll oder Zorn, ich dachte nur, wenn das für einen guten Abend nötig ist, dann ist es okay, aber es gibt sicher auch andere Lösungen.
László Pityinger Dopeman: Wir denken ähnlich über das Leben, wie ich bereits gesagt habe. Ich habe mich übrigens öffentlich entschuldigt, aber das war auch eine Folge meiner Zen-Praxis. Ich dachte mir also, dass wir natürlich in gewisser Weise auf der Rock’n’Roll-Bühne standen und auch immer noch stehen. Also habe ich das auch akzeptiert, auch jetzt noch, was darüber geschrieben wird.
Das sieht nicht gut aus, finde ich. Es sieht langsam so aus wie ich.
László Pityinger Dopeman: Ja, ähnlich. Aber worauf es ankommt, ist, dass ich daran gedacht habe, dass auch der Herr Ministerpräsident geliebte Menschen hat, und dass ihnen das weh getan haben muss. Und obwohl das zum Geschäft gehört, habe ich mich in dieser Angelegenheit entschuldigt, weil es mein Lebensziel ist, zu allen fühlenden Wesen so freundlich wie möglich zu sein, auch zu denen, die mich weniger mögen. In dieser Angelegenheit würde ich also eine freundschaftliche Hand reichen, auch wenn so etwas schon einmal zwischen uns passiert ist.
Gyula Mocsár: Das ist ein historischer Moment!
Gott segne Sie! Gott segne Sie, László!
László Pityinger Dopeman: Sie auch, ja uns alle, mit Erfolg und Reichtum, Glück und die Erfüllung aller Ziele, solange es Ihnen gefällt. Haben Sie derzeit einen Lieblingsrap-Song?
Nein, denn Rap ist nicht mein Genre. Ich sage das ganz ehrlich, vielleicht sollte ich mich dafür schämen…
László Pityinger Dopeman: Nein.
…aber als ich mich hierher auf den Weg gemacht habe, habe ich meinen Kollegen gesagt, sie sollen mir einen Song von László raussuchen, denn ich habe noch nie einen Song von ihm gehört, und ich kann doch nicht hierherkommen und sagen, dass hier ein…
László Pityinger Dopeman: Rapper…
…Rapper, und dann fragt er mich, ob ich seine Songs kenne, und ich sage, dass ich noch nie einen gehört habe. Das wäre peinlich, also habe ich mir schnell zwei oder drei angehört. Aber Rap ist nicht mein Genre, das ist mir zu viel.
László Dopeman: Das glaube ich.
Aber es war schon immer zu viel für mich. Das hat nichts mit dir zu tun. Diese amerikanischen Typen mit ihren dicken Goldketten um den Hals, den Autos und den Frauen, das ist mir zu viel. Das interessiert mich einfach nicht, ich spare mir das lieber.
László Dopinger Dopeman: Rockmusik eher?
Na klar. Led Zeppelin, nicht wahr?
László Dopinger Dopeman: Oh, das mag ich. Mein Vater hat das übrigens auch geliebt. Nicht, weil ich jetzt einen Rap-Song gemacht habe,
Richtig….
den Sie vielleicht mögen werden. Er heißt „Dikhtaturha”. (kongenial unübersetzbares Wortspiel, Zusammensetzung aus den Worten für Diktatur und Rotz bzw. Schleim, also etwa: Diktarotz. Anmerkung des Übersetzers)
Aber ich schaue manchmal Dikh TV, wenn schon …
László Pityinger Dopeman: Der Titel „Dikhtaturha” kommt daher, dass Majka diese Wohlstandsrebellion hatte, und ich wollte zum Ausdruck bringen, dass man in dieser Diktatur sogar das noch tun darf.
Das ist aber eine andere Situation. Als ich meine Mitarbeiter fragte, warum Majka das ihrer Meinung nach macht, sagten sie, wegen der Kohle. Da habe ich aufgehört, ihm werde ich kein Interview geben, im Gegensatz zu Ihnen, der das, was er getan hat, nicht für die Kohle gemacht hat, denn wenn man einen Menschen kauft, ist es, als würde man ihn aushöhlen. Von da an ist er wie eine leere Hülse, nicht wahr? Er verliert das…
László Pityinger Dopeman: Den Inhalt.
… was eigentlich interessant an ihm ist. Denn das Interessante am Menschen ist die Freiheit, die Souveränität, die Authentizität, die eigenen Gedanken, die eigenen Gefühle, aber in dem Moment, in dem man gekauft ist und nicht mehr man selbst ist, verliert man seine Interessantheit. Deshalb bin ich froh, dass ich jetzt hier sitze, in dem Studio von Majka werde ich das nicht tun.
László Pityinger Dopeman: Ich kann übrigens erzählen, was es damals war, dass sich dann generierte …
Na!
László Pityinger Dopeman: …denn das ist sehr interessant. Viele verstehen diese Wendung nicht, dass ich Sympathisant geworden bin, weil sie es auch jetzt noch nicht richtig einordnen können. Viele sagen, dass ich den Herrn Präsidenten und seine Politik aus pragmatischen Gründen mochte bzw. auch heute noch nicht aus dem Blickwinkel des Fidesz sehe…
Das möchte ich sagen…
László Pityinger Dopeman: Ich bin also ein Wähler, um dessen Stimme man sich bemühen muss.
Ja!
László Pityinger Dopeman: Ich bin ein pragmatischer Wähler.
Aber das habe ich auch so gemeint, nicht nur in Bezug auf Sie, sondern – verstehen Sie mich nicht falsch – auf Menschen wie Sie…
László Pityinger Dopeman: Ich verstehe.
… Charaktere wie Sie sind meiner Meinung nach so. Die werden nie meine Anhänger im Sinne von Loyalität sein, sondern das sind unabhängige Typen, die eine Meinung von der Welt haben, und wenn sie dann denken, dass sie mich gerade brauchen oder dass das, was ich denke, mit ihren Gedanken übereinstimmt, wie Sie sagen, dann kämpfe ich für sie und sie sind bereit, für mich zu stimmen. Ansonsten schicken sie mich zum Teufel. So sieht es meiner Meinung nach in etwa im 8. Bezirk aus.
Gyula Mocsár: Was die Loyalität angeht, kann ich allerdings sagen, dass ich angesichts der Ereignisse der letzten Tage und ihrer Folgen, sagen kann, dass für 2026 – das ist keine Wahlkampfrede – aber im Großen und Ganzen die Stimme eines unter 30-Jährigen so gut wie sicher ist, denn ehrlich gesagt, Sie haben ja diesen Begriff der Loyalität verwendet. Und in den letzten Tagen wäre es vielleicht einfacher gewesen, sich von Pityinger Dopeman László zu distanzieren, aber…
Ich habe solche Ratschläge erhalten.
Pityinger László Dopeman: Das kann ich mir vorstellen.
Das ist ein schlüpfriger Weg. Und Sie haben Ihre Entscheidung nicht auf dieser Grundlage getroffen.
Gyula Mocsár: Nein. Ich habe gesagt, dass ich zu diesem Mann stehe, auch wenn es, also, fast auf eine eindeutige Weise, mit dem Facebook-Post und so weiter. Und ich habe gesagt, dass der ungarische Ministerpräsident Eier hat, der mich überall auf der Welt vertreten kann, weil ich mich traue, mich dahinzustellen.
Danke, dass Sie das sagen.
László Pityinger Dopeman: So ist es.
Danke, dass Sie das sagen. Es ist ja auch eine Frage, warum ich hier bin. Ich bin hier, weil ich László aufgesucht habe. Ich habe ihm gesagt, dass es hier Probleme im digitalen Bereich gibt, dass die Dinge aus dem Ruder gelaufen sind und dass es unverantwortlich wäre, nichts zu unternehmen, weil sonst Hass, Verachtung und Schande um sich greifen würden und es zu großen Problemen kommen würde. Ich habe Leute aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt zusammengetrommelt, denn der Präsident der Industrie- und Handelskammer sitzt ja in einer anderen Ecke, denke ich …
László Pityinger Dopeman: Er sitzt natürlich in einer ganz anderen Ecke.
… als László, aber ich habe alle zusammengetrommelt, von denen ich dachte, dass sie in dieser Angelegenheit etwas bewirken können. Und dann – und deshalb bin ich jetzt hier – wurde László angegriffen. Er wurde angegriffen. Wenn er nicht angegriffen worden wäre, wäre ich also nicht gekommen. Ich bin gekommen, weil er angegriffen wurde. Warum haben sie ihn angegriffen? Weil wir etwas besprochen haben, das meiner Meinung nach für uns beide wichtig ist, und deshalb haben sie ihn angegriffen. Bis jetzt haben sie ihn nicht angegriffen. Niemand hat ihm doch in den Hintern getreten oder an seinem Ärmel gezogen wegen seiner früheren Äußerungen …
László Pityinger Dopeman: Platten und nichts.
…wegen seiner Musik, seiner Platten, bis er mir nicht mehr zugestimmt hat. Dieser Mann wurde in gewisser Weise wegen mir angegriffen, das habe ich gedacht. Und wenn jemand wegen mir angegriffen wird, dann komme ich in seine Sendung und mache klar: Leute, hört endlich auf damit!
Gyula Mocsár: Und das reicht mir.
László Pityinger Dopeman: Warum hat er im Übrigen gezögert? Das hat er mir vorgestern verraten.
Aber er soll ruhig zögern.
László Pityinger Dopeman: Warum hast du gezögert, mein Guter?
Gyula Mocsár: Als Protestwähler wegen der Hundepartei, dass ich es dorthin setze, weil ich das so sehe, denn dieser ganze politische Rummel und die Kommunikation und alles andere und die Plakatfrage und alles andere, das ist natürlich Geschmackssache, aber auf der Makroebene, auf der wirtschaftlichen Ebene, hat das doch Auswirkungen auf die Wirtschaft…
László Pityinger Dopeman: Nun, wir sehen, was los ist.
Gyula Mocsár: Wir sehen die Kontoauszüge, wir sehen, wie viel die Leute verdienen, und im Vergleich dazu, was sie im Fernsehen in verschiedenen Sendungen sagen.
Aber, Gyula, aber, zögern Sie! Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf, zögern Sie…
Gyula Mocsár: Jetzt gibt es nichts mehr zu zögern.
László Pityinger Dopeman: Er zögert nicht mehr.
Gyula Mocsár: Es ist noch möglich.
Geben Sie nicht auf, in der Politik kann immer viel passieren.
Gyula Mocsár: Natürlich!
Man muss nichts überstürzen. Ich bin also kein Verfechter blinder Loyalität und ermutige auch meine Leute nicht dazu, sondern zu ständiger Neubetrachtung. Selbst denen, die seit 100 Jahren bei mir sind, sage ich immer, dass wir alles ständig überdenken, uns selbst, unsere Position und unsere Beziehungen stärken und dann entscheiden sollen. Behalten Sie das also bei. Was das Geld angeht, sehe ich auch die Zahlen. Für mich ist das…
Gyula Mocsár: Woher haben Sie die übrigens?
Nun, ich habe da die gesamte Steuerbehörde vor meinen Füßen.
László Pityinger Dopeman: Sie haben Überblick.
Ich übertreibe ein wenig, ich kann nicht in die persönlichen Daten schauen.
Gyula Mocsár: Ist das eine Liste?
Wenn ich also sagen würde, dass Sie mir die Daten von Gyula Mocsár geben sollen, würde ich sie nicht bekommen. Das ist verboten.
László Pityinger Dopeman: Natürlich.
Aber wenn ich sagen würde, dass Sie mir die statistische Auswertung aller Steuerzahlungen des letzten Jahres geben sollen, wie viel die Leute verdient haben und wie viel die unteren zehn und die oberen zehn verdienen. Bei Staatsbediensteten mache ich das immer, denn bei Staatsbediensteten gibt es die Gehälter, die die Leute bekommen, die übrigens nicht besonders hoch sind, ich versuche, sie zu erhöhen, aber sie sind trotzdem nicht hoch, aber dann kommen noch alle möglichen Zulagen und Prämien dazu, und daraus ergibt sich dann das Einkommen. Und wenn ich nur die Gehälter betrachte, dann ist das Bild, das ich bekomme, irreführend, und ich kann keine gute Entscheidung treffen. Deshalb bitte ich die Steuerbehörde, ich wiederhole, nicht persönlich, sondern für alle, um die Gesamtdaten, wie hoch das Einkommen war. Und daraus kann ich auch sehen, was los ist. Es ist also nie genug. Wir beim Fidesz sagen ja immer, dass es keine Zahl gibt, zu der man nicht noch etwas hinzufügen könnte. Wenn ich also 10 verdiene, lautet die Frage: Warum verdiene ich nicht 11? Wenn ich 11 verdiene, warum verdiene ich dann nicht 12? Die Unzufriedenheit der Menschen kennt also keine Obergrenze, und es wird nie so sein, dass die Menschen sagen: Jetzt ist es gut, denn sie wollen – zu Recht – immer noch ein bisschen mehr. Aber man muss wissen, von wo wir gestartet sind. Und ich weiß, wo wir angefangen haben. Es war ein Bankrott hier. Ich glaube nicht, dass man mich zurückgerufen hat, weil man mich so sehr mochte, obwohl es sicher auch solche gab, aber 2002 habe ich die Wahl verloren.
László Pityinger Dopeman: Das weiß ich, ich erinnere mich.
Auch 2006. Und 2010 habe ich mit großer Mehrheit gewonnen. Ich glaube nicht, dass diejenigen, die mich bis dahin gehasst haben, mich plötzlich mögen, sondern es war ganz einfach so, dass es ein großes Durcheinander gab, wenn ich das so sagen darf, es herrschte große Unruhe.
László Pityinger Dopeman: Nun, das war es…
Und sie sagten, wir brauchen jemanden, der versucht, Ordnung zu schaffen, und vielleicht mögen wir den Kerl nicht, aber immerhin hat er vier Jahre lang regiert, er sagt hier etwas darüber, was er tun wird, eine Million neue Arbeitsplätze – die Arbeitslosenquote lag bei 13 Prozent! –, vielleicht schafft er es ja. Und die Wahrheit ist, dass ich damals in den ersten vier Jahren solche Veränderungen vorgenommen habe… Das war noch die Zeit des Tritts in den Kopf…
László Pityinger Dopeman: Ja, ich weiß. Darauf komme ich noch zu sprechen.
…die für die Menschen nicht angenehm waren.
László Pityinger Dopeman: Aber ich gehe darauf ein, denn das war auch drin.
Es war überhaupt nicht angenehm, weil man eine Menge Dinge ändern musste. Und die Menschen sind nicht gerne bereit dazu, sie sagen sich, dass es natürlich ein großes Problem gibt, dass man etwas ändern muss, aber im Allgemeinen lieber jemand anderes als sie selbst. Wenn man selbst an den Punkt kommt, an dem man etwas adjustieren, sich selbst anpassen muss, dann gibt es eher Widerstand oder Ablehnung. Es war also sehr schwierig im Jahr 2010 – auch wenn ich zurückgerufen wurde –, die Menschen davon zu überzeugen, gemeinsam die Wirtschaftsstruktur so umzugestalten, dass daraus etwas für die Zukunft entsteht. Aber letztendlich haben sie es nach harten Kämpfen akzeptiert, und es ist geschehen. Deshalb wird die ungarische Wirtschaft heute von außen attackiert, es gibt Finanzsanktionen in der EU, wir sind Angriffen aller Art ausgesetzt, aber es handelt sich um eine krisenfeste Struktur, die alles aushalten wird, wenn wir diese Struktur, das Steuersystem, die Arbeitsvorschriften und so weiter bewahren können, wird sie alles aushalten, und sobald der Krieg vorbei ist, wird sie mit enormer Kraft voranschreiten. Davon bin ich überzeugt. Aber ich möchte Ihnen nur sagen, dass 2010 sehr viele Menschen abgewogen haben, Zweifel hatten, so wie Sie, und sich dann so entschieden haben. Daraus ist meiner Meinung nach die heute krisenfesteste Wirtschaft Europas entstanden.
László Pityinger Dopeman: Aber kritisches Denken ist wichtig. Unabhängig davon bist Du ein Fidesz-Wähler geworden.
Nun, geben Sie sich doch nicht der Macht hin. Das wage ich hier nicht zuzugeben…
László Pityinger Dopeman: Das ist ein guter Satz.
Ich wage es nicht zuzugeben, aber insgeheim ist es eines meiner Lieblingslieder, wenn wir schon von Musik sprechen…
Gyula Mocsár: Sie können es ja unter sechs Augen sagen.
Ja, unter sechs Augen, denn dass ich für Zsuzsa Koncz auch nur ein Wort sagen werde, wäre mir nie in den Sinn gekommen.
László Dopeman: Aber wie wird sie sich jetzt freuen.
Mein Lieblingslied ist, seit ich denken kann, „A királyé nem leszek” (Ich werde nicht dem König gehören).
László Pityinger Dopeman: Schöner Gedanke übrigens.
Ich werde nicht dem König gehören. Ja, ich glaube, das hat vielleicht die Gruppe Illés zuerst geschrieben, das ist vielleicht meine einzige Entschuldigung, aber ich denke, das ist der springende Punkt. Wir dürfen uns also niemals der Macht verkaufen, auch nicht, wenn wir selbst die Macht haben, Entschuldigung.
László Pityinger Dopeman: Ja. Das war übrigens meine Geschichte in den ersten vier Jahren, als diese Geschichte lief, und im Nachhinein habe ich das auch verstanden, denn ich glaube, dass unser Verstand in vielen Dingen ähnlich tickt. In den ersten vier Jahren musste die Ausübung der Macht gefestigt werden. Und damals, mit meinem rebellischen Kopf, kam mir das alles so stark vor, gewalttätig.
Das war es auch.
László Pityinger Dopeman: Und dann kamen diese Songs wie „Bazmeg” und die ganze Rock’n’Roll-Rebellion begann. Klar, dass mich die Polizei wegen jedem einzelnen Song belästigte und ich ständig zu Verhören musste…
Das ist nicht gut für die politische Meinung eines Menschen…
László Pityinger Dopeman: Und wir sind uns übrigens auch im Naturell ähnlich. Der Herr Ministerpräsident hat auch ein Hulk-Charakter, wie ich. Kennen Sie Hulk von Marvel?
Nein.
László Pityinger Dopeman: Das Wesentliche ist: Je mehr man ihn verletzt, desto wütender wird er, desto grüner und muskulöser wird er. Am Ende verhaut er alle Superhelden.
Bei dem Fidesz gibt es auch so einen Spruch, dass wir durch Schläge härter werden.
László Pityinger Dopeman: Genau, deshalb sage ich das.
Manche werden durch Schläge weicher, wir werden härter.
László Pityinger Dopeman: Das Monster wird nur immer orangefarbener. Und die Wahrheit ist, dass sich meine Möglichkeiten als darstellender Künstler usw. nach der Statutenkopf-Affäre letztendlich eingeschränkt haben. Aber ich bin in die Wirtschaft hineingekommen.
Aber Sie können mir glauben, László, dass ich persönlich nichts damit zu tun hatte.
László Pityinger Dopeman: Das glaube ich Ihnen. Ich denke, da war alles Mögliche im Spiel, das haben sie aus eigenem Antrieb mir angetan …
Aus eigenem Antrieb.
László Pityinger Dopeman: Aus Eigeninitiative, ja. Und im Wesentlichen habe ich angefangen, die Kontoauszüge zu sehen, zum Beispiel bei der Kreditabwicklung, und ich habe gesehen, was los war. Und ich wurde zu solchen Oppositionssendungen eingeladen, um darüber zu sprechen, und dort habe ich mir die Not angehört, was das Problem war. Und wir konnten nicht unterschreiben, dass das wahr ist, und dafür haben sie uns gehasst. Und ich habe zum Beispiel eine Menge Fragen, eine Menge Dinge, die Ungarn betreffen, aber ich glaube, dass es systemische Fehler gibt, die die politische Elite durchziehen, die in erster Linie – oft in Anführungszeichen – aus der ungarischen Denkweise stammen, alle unsere Probleme.
László, bevor wir weitermachen, lassen Sie uns nicht den Teil der ungarischen Realität überspringen, in dem es tatsächlich Armut und Probleme gibt.
László Pityinger Dopeman: Ja, genau!
Denn das gibt es. In jeder Gesellschaft gibt es ja einen bestimmten Prozentsatz von Menschen, die sich in einer sehr schwierigen Lage befinden, viele davon ohne eigenes Verschulden, weil sie unter psychischen Störungen oder körperlichen Behinderungen leiden. Und es gibt Menschen, die sich auch nicht selbst versorgen können. Und es gibt auch solche, deren Familie das auch nicht kann. Hier kommt der Staat ins Spiel, daher habe ich übrigens ein Bild von diesen…
Pityinger László Dopeman: Wir sind übrigens selbst davon betroffen.
Ja, ich weiß davon, László, ich weiß, dass Sie selbst solche familiären Tragödien oder Schwierigkeiten haben. Diese Menschen befinden sich also in einer schwierigen Lage. Der Staat kann sich hier nicht zurückziehen, denn er hat hier Verpflichtungen. Und dann gibt es noch den Teil der Gesellschaft, der zwar nicht unter unheilbaren psychischen oder physischen Problemen leidet, aber aus irgendeinem Grund in eine Situation geraten ist, in der er auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr beschäftigt werden kann. Es ist also sinnlos, sich bei einem staatlichen oder privaten Unternehmen zu bewerben, denn man wird ihnen sagen, dass man sie nicht will, weil sie so aussehen, wie sie aussehen, und weil sie eine Vergangenheit haben, wie sie sie eben haben. Es gibt also alle möglichen Probleme.
László Pityinger Dopeman: Ja, wenn ich zum Beispiel einen normalen Job haben wollte, würden sie mir sicher sagen, dass sie mich nicht wollen …
Das wissen wir nicht.
László Pityinger Dopeman: … Sie haben genug auf der Rockbühne gestanden.
Und die Situation ist so, dass es auch davon etwa 70-75 Tausend Menschen in Ungarn gibt. Ich kenne diese Zahlen. Und das sind ja diejenigen, denen wir in die öffentliche Arbeit hineinhelfen. Denn es ist immer noch besser, wenn sie morgens hingehen, etwas tun, noch dazu etwas Nützliches, in einer Gemeinschaft sind, einen Lohn bekommen und nicht Sozialhilfe, und nicht so nach Hause gehen, als würde ihnen im Übrigen nur der Postbote die Sozialhilfe vorbeibringen. Viele sind mit meiner Meinung nicht einverstanden, aber ich bin mir sicher, dass wir diejenigen, die etwas für sich tun können, nicht in eine Situation bringen sollten, in der sie nichts tun müssen und wir ihnen Sozialhilfe schicken, sondern ihnen sagen sollten: „Mein Freund, du bist kein Versager, du bist keine Last, du kannst etwas beitragen, überwinde dich, reiss dich zusammen, komm her, sei morgen früh da, arbeite mit uns, dann hat das alles einen Sinn, und dafür bekommst du mindestens das Geld, als ob du zu Hause auf die Sozialhilfe warten würdest. Das sind also doch auch etwa 70.000 Menschen. Und dann kommen noch die verschiedenen Gruppen, die den Mindestlohn verdienen. Aber wenn ich mir das alles von unten nach oben anschaue, ich spreche jetzt aus finanzieller Sicht, nicht moralisch, von unten nach oben, dann sehe ich, dass die Struktur der ungarischen Gesellschaft meiner Meinung nach seit vielen, vielen Jahrzehnten, vielleicht sogar seit Jahrhunderten nicht mehr so leistungsorientiert, zukunftsweisend und zukunftsorientiert war. Also „fang etwas mit dir selbst an”, solche Anreizsysteme hat es in unserer Welt nicht gegeben. Jetzt gibt es sie. Jetzt sind dies tiefere Erklärungen der Wirtschaft, nicht solche politischen Deklarationen, aber ich halte das für wichtig.
László Pityinger Dopeman: Absolut, das habe ich auch beobachtet. Meiner Meinung nach ist das die grundlegende Tragödie der in Anführungszeichen gesetzten Linken, aber für den Herrn Ministerpräsidenten ist es gut, dass er in vielerlei Hinsicht eine Fusionsregierung führt. Als der Weise Thich Nhat Hanh gefragt wurde, wie es dem Menschen geht, also wie die linke Hand, die rechte Hand, die linke Seite und die rechte Seite zusammen funktionieren, antwortete er: „Wenn jemand eine Konstruktion bedient, eine Organisation leitet oder ein Land regiert, muss er alles nutzen, alle Mittel. Und ich glaube, dass die Opposition derzeit nicht zu sich selbst findet, weil sie nicht mit denen zusammenarbeiten kann, mit denen sie im klassischen politischen Sinne zusammenarbeiten müsste, die sie gerne so nennen, ich sage es nicht gerne, aber Proletariat, nennen wir es so, also eigentlich das sogenannte Proletariat, das den Fidesz unterstützt…
Aber natürlich!
…denn er ist der Gewinner des Fidesz-Systems. Und es ist eine fantastische Innovation, dass man als rechter Politiker natürlich das Kapital stärken muss, das ist die Methode der Rechten, dass ich dadurch die unteren Schichten unterstütze, und die Linke, wenn der Staat sich zu ihnen nach unten wendet. Und hier gibt es nun eine Fusionsfunktionsweise.
Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, schon als wir das Regierungsprogramm für 2010 zusammengestellt haben, und mir wurde klar, dass die Linke am Ende sein wird, weil wir, die Rechten, das linke Programm umsetzen werden. Denn wie sieht der grundlegende Gegensatz in der europäischen Politik traditionell aus? Man sagt über die rechten Parteien zu Recht, dass sie die Freiheit vertreten, aber Freiheit bringt auch viel Ungerechtigkeit mit sich, deshalb sagt die Linke, dass sie für Gerechtigkeit steht. Zum Beispiel für die Gerechtigkeit der Menschen am unteren Ende der Gesellschaft oder der Menschen in schlechterer Lage, denn auch sie haben ein Recht auf Gerechtigkeit. Und unsere Politik will gleichzeitig Freiheit und Gerechtigkeit vertreten, was schwierig ist, weil diese Vektoren scheinbar gegensätzlich sind, aber es gibt einen Punkt, an dem sie sich auflösen. Und das ist die Arbeit. Von den Reichen erwarte ich zum Beispiel, dass sie den anderen Menschen Arbeit geben.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Und die anderen Menschen bitte ich darum, dass ihr keine Sozialhilfe beantragt, sondern – wenn ihr könnt – arbeiten geht. In der Welt der Roma habe ich zum Beispiel große Unterstützung, weil es sehr viele Roma-Familien gibt, die sich aus eigener Arbeit ernähren können, was sie vor 2010 nicht konnten. Man hat sie mit Füßen getreten, sie wurden verachtet, als Schmarotzer bezeichnet, aber dann hat sich herausgestellt, dass die meisten von ihnen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben, gar nicht so sind. Sie kommen zur Arbeit. Es gibt sehr viele von ihnen. In Ungarn gibt es eine Ausbildung der Roma-Mittelschicht. Solange die Bauwirtschaft gut läuft und einige Berufe gut laufen, gibt es auch Arbeit. Ich glaube also, dass die Links-Rechts-Gegensätze auf der Seite der Arbeit aufgelöst werden können, das ist der Dreh- und Angelpunkt meiner Politik. Eine Million Arbeitsplätze wurden geschaffen.
László Pityinger Dopeman: Damit etwas geschieht, damit gehandelt wird.
Ja. Handeln, Leistung, Leben, Aktivität.
László Pityinger Dopeman: Das ist es, was ich immer sage: Der Herr hat kein Subjekt verkündet, sondern ein Prädikat. Die Welt funktioniert also so lange, wie wir handeln. Das ist also eine Grundvoraussetzung. Na egal, wir haben damit begonnen, dies zu erfahren.
Der andere Grund, warum mich die Zigeuner unterstützen, ist die Familie. Die Familie ist also wichtig, und für sie ist sie wichtig, wir sprechen hier von einer traditionellen Gemeinschaft, in der die Familie in archaischer Weise bei weitem das Wichtigste ist, nichts kann wichtiger sein als sie, und neben der Arbeit ist sie der andere Dreh- und Angelpunkt, an dem sich der Gegensatz zwischen Freiheit und Gerechtigkeit auflöst, der Unterschied zwischen rechts und links verschwindet und eine national begründete Politik entsteht, nämlich Arbeit und Familie.
László Pityinger Dopeman: Sind Sie es leid, Herr Präsident, wenn Sie nach Állampuszta und Korruption gefragt werden? Wie oft wurden Sie das im letzten Podcast gefragt?
Hatvanpuszta.
Gyula Mocsár: So sehr interessiert es dich.
László Pityinger Dopeman: Hatvanpuszta! Mich interessiert es nicht.
Man pflegt das zu fragen, ja.
László Pityinger Dopeman: Ich weiß, ständig. Ich bin ehrlich, Korruption interessiert mich nicht…
Ich muss sagen, dass es mich nicht langweilt, also, wie soll ich sagen…
László Pityinger Dopeman: …ich werde es sagen.
Ich würde eher sagen, dass es eine traurige Sache ist. Das Ganze ist ein Unsinn. Ich habe auch jetzt gerade ein Video oder so etwas gesehen…
László Pityinger Dopeman: Haben sie dort Antilopen gefunden oder was?
Gyula Mocsár: Darf ich fragen, ob das mit den Antilopen ein bewusster Gag war?
Nein, nicht die Antilopen, die Zebras waren es. Weil sie sich das zuerst ausgedacht haben…
László Pityinger Dopeman: Als Sie es gesagt haben: Ich habe Győzike weggeschickt!
Sie haben sich ausgedacht, dass ich Zebras halte. Zunächst einmal…
László Pityinger Dopeman: Aber wozu?
Reden wir über Hatvanpuszta, denn ich habe ein Haus, aber nicht in Hatvanpuszta, sondern in Felcsút.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Ich zeige es Ihnen einmal. Es ist cool und witzig.
László Pityinger Dopeman: Es liegt neben dem Stadion.
Ja, meine Frau vergisst das nie…
László Pityinger Dopeman: Ich war auch einmal dort drehen.
…um mir unter die Nase zu reiben, dass man früher vom Küchenfenster aus einen schönen Blick auf die Weiden am Bach hatte, und jetzt muss man aus dem Fenster auf eine Betonkonstruktion schauen, aber lassen wir das…
Gyula Mocsár: Aber sieht man wirklich die Betontribüne?
Die ist gegenüber, so ist es.
Gyula Mocsár: Wenn solche Vorwürfe erhoben werden und es ein solches Bild gibt, aus dem Fenster des Ministerpräsidenten, aus der Küche oder woher?
Aus der Küche, ja.
Setzen Sie sich morgens in die Küche oder wenn die Spiele laufen, und dort läuft dann doch das Mittagessen.
Na ja, egal, also ja, aber da war das alte, man konnte nichts machen, weil ich ja dort aufgewachsen bin, auf diesem Spielfeld. Und man kann Spielfelder nicht einfach hin und her schieben, denn das Spielfeld, das ist nicht der Grund, warum wir hier zusammengekommen sind, das ist nicht der Podcast von Nemzeti Sport, aber im Wesentlichen geht es um die Seele des Spiels. Die Seele des Spiels ist an einen Ort gebunden. Wo das Spielfeld ist, da ist auch die Seele. Fußballplätze kann man nicht einfach hin und her schieben. Natürlich muss man manchmal neue bauen, aber das Wesentliche ist, dass wenn man die alten hat, man sie…
László Pityinger Dopeman: Dann sollen sie dort bleiben.
Im Puskás-Stadion ist alles so, wie es ist, weil Onkel Öcsi genau dort den Anstoß ausgeführt hat, wo heute der Mittelkreis ist. Das habe ich nicht zugelassen, weil das die Seele der Sache ist. In Felcsút war es genauso, dass dort der Fußballplatz war, auf dem ich aufgewachsen bin. Auch wenn mein Haus am nächsten lag, konnte ich den Platz nicht verlegen, ich hätte hundert Jahre Seele umgebrachte. So etwas darf man also nicht machen. Also habe ich gesagt, dass ich das irgendwie mit meiner Frau regeln werde. Ich bin mir übrigens nicht sicher, ob das die richtige Entscheidung war, denn seitdem ist diese Rechnung zwischen uns beiden offen, Klammer zu, aber so ist es nun einmal. Ich habe also ein Haus dort. In Hatvanpuszta hat mein Vater einen Bauernhof.
László Pityinger Dopeman: Ja, ich weiß.
Genau darum geht es. Und einmal haben sie sich ausgedacht, dass nicht ich, sondern mein Vater dort Zebras hält.
László Pityinger Dopeman: Aber wozu?
Und da habe ich gesagt…
Gyula Mocsár: Ein bemaltes Pferd?
…habe ich Győzike gesagt.
László Pityinger Dopeman: Er ist ja ein Zebra-Experte.
Ich habe Győző gesagt, der sowieso immer in der Nähe der Fidesz ist. Er ist übrigens einer von uns, oder wie soll ich sagen, ein Mensch mit einer bestimmten Haltung, ich weiß nicht, es ist schwer zu beschreiben. Wie entstehen solche Beziehungen? Das wird sicher irgendwann einmal jemand aufschreiben. Denn wir sprechen hier doch von einem – wie soll ich sagen? – nicht besonders hoch angesehenen Showman, wenn wir von Győző sprechen. Oder?
László Pityinger Dopeman: Nicht besonders hoch angesehen, aber gut bezahlt.
Gut bezahlt und talentiert, entschuldigen Sie, talentiert.
Gyula Mocsár: Und 2004 war die Győzike Show die meistgesehene Sendung.
Nun, sagen wir mal, die Mehrheit unserer Wählerschaft ist nicht mit seinen Sendungen aufgewachsen, aber dennoch fühlt er sich irgendwie mit uns verbunden. Das ist jetzt egal, das können wir in einer anderen Sendung analysieren, es ist, wie es ist. Ich schäme mich übrigens für niemanden, der zu mir hält…
László Pityinger Dopeman: Natürlich!
Also, mit denen, mit denen ich offen und ehrlich reden kann, denen ich alles sagen kann, was mir gefällt und auch, was mir nicht gefällt, da gibt es einen Grund, um ein Verhältnis zu ihnen zu haben. Na ja, egal. Und als sie sich diese Zebra-Idee ausgedacht haben, habe ich Győzike gesagt: Győzike, Sie sind doch der Zebra-Experte in diesem Land, in Ihrem tollen Anzug, jetzt ist die Gelegenheit, helfen Sie mir mal. Und dann ist Győzike auch in den Zoo gegangen und hat gesagt, dass die Zebras hier sind und nicht in Hatvanpuszta. Also gut, aber im Ernst, unser Beruf hat ein Problem, denn während die Welt vor großen Veränderungen steht…
László Pityinger Dopeman: Das ist sicher.
…das spüren wir also alle am eigenen Leib.
László Pityinger Dopeman Aber natürlich! Absolut!
Man könnte das auch anhand von Presseberichten beschreiben, beispielsweise als amerikanisch-europäischen Zollkrieg. Wann haben wir diesen Begriff zuletzt gehört? Oder als transatlantische Spaltung, weil die Amerikaner den Krieg nicht unterstützen, Europa hingegen schon. Oder wir beschreiben diese künstliche Intelligenz und welche Auswirkungen sie auf unser Leben, unsere Arbeit und unsere Arbeitsplätze haben wird.
László Pityinger Dopeman: Fast wie im Film Terminator.
Das sind enorme Veränderungen, die vor uns liegen. Wir werden hier Blut und Schweiß opfern müssen, um unsere Arbeitsplätze zu erhalten, und so weiter. Die Ungarn stehen also vor sehr ernsten Fragen, die beantwortet werden müssen und die ohne den Staat und die Politiker auch nicht beantwortet werden können. Man kann Politiker nicht mögen, aber jemand muss die Entscheidungen für den Wandel treffen und sie so umsetzen, dass die Menschen nicht darunter leiden, sondern davon profitieren, und dafür braucht es Politiker. Während wir also in dieser Dimension miteinander diskutieren sollten, ist das politische Leben voller Unsinn, zum Beispiel mit nicht existierenden Zebras. Einer meiner Kollegen, ich glaube, es ist Hadházy, organisiert eine Safari-Exkursion.
László Pityinger Dopeman: Und sie klettern mit Leitern hinauf und spähen von dort aus.
Und das passiert, während die wirklichen Probleme vor uns liegen. Nun, das gehört auch zur Politik, das muss auch gelöst werden.
László Pityinger Dopeman: Ich sage nur, warum mich das Thema Korruption nicht so sehr interessiert. Man kann zwei Arten von Königen, in Anführungszeichen gesetzt, sein, wenn man ein bestimmtes Ziel verfolgt. Man kann ein spiritueller König sein, der eine bestimmte Religion oder Philosophie verkündet, oder ein weltlicher König. Als Buddha zum Beispiel geboren wurde, sagte man, er werde König werden. Aber auch bei Jesus kam das auf. Beide wurden spirituelle Könige, verbreiteten also eine Religion und wandten deshalb die reine Methode an. Aber ein weltlicher König, das jetzt in Anführungszeichen gesetzt, ein Ministerpräsident, jedwede Art von Führer, muss mit dem gesamten Spektrum der Menschen arbeiten. Das klingt jetzt vielleicht albern, aber wenn man ein weltlicher Führer ist, muss man mit jedem zusammenarbeiten, vom Weisen bis zum Mörder, denn auch ein Soldat tötet unter Umständen.
Die Welt muss in irgendeiner Ordnung gehalten werden.
László Pityinger Dopeman: Mit allen. Aber was ist zum Beispiel Ihrer Meinung nach das, was in dem Fidesz echte Selbstreflexion erfordert? Also das, was tatsächlich…
Wir kommen jetzt von der Korruption heran, also sollten wir meiner Meinung nach nicht die Augen davor verschließen, Korruption ist etwas, das ausgerottet werden muss, das ist inakzeptabel.
László Pityinger Dopeman: Absolut!
Es gibt doch diese ungarische Einstellung, die ich nicht mag, die in einem Szekler-Witz zum Ausdruck kommt und die man als analog oder parallel zur Korruption bezeichnet: Man fragt einen alten Szekler, ob der Fisch Wasser trinkt. Der alte Szekler antwortet, dass er nicht weiß, ob sie trinken, aber dass sie sicherlich die Möglichkeit dazu hätten. So ist es auch mit der Korruption: Die Menschen wissen nicht, ob jemand korrupt ist, aber wenn er in der Politik ist, dann könnte er es sein, denn die Möglichkeit ist direkt vor seiner Nase, und von da an ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis wir es glauben, nicht wahr? Aber ich halte das nicht für ein Problem, denn wir gehen dagegen vor. Also ist es in Wirklichkeit – entgegen all dem Unsinn, der hier erzählt wird – so, dass die Korruption in Ungarn leider nicht bei Null liegt, wo sie liegen sollte, aber sie liegt nicht über dem europäischen Durchschnitt.
László Pityinger Dopeman: Mit Italien ist das nicht zu vergleichen.
Es weicht nicht vom europäischen Durchschnitt ab, das kann jeder nüchtern und gelassen anerkennen, aber das bedeutet nicht, dass alles in Ordnung ist, denn kein einziger Fall von Korruption ist in Ordnung. Aber meine Antwort auf Ihre Frage, László, liegt nicht hier, sondern darin, wo Selbstreflexion notwendig ist. Ich würde ein anderes Wort verwenden. Ich sage nicht, dass dies für unsere gesamte Gemeinschaft charakteristisch ist, aber es gibt solche Fälle, und eine schlechte Zutat kann eine ganze Speise verderben. Nicht wahr?
László Pityinger Dopeman: Es ist leichter zu zerstören als aufzubauen.
Onkel Pista Csurka sagte zu József Antall, als er seine Studie „Väter und Söhne” schrieb, wir könnten noch im Jahr 1992 sein, was zu einem Unterschied zwischen der gemäßigten und der radikalen Rechten führte… Lieber Gyula, Sie sehen mich hier an, als ob…
Gyula Mocsár: Ich höre zu.
…Sie Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg hören würden. Ja, damals waren Sie wahrscheinlich noch nicht geboren.
Gyula Mocsár: So sind meine Augen.
Ja. Und damals gab es eine große Debatte zwischen dem Ministerpräsidenten József Antall und dem beliebtesten Mann seiner Partei, István Csurka. Und István Csurka schrieb eine Studie darüber, dass die damaligen Liberalen, die SZDSZ-Anhänger, im Wesentlichen aus kommunistischen Familien stammten und dass dies über Generationen zurückverfolgt werden könne…
Gyula Mocsár: Aus kommunistischen Familien?
… ja, aus kommunistischen Familien, und das lässt sich weit zurückverfolgen, und das ganze ist dann in eine Judenfeindlichkeit abgeglitten, glaube ich, oder zumindest konnte man es so interpretieren, so wie es auch seine Gegner interpretiert haben. Und dann sagte József Antall in einem vertraulichen Gespräch zu ihm: „Pista, du hast eine fantastische Gulaschsuppe gekocht, und was du am Ende hineingeworfen hast, war ein Stück…“
László Pityinger Dopeman: Scheiße.
Ja. Und alles war ruiniert.
László Pityinger Dopeman: Ich werde dann anstelle des Herrn Ministerpräsidenten fluchen. Ich könnte mir einen tollen Job vorstellen. Wenn der Herr Ministerpräsident fluchen würde, tauche ich plötzlich auf und sage es.
Das wäre ein anstrengender und schwieriger Job.
László Pityinger Dopeman: Ich sage es nur so.
Aber zurück zum Thema. Ich sage nicht, dass das typisch für uns ist, aber einzelne Fälle können die Stimmung verderben. Ich würde es eher als Prahlerei bezeichnen. Prahlerei ist etwas Schreckliches, etwas Schlechtes und etwas Schädliches. Denn meiner Meinung nach haben die meisten Menschen kein Problem damit, dass jemand viel Moneten hat und jemand anderes weniger, denn wir leben ja in einer freien Marktwirtschaft.
László Pityinger Dopeman: Das ist eine wettbewerbsorientierte Gesellschaft.
Ja, und es gibt auch reiche Leute auf der linken Seite, niemand glaubt, dass es sie nur auf der rechten Seite gibt, ich könnte Ihnen eine ganze Reihe nennen.
László Pityinger Dopeman: Wenn es um Fragen der Oligarchie geht, frage ich immer, wie die anderen reicher werden können.
Genau! Aber das ist nicht das Wesentliche des Problems, denn wenn die Reichen die drei Regeln einhalten, dass man die Gesetze respektieren, Steuern zahlen und den Menschen Arbeit geben muss, dann kann man sich im Großen und Ganzen damit abfinden, dass es solche materiellen Ungleichheiten in der Welt gibt. Was der Ungar zu Recht nicht ertragen kann, ist die Prahlerei, wenn man ihnen unter die Nase reibt, dass ich habe …
Gyula Mocsár: Das ist das Vierte, nicht wahr?
Ja. Dass ich etwas habe, das kann er nicht ertragen. Und damit haben sie auch Recht, das widerspricht den ungarischen Neigungen und Instinkten völlig. Deshalb versuchen sie, mich in diese Lage zu bringen, dass ich Schlossbesitzer bin und solchen Unsinn, sie wollen, dass die Leute anfangen mich zu hassen. Aber ich habe ja weder ein Schloss noch lebe ich auch nicht so. Allerdings kann ich nicht von allen auf der rechten Seite sagen, dass sie das verstehen würden, und manchmal kommt es doch zu Prahlerei. Das ist das Problem!
László Pityinger Dopeman: Das ist ein Problem.
Das ist ein Problem.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Da ist Selbstreflexion gefragt.
László Pityinger Dopeman: Es geht also darum, dass dieser Teil der Elite auf sich selbst achten sollte.
Man muss sich benehmen. Man muss sich nicht allgemein benehmen, sondern in der Gemeinschaft, zu der man gehört. Der Ungar hat derzeit – wahrscheinlich ist das etwas, das weit zurückreicht und mit unserer asiatischen Herkunft zusammenhängt – bestimmte Erwartungen, beispielsweise an seine Führungskräfte. Der Ungar erwartet also von seinen Führungskräften, dass zunächst einmal jener der Führer sein soll, der der beste ist. Aber es darf niemals dazu kommen, dass der Beste bei uns oder der Beste unter uns von uns losgerissen wird.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Er erwartet also gleichzeitig, dass man der Beste ist und so ist wie er.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Das ist keine unmögliche Erwartung.
László Pityinger Dopeman: Eigentlich ist das wie in einer Eltern-Kind-Beziehung, oder?
Das ist schwer genau zu übersetzen, aber so ist der Ungar. Das ist nicht in jedem Land so.
László Pityinger Dopeman: Nein.
In Amerika ist das nicht so, in Deutschland auch nicht. Aber wenn du hier in Ungarn eine Führungsposition hast, musst du das akzeptieren. So ist es hier. So ist unser Volk. Das ist seine Erwartung. Du kannst dich nicht darüber hinwegsetzen und sagen, dass es dich nicht interessiert. Ja, so ist es. Dann ist Prahlerei, die beispielsweise in Amerika eine Tugend ist und in einigen europäischen Ländern…
László Pityinger Dopeman: Absolut, sogar.
In Ungarn ist das ein Fehler. Das geht nicht. Das muss man akzeptieren.
László Pityinger Dopeman: Ja, übertriebene Leistung ist in Amerika eine Tugend.
Die denken, wenn du etwas hast, wie sagt man so schön? „How many digits you are?” Wenn zwei Amerikaner sich treffen, fragen sie sich gegenseitig, wie viele Ziffern sie haben.
László Pityinger Dopeman: Ja. Was für eine humane Welt!
Das bedeutet, wie viele Ziffern dein Vermögen hat.
László Pityinger Dopeman: Und davon bist du abhängig.
Seven, six, ich weiß nicht, wie viele Digits, nicht wahr? Millionär, Milliardär und so weiter.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Aber unsere Welt ist nicht so. Es ist eine andere, etwas stammesartigere, orientalischere Welt, die gleichzeitig auf schreckliche Weise Freiheit fordert…
László Pityinger Dopeman: Das stimmt.
…der Ungar ist unglaublich freiheitsliebend, individualistisch, mein Haus, meine Burg, aber gleichzeitig erwartet er, dass sich alle an bestimmte Regeln halten.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Zum Beispiel sollst du mir nicht unter die Nase reiben, dass du stinkreich bist, wenn du siehst, dass ich nicht so reich bin. Das sollst du nicht tun!
László Pityinger Dopeman: Ja.
Das sind Erwartungen, die man akzeptieren muss, wenn man sich mit der Öffentlichkeit beschäftigt.
László Pityinger Dopeman: Wir haben solche Statistiken schon an der Hochschule gesehen, und ich glaube, dass das der Grund für die ganze Unruhe und Unzufriedenheit ist. Man hat mehrere Länder verglichen, um festzustellen, wie individualistisch sie sind. Und zum Beispiel achten die Deutschen und ähnliche sächsische Völker sehr darauf, dass die Wahlen sehr transparent sind, dass alles in Ordnung ist, sie achten sehr auf alle Details, wie die Regierung funktioniert, was die Regierung sagt, das wird auch umgesetzt. Die Ungarn sind eher machohaft. Also interessiert sie die Korruption eigentlich nicht wirklich, nur weil sie kein Teil von ihr sind, und außerdem sind die Wahlen viel transparenter, als die Ungarn es erwarten würden, verstehst du, aber dort ist es wichtig, dass du nicht hineinreden kannst, wann er schlafen geht, wer seine Frau ist, wohin er geht. Das sind diese individualistischen Dinge.
Wenn Sie wüssten, wie genau ich mir die Sätze zurechtlegen muss…
Pityinger László Dopeman: Ich weiß.
… auch bei der Familienunterstützung. Bei der Familienunterstützung kann ich denen helfen, die Kinder haben. Aber wenn ich das nicht richtig formuliere, versteht der Ungar das so, dass ich mich einmischen will, wie viele Kinder er haben soll, und schon hat er die Ohren zugemacht, die Fäuste geballt, zieht sein Messer und jagt mich zum Teufel. Selbst wenn man in Ungarn Gutes tut…
László Pityinger Dopeman: Das ist schwierig.
…muss man sich sehr vorsichtig ausdrücken, damit sie nicht das Gefühl haben, dass man sich in ihre Privatsphäre einmischt. So ist das. Man könnte sagen, dass es besser wäre, wenn es nicht so wäre.
László Pityinger Dopeman: Aber so ist es.
Man muss unsere eigene Art akzeptieren, so wie sie ist. So ist sie.
László Pityinger Dopeman: Das ist richtig.
Wir leben in diesem Umfeld, wir lieben diese Welt, und wenn man hier etwas erreichen will, zum Beispiel als Führungskraft, dann muss man akzeptieren, dass es so ist, wie es ist. Deshalb spreche ich vorsichtig darüber, damit alleinstehende Frauen oder Singles, die keine Kinder haben wollen, nicht denken, ich würde gegen sie sprechen oder sie seien für das Land nicht wichtig.
László Pityinger Dopeman: Natürlich.
Das ist eine sehr schwierige Aufgabe.
Gyula Mocsár: Wenn ich Sie also richtig verstehe, Herr Präsident, wird es in Ungarn keine Diktatur geben und Ungarn wird nicht…
László Pityinger Dopeman: Wie denn?
Gyula Mocsár: …in Weißrussland umbenannt werden. Das ist das, was ständig in aller Munde ist…
László Pityinger Dopeman: Davor haben sie Angst.
Gyula Mocsár: … und davor haben sie Angst, und sie fordern es fast schon aus Sehnsucht.
Aber das ist eine Angelegenheit von Pest.
Gyula Mocsár: Aber es ist sehr interessant, dass sie fast schon auf die gegenteilige Reaktion warten, um dagegen rebellieren zu können.
Das ist eine Angelegenheit der Innenstadt von Budapest. Es ist nicht meine Aufgabe, den Menschen die Augen zu öffnen, was in anderen Ländern vor sich geht. Aber wenn du dich beispielsweise in Deutschland auf Facebook oder an deinem Arbeitsplatz gegen Gender aussprichst…
László Pityinger Dopeman: Ich weiß.
… und sagst, dass du ein Anhänger des traditionellen Familienmodells bist oder dass du Migration absolut ablehnst, dann verlierst du deinen Job. Man gibt dir eine Chance, deine Meinung zu ändern, und wenn du das nicht tust, verlierst du deinen Job.
László Pityinger Dopeman: So ist es auch in Kalifornien, ja.
Ich will nur sagen, dass Ungarn im Vergleich zu dem, was in diesen Tabuthemen westlich von uns passiert, eine Insel der Freiheit ist. Wenn man also irgendwo Angst um die Freiheit haben muss, dann nicht in Ungarn, sondern in der liberalen Welt westlich von uns. Liberalismus oder das Liberale bedeutete einst Freiheit. Heute bedeutet es Einschränkung und Unterdrückung.
László Pityinger Dopeman: Genau.
Heute rebellieren wir, die wir keine Liberalen sind, wir stehen auf der Seite der Freiheit und rebellieren dagegen, während die Liberalen Kontrolle und Unterdrückung ausüben.
László Pityinger Dopeman: Und deshalb, wenn man mich fragt, warum ich den Herrn Präsidenten unterstütze, dann deshalb, weil er Rock ‘n‘ Roll ist. Auf der gedanklichen Ebene ist er also in Wirklichkeit in der Opposition. Ich lache übrigens über die Art der Kommunikation im Internet. Die schreiben mir, ich solle nach 2026 aufpassen, ich poste ein Foto, auf dem ich jogge, und das solle ich üben, weil ich dann weglaufen müsse. Aber vor wem? Und warum? Wenn sie Demokratie wollen.
Und wer sagt das?
László Pityinger Dopeman: Na jene, die Kommentare posten.
Gut, aber das bedeutet, dass sie die Diktatur sind.
László Pityinger Dopeman: Das sage ich.
Diejenigen, die sagen, dass du weglaufen musst und dass du dann fliehen kannst, sind die Diktatur, während sie uns mit solchen Dingen beschuldigen wollen.
László Pityinger Dopeman: Das sage ich.
Wer also sich darauf vorbereitet, ist selbst der Inbegriff der Diktatur. Aber ich würde das nicht ernst nehmen…
László Pityinger Dopeman: Nein…
…denn die Ungarn haben eine große Klappe.
László Pityinger Dopeman: Groß.
Und manchmal, ich komme ja aus dieser reformierten Tradition, da sagen wir gerne große Worte, aber wenn es darum geht, zu handeln, siegt dann doch die Vernunft.
László Pityinger Dopeman: Das ist auch wichtig.
Das denke ich auch. Ich denke, dass Ungarn natürlich eine Welt der Kaffeehäuser ist, es gibt viel Lärm, aber wenn es darum geht, zu handeln, dann gibt es meiner Meinung nach Maßhalten. Wir rotten uns zum Beispiel nicht gegenseitig aus. Der Bürgerkrieg ist ja keine ungarische Erfindung. Denn auch wenn wir uns gegenseitig alles Mögliche an den Kopf werfen, würden wir doch nicht den anderen umbringen oder einsperren…
László Pityinger Dopeman: Das fällt schwerer.
…das geht in Ungarn nicht.
Gyula Mocsár: Höchstens Aufstände.
Und dazu noch gegen Fremde.
Gyula Mocsár: Ja.
László Pityinger Dopeman: Auch unsere Denkweise ist sehr speziell, sehr ausgefeilt, unsere Sprache ist sakral, man kann sich der Realität damit ziemlich gut nähern.
Gerade war das MCC Feszt in Esztergom, und hier war dieser Peter Thiel, dessen Name, ich weiß nicht, wie bekannt er ist, ein Technoguru, sagen wir mal so. Er gehört zu den drei weltweit führenden Köpfen in Sachen künstliche Intelligenz und Technologieentwicklung. Er hat einen großen kalifornischen Finanzfonds, heißt Peter Thiel und ist übrigens deutscher Abstammung. Ich habe ihn vor ein paar Jahren schon mal getroffen, und jetzt konnten wir uns wieder zusammensetzen und lange reden. Und da waren noch ein paar angelsächsische Philosophen und andere interessante Leute. Es war ein netter Abend mit guten Gesprächen, ich habe viel gelernt. Und dort haben wir versucht zu erklären, wo sie hier in Esztergom sind und so weiter, und wir mussten etwas über die ungarische Sprache sagen. Und als sie zum Beispiel anstoßen wollten, fragten sie uns, wie man „prosit” auf Ungarisch sagt. Wir sagten ihnen „egészségére”. Aber was bedeutet das? Und dann haben wir versucht, es zu übersetzen, denn „egészségére” bedeutet im Ungarischen nicht „sei gesund”, das ist nicht „health” auf Englisch.
László Dopinger Dopeman: Nein.
Sondern das Ganze.
László Dopinger Dopeman: Das Ganze, das Abgrundete.
Gyula Mocsár: Wholeness.
Ich würde es vielleicht mit „Wholeness” übersetzen.
László Pityinger Dopeman: So ist die Welt schön.
Wholeness, vielleicht. Und ich sagte, dass es das bedeutet. Und dann stellte sich heraus, dass es in ihrer Sprache nur wenig Ähnliches gibt, und dann fingen wir an, es zu sagen. Nun, wenn ich von „wife” spreche, weiß ich nicht, ob es im Englischen eine Bedeutung hat, aber im Ungarischen bedeutet es „feleség” (Ehefrau). Das bedeutet etymologisch „die Hälfte”, also dass sie meine Hälfte ist. Meine andere Hälfte.
László Pityinger Dopeman: Ja, genau.
Oder bei einem Bruder. Das ist auf Ungarisch nicht „Bruder”, sondern „testvér”, das bedeutet, dass er aus meinem Blut ist, und die ungarische Sprache ist voll davon. Wir wissen gar nicht, in wie reichhaltigen Bildern wir sprechen.
László Pityinger Dopeman: Wunderschön.
….und das regt den Geist an, ohne dass wir es merken. Das Denken in Bildern erfordert ständige Identifizierung und Wiedererkennung. Der Geist ist in Bewegung, der Geist eines Ungarn ist aufgrund der Sprache ständig in Bewegung, und in Berufen, in denen man einen frischen Geist braucht, sind wir auch gut.
László Pityinger Dopeman: Deshalb kommt die Union mit uns nicht klar.
Ja, genau deshalb. Mein Gehirn arbeitet auf jeden Fall schneller als das ihre. Da können wir sicher sein.
László Pityinger Dopeman: Ja, und weil es Ihrer Gesundheit gut tut, kann ich das noch weiter ausbauen, denn, meine Dame, Ihrer Gesundheit zuliebe trinke ich auf Ihnen ganzen Hintern (auf ungarisch reimendes Wortspiel: Hölgyem, egészségére, iszom az egész seggére!) Das gehört auch dazu.
Das ist die Version aus dem achten Bezirk.
László Pityinger Dopeman: Ja, die Achte-Bezirk-Version. Aber irgendwann einmal, ich weiß, dass Sie nicht mit Péter Magyar diskutieren wollen, aber ich würde das wirklich gerne sehen.
Agitieren Sie mich nicht, László, nicht zu sowas!
László Pityinger Dopeman: Ich sage es, weil ich als Außenstehender sehe, dass es sich in vielerlei Hinsicht um eine Rebellion von Teenagern in Anführungszeichen handelt, und das wäre sehr spannend.
Ja, das wäre spannend und wäre auch als Bühnenproduktion nicht schlecht.
László Pityinger Dopeman: Nein.
Gyula Mocsár: In Felcsút, mitten auf dem Spielfeld.
Aber das ist nicht das Problem. Es gibt zwei Probleme, die das unmöglich machen. Das erste ist, dass wir hier ja über einen bezahlten Menschen sprechen.
László Pityinger Dopeman: Gut, das steht im Übrigen außer Frage.
Ein bezahlter Mensch. Ich diskutiere grundsätzlich nicht mit bezahlten Leuten: Das ist das Erste. Andererseits, wenn ich schon mit dieser Welt diskutieren muss, dann diskutiere ich mit denen, die ihn bezahlen. Das sind Ursula von der Leyen und Herr Weber, nicht ihre Marionette in Ungarn. Wenn wir nicht wollen, dass die ungarische Politik lächerlich wird, dürfen wir niemals mit Marionetten diskutieren, das ist wichtig, denn am Ende machen wir sie noch zu ernsten Personen. Zweitens gibt es auch eine situative Schwierigkeit. Was soll ich jetzt mit dieser Situation anfangen, dass dieser Mann noch vor anderthalb Jahren…
László Pityinger Dopeman: applaudiert hat.
…bei jeder meiner Reden in der ersten Reihe saß, ja sogar darauf bestand, dort zu sitzen, dort applaudierte…
László Pityinger Dopeman: Er tanzte…
…jubelte.
László Pityinger Dopeman: Und freute sich…
Und wahrscheinlich nicht über mich, denn – wie soll ich sagen? – wahrscheinlich erreiche ich ästhetisch nicht das Niveau, um an sich solche Reaktionen auszulösen, okay, aber wahrscheinlich verursachte dies das, was ich gesagt habe. Aber ich stehe auch heute noch zu dem, was ich damals gesagt habe. Jetzt beschimpft er ständig das, was er früher beklatscht, bejubelt und begrüßt hat. Mit einer solchen Situation kann man nichts anfangen. Es handelt sich ganz einfach nicht um eine Diskussionssituation, sondern nur um einen Streit und ein Gerangel, aus dem nichts Gutes hervorgehen wird. Bleiben wir also dabei, dass wir uns nicht mit bezahlten Leuten streiten, mit den Auftraggebern natürlich schon, und das tue ich auch jeden Monat.
László Pityinger Dopeman: Dann werde ich mich mit ihm streiten. Ich biete mich gerne an.
Das wird auch kein gutes Ende nehmen.
Gyula Mocsár: Wir können ihm anbieten, dass er auf dem gleichen Sessel sitzen kann wie der Ministerpräsident.
Ja. Wenn ich weg bin.
Pityinger László Dopeman: Wenn Sie weg sind. Dann kann er sehen, wie sich das anfühlt.
Gyula Mocsár: Ja, zeitlich woanders.
László Pityinger Dopeman: Was wird übrigens aus dem Krieg? Gibt es irgendetwas in dieser Hinsicht, irgendwelche Informationen, Sie wissen natürlich viel mehr als…
Nein, hier gibt es ein Problem, glaube ich. Ich habe nur schlechte Nachrichten. Im Moment habe ich nur schlechte Nachrichten, das ist die Wahrheit. Der einzige Grund für Optimismus ist, dass die Amerikaner bereits klar erkennen, dass dies zu großen Problemen führen kann. Das kann zu großen Problemen führen, und die Amerikaner, die normalerweise nicht gerade für ihren gesunden Menschenverstand bekannt sind, bei demokratischen oder liberalen Regierungen war eher eine solche Weltverbesserungsmentalität, Belehrung typisch, jetzt ist das in Amerika nicht der Fall, sondern es herrscht gesunder Menschenverstand in der Regierung, und sie sagen, dass das zu Problemen führen kann. Also müssen wir das so schnell wie möglich stoppen. Das ist das Einzige, was Anlass zu Optimismus gibt. Die Europäer? Das ist eine Tragödie! Ich war vor einem Jahr bei Selenskyj und auch bei Putin.
László Pityinger Dopeman: Wie ist Selenskyj eigentlich so?
Das werde ich Ihnen gleich sagen, soweit ich darüber sprechen darf. Dann war ich auch beim chinesischen Staatschef, bei Präsident Xi und beim designierten US-Präsidenten. Diese Runde habe ich absolviert.
László Pityinger Dopeman: Das weiß ich, wir haben es verfolgt.
Denn damals wurden wir turnusmäßiger Präsident der Europäischen Union, und was könnte für Europa wichtiger sein als Frieden? Das habe ich in den ersten zwei Wochen als Erstes erledigt. Nun, der Ukrainer hat mich nicht gerade hinausgeworfen, da war er schon höflicher, aber im Grunde war es, als hätte ich gegen eine Wand geredet. Ich habe ihm erklärt, dass er verstehen muss, dass die Zeit auf der Seite der Russen ist.
László Pityinger Dopeman: Absolut!
Wir sitzen jetzt hier, habe ich vor einem Jahr gesagt, wenn wir in einem Jahr hier sitzen werden, so wie ich jetzt nicht dort sitze, dann wird die Lage für dich, Wolodymyr, viel schlimmer sein als jetzt. Und wenn du weißt, dass es schlimmer werden wird, als es jetzt ist, dann lass dir helfen, von der Europäischen Union oder von mir persönlich. Dann nimm die Hilfe anderer in Anspruch, denn du wirst dich und dein ganzes Land immer tiefer hineinreiten, wie ein Wagenrad, das sich festgefahren hat. Ich denke also, dass Frieden oder zumindest ein Waffenstillstand in Deinem Interesse wäre. Aber er lehnte alles ab. Die Russen waren einfacher. Sie sagten: „Ich verstehe Sie, Herr Ministerpräsident“, sagte der russische Präsident, „aber wir sind dabei, zu siegen!“
László Pityinger Dopeman: Ja. In so einem Moment ist es schwer, aufzuhören.
Ich hatte auch Argumente dafür, aber ich bin nicht zu ihnen durchgedrungen, weil ich sagte, dass der Krieg vielleicht gewonnen ist, aber auch der Frieden gewonnen werden muss.
László Pityinger Dopeman: Ja, man muss ihn dann auch aufrechterhalten.
Auch die Nachkriegszeit muss gewonnen werden, und wer dabei ist, zu gewinnen, kann auch darüber nachdenken, wie er den Frieden gewinnen kann. Darüber hatte ich ein langes, fast philosophisches Gespräch mit dem russischen Präsidenten, aber offensichtlich haben sich die Ereignisse nicht in Richtung Frieden entwickelt, obwohl er später übrigens eine Weihnachtswaffenstillstand nicht ausgeschlossen hätte. Aber das ist nicht das größte Problem. Denn wenn die Westmächte die Ukrainer nicht mit Geld und Waffen unterstützen würden, müsste die Ukraine auf jeden Fall Frieden schließen, und zwar sehr schnell. Das Problem ist, dass die Europäer Krieg wollen. Viele europäische Politiker sind der Meinung, und sagen dies auch in Gesprächen, dass es gut für die Welt und gut für Europa sei, wenn wir den Russen auf ukrainischem Gebiet einen vernichtenden Schlag in Form des aktuellen Krieges versetzen. Und sie sagen, dass Russland besiegt werden muss. Sie verwenden genau dieses Wort: Russland muss besiegt werden. Einige gehen sogar noch weiter, Biden zum Beispiel ist noch weiter gegangen. Er sagte, Putin müsse gestürzt werden. Die eine Hälfte der Europäer sagt also Frieden. Das sagen Fico, ich selbst und der Vatikan.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Das ist jetzt ungefähr der Stand der Dinge.
László Pityinger Dopeman: Das wäre die gesunde Sichtweise.
Ja. Es gibt andere, die sagen, nein, Krieg, besiegen wir die Russen auf ukrainischem Gebiet. Es gibt eine dritte Gruppe, die sagt, ja, und diesen Sieg, die Niederlage Russlands, nutzen wir, um einen Regimewechsel in Moskau herbeizuführen. Nun, das ist dann Fantasiewelt. Wenn jemand Moskau kennt…
László Pityinger Dopeman: Absolut!
… und weiß, wer dort ist und was man ändern könnte, dann kann ich sagen, dass ich heute dort nur eine für Europa schlechtere Version kenne als die derzeitige Machtstruktur oder die derzeitigen Führer, Klammer zu. Das Problem ist also heute, dass wir, die wir physisch am unmittelbarsten vom Krieg betroffen sind, hier geografisch gesehen, mit Ausnahme von Ungarn und der Slowakei, ich spreche jetzt von der EU, denn sogar die Serben könnten vielleicht dazu gezählt werden, aber sie sind kein EU-Mitgliedstaat, also wollen sie keinen Frieden, das ist die Wahrheit. Deshalb ist die Lage schwierig.
László Pityinger Dopeman: Es kann doch nicht sein, dass es so etwas gibt, das ist nur meine Interpretation, mein Filter, aber ich hatte den Gedanken, dass je länger dieser Krieg dauert, desto mehr wird die Ukraine zerfallen, und dann wird sie natürlich der Verlierer dieser Geschichte sein, und das ist für viele auch eine Geschäftsmöglichkeit, für den Wiederaufbau, und die Führung der Europäischen Union, als Trump an die Macht kam, wurde verdrängt, Biden, solange er seine Arbeit gemacht hat, sind sie ihm gefolgt, solange hatten sie einen Platz am Tisch. Und könnte es nicht sein, dass sie wegen des Krieges versuchen, wieder an den Tisch zurückzukehren, um diese Chance zu nutzen, die Ukraine zu erneuern?
Ich denke, László, dass es wie bei jedem solchen Kriegskonflikt mehrere verschiedene Gruppen gibt, die aus unterschiedlichen Gründen, aber gleichermaßen am Krieg interessiert sind. Man darf nur nicht denken, dass es sich um eine einzige Gruppe handelt, die alle dieselben Interessen verfolgt. Das ist viel differenzierter und komplexer. Es gibt eine Gruppe, die der Meinung ist, dass sie – und das ist eine Tatsache – bereits enorme Investitionen und Vermögen in der Ukraine hat…
László Pityinger Dopeman: Sicher.
… und sie wollen das behalten, ja sogar profitabel machen. Ich habe mehrere Artikel dazu auf Mandiner gesehen, sowohl online als auch offline, in denen detailliert aufgelistet war, wer derzeit die größten Eigentümer sind. Da sind dann die Amerikaner und die Araber, denn es gibt auch französische und deutsche Unternehmen, die, entschuldigen Sie bitte, bis zum Hals darin stecken…
László Pityinger Dopeman: In der Landwirtschaft, in allem.
…in der ukrainischen Wirtschaft. Es gibt also eine solche Gruppe. Dann gibt es eine Gruppe, die Führer der Union, die in Brüssel sitzen, die Brüsseler Bürokraten.
László Pityinger Dopeman: Die SMS-Bande.
Ja. Die denken auf die Weise, dass jede Krise dazu da ist, um föderale, also die Kompetenzen der Mitgliedstaaten einschränkende, die Macht der Zentrale stärkende und zentralisierende Veränderungen zu erreichen. Es ist doch interessant, dass alle Krisen der letzten fünfzehn Jahre, die Finanzkrise, die Migrationskrise, dann die COVID-Krise und jetzt der Krieg, letztendlich dazu geführt haben, dass Brüssel den Mitgliedstaaten Kompetenzen entzogen hat. Der Masterplan Brüssels ist also die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa, sie haben einen solchen Plan im Kopf.
László Pityinger Dopeman: Ja, ich weiß, Reichsaufbau.
Ein nützliches Instrument dabei ist der Krieg, und ich sehe das auch, weil sie versuchen, uns immer mehr Befugnisse zu entziehen. Jetzt geht es um die Energieversorgung, wo wir Gas und Öl kaufen dürfen und wo nicht, dann um die Waffenproduktion, die Rüstungsindustrie, die Kreditvergabe, die damit zusammenhängt, das kommt alles von der Zentrale. Es gibt also auch eine Machtgruppe, die den Krieg zur Zentralisierung nutzt. Die Sache ist also nicht einheitlich, sondern mehrere sehr mächtige Gruppen sind gleichzeitig daran interessiert, dass der Krieg weitergeht. Was folgt daraus? Wir müssen immer mehr Gruppen finden, die ein Interesse daran haben, dass der Krieg beendet wird. Die Amerikaner sind meiner Meinung nach z.B. so eine Gruppe. Deshalb sollten wir eine möglichst enge Zusammenarbeit mit den Amerikanern aufbauen. Das war nicht immer so und wird auch nicht immer so sein, aber im Moment ist es so.
László Pityinger Dopeman: Das Problem ist, dass wir kaum noch Zeit haben, obwohl wir noch so viel zu besprechen hätten, aber was die Vision des Herrn Ministerpräsidenten angeht, so ist das wiederum meine Vorstellung oder Sichtweise, basierend auf seinem Handeln und Tun, und ich bin gespannt, inwieweit das übereinstimmt. Ich sehe also, dass der Herr Ministerpräsident ein Vertreter einer historischen Linie ist, die sich durch die gesamte ungarische Geschichte zieht. Es gibt also genau zwei Linien. Es gibt diejenigen, die souverän denken und dadurch mehr Einfluss auf das Schicksal des Landes nehmen wollen, seine Möglichkeiten nutzen wollen und natürlich mit dem jeweiligen Deutsch-Römischen Reich zusammenarbeiten müssen, aber sich mehr Freiraum wünschen und ihre Positionen und Strategien besser definieren wollen. Und dann gibt es das sogenannte westliche Denken – in Anführungszeichen – , das sagt, dass man diese Art des Funktionierens vollständig übernimmt und seine eigene Geschichte aufgibt. Und ich sehe darin, dass hier die Sprache und das Denken geschützt werden, und ich sehe auch, dass es zwar nicht möglich ist, das Gebiet des alten Ungarn in naher Zukunft zurückzugewinnen, aber dieses Kraftfeld ein Konkurrent zum westlichen Kraftfeld sein kann, und dass hier zum Beispiel Paks2, wenn es gebaut wird, oder gerade diese Eisenbahnlinie Budapest–Belgrad, die ja eine Verlängerung der Seidenstraße ist, oder wenn Paks2 kommt, dann versorgen wir eigentlich ganz Europa mit Strom. Darum geht es also bei dieser ganzen Auseinandersetzung mit Brüssel, wenn wir genauer hinschauen, dass es ihnen nicht gefällt, dass wir in dieser Wettbewerbssituation unser eigenes Kraftgebiet aufbauen wollen. Es handelt sich also nicht um einen Krieg oder so etwas, nur um hier Einfluss auf das Schicksal zu nehmen.
Ich bin ein Kind vom Dorf, daher habe ich in meiner Kindheit viel beobachtet, was…
Pityinger László Dopeman: Ewiger Student, haben Sie gesagt, das hat mir gefallen.
…in die Politik eingeflossen ist. Und ich habe in meiner Kindheit beobachtet, wie es mit den großen Bäumen ist. Wenn es viele große Bäume gibt, werfen sie immer Schatten, aber es bleibt immer ein Platz, wo doch Sträucher, kleinere Pflanzen oder sogar Blumen wachsen können. Aber wenn es nur einen Baum gibt, der Schatten wirft, wächst dort nichts. Damit will ich sagen, dass, wenn viele Großmächte daran interessiert sind, dass Ungarn erfolgreich ist, und ich viele davon einbeziehen kann, dann hat Ungarn zwischen den vielen großen Bäumen mehr Platz, um zu manövrieren und seine eigenen Interessen zu verfolgen, als wenn wir uns in den Schatten eines einzigen großen Baumes zurückziehen würden. Das ist meine Beobachtung aus meiner Kindheit, und ich glaube, dass das auch in der Politik gilt.
László Pityinger Dopeman: Das Leben ist Politik, und Politik ist das Leben.
Deshalb finde ich es gut, dass die Seidenstraße hier in Ungarn endet…
László Pityinger Dopeman: Aber natürlich!
… mit Budapest und Belgrad kommt sie hierher. Es ist gut, dass die Chinesen hier sind und uns bei der sehr schwierigen technologischen Frage der Elektromobilität und der Speicherung der erzeugten Sonnenenergie helfen, wo sie die Besten der Welt sind, dass sie hierherkommen. Im Allgemeinen brauchen die Ungarn von allem das Beste, wenn es aus Amerika kommt, dann aus Amerika, wenn es aus China kommt, dann aus China, wenn es aus Russland kommt, dann aus Russland.
László Pityinger Dopeman: Natürlich.
Warum sollten wir zweit- oder drittklassige Produkte importieren, wenn wir die besten bekommen können? Ich bin also der Meinung, dass wir von vornherein der ungarischen Tradition folgen sollten, die sich nicht dazu verdingen will, jemandes Diener oder Waffenträger zu sein, sondern nach Möglichkeiten sucht, wie sie die ungarischen Interessen am besten durch eine Erweiterung des Handlungsspielraums durchsetzen kann.
László Pityinger Dopeman: Als gleichberechtigter Partner.
Nun, ich habe immer ein Problem mit den ungarischen Anhängern des westlichen Denkens. Ich mag diese Richtung eigentlich, es gibt viele kluge Köpfe unter ihnen.
László Pityinger Dopeman: Absolut!
Aber mit den modernen Anhängern des Westens habe ich das Problem, dass ich irgendwie, besonders bei der älteren Generation, sehe, dass sie früher die Kommunisten waren. Das waren also diejenigen, die früher gesagt haben, Moskau ist gut. Jetzt sagen sie, der Westen ist gut. Ich vertraue diesen Typen also nicht. Also diejenigen, denen es nicht wichtig ist, ob Ost oder West, sondern die offenbar nach einem Wirtskörper suchen, an den sie sich anhängen oder unter den sie sich einordnen können, um ihre eigene Machtposition in Ungarn auszubauen. Was folgt daraus? Das, was bei Péter Magyar und am Tisza auch passiert ist: Früher oder später werden sie sich billig kaufen lassen.
László Pityinger Dopeman: Natürlich.
Wenn du deine Politik auf sie aufbaust, werden sie dich billig kaufen. Sie werden dir dann helfen, aber du musst dafür bezahlen. Und womit bezahlst du? Du bezahlst in Ungarn mit Entscheidungen, die nicht den Interessen der Ungarn dienen, sondern denen deiner Auftraggeber. Deshalb darf man niemals für bezahlte Marionetten stimmen, denn vielleicht durchschauen die Ungarn diesen komplizierten Zusammenhang so nicht, aber wenn man das Schicksal des Landes bezahlten Leuten anvertraut, bedeutet das, dass die Ungarn dabei schlecht wegkommen. Und das ist auch die entscheidende Frage in der aktuellen Situation: Stehen die Menschen des Landes an der Spitze des Landes oder stehen die Leute aus Brüssel an der Spitze des Landes? Natürlich schmieren sie allen Honig ums Maul, dass es EU-Gelder geben wird, auf diese und jene und eine dritte Weise.
László Pityinger Dopeman: Tatsächlich: Was ist eigentlich mit den EU-Geldern?
Ja, es gibt Honig ums Maul, aber wenn die Ungarn diesen Trick schlucken, wird ihnen am Ende auch der Honigtopf weggenommen. Man kann vielleicht den Honig ablecken, aber dass die Westler den Topf mitnehmen, ist so sicher, wie ich hier sitze. Sie werden uns um alles bringen, was wir haben.
László Pityinger Dopeman: Ich sehe die Welt übrigens in Bezug auf Ost und West so, dass ich, wenn ich weit genug nach Osten gehe, im Westen ankomme. Wenn ich weit genug nach Westen gehe, komme ich im Osten an. Die Welt ist also ein Ganzes. Wenn jemand nur einen Teil davon beobachtet oder seinen Blick nur in eine bestimmte Richtung lenkt und nur das sieht, verliert er Möglichkeiten.
Und, László, was Sie jetzt sagen, ist die wichtigste philosophische Frage, vor der die Welt steht.
László Pityinger Dopeman: Ja.
Lassen wir die Welt jetzt beiseite und verlassen wir Ungarn für einen Moment.
László Pityinger Dopeman: Natürlich.
Wie organisiert sich die Welt selbst? Als zwei Hälften oder als ein Ganzes?
László Pityinger Dopeman: Ja. Man darf das Ganze nicht aufteilen.
Teilt man sie wieder in zwei Blöcke auf oder als Ganzes, und werden wir zusammenarbeiten?
László Pityinger Dopeman: Was ein Organ, eine Organisation ist.
Meiner Meinung nach ist es immer in unserem Interesse, uns die Welt als Ganzes vorzustellen, sich in ihr bewegen zu können und in ihr nach Möglichkeiten zu suchen.
László Pityinger Dopeman: Auf Ihre Gesundheit! (ung. Egészségére! im Sinne von Wholeness)
Ja. Auf Ihre Gesundheit! Egészségére! Und dass wir nicht in einen Block gezwängt werden. Aber das ist auch die wichtigste philosophische Frage für die Welt: Wie kann es mehr Frieden, Wohlstand und Glück auf der Welt geben, wenn wir sie als Einheit betrachten und zulassen, dass sich die Weltpolitik so organisiert, oder wenn sie in Blöcke zerfällt?
László Pityinger Dopeman: Es ist sicher schlimmer. Leider sind wir am Ende angelangt.
Über die EU-Gelder das nächste Mal.
László Pityinger Dopeman: Gut, aber es gibt eine Sache, die ich sehr gerne hätte, Herr Ministerpräsident. Bitte öffnen Sie das! Ich hatte eine Brand. Ich habe so viele T-Shirts davon verkauft, dass es sensationell ist, aber ein paar sind noch übrig, und ich würde mir wünschen, dass der Ministerpräsident sie signiert, damit ich sie versteigern kann. Sie sind darauf abgebildet, als Don Veto und Vater.
Haben Sie solche verkauft?
László Pityinger Dopeman: Unzählige. Und wenn Sie sie signieren, werde ich sie versteigern, und den Erlös werde ich einer Stiftung für schwerbehinderte Kinder, der Stiftung „Gondoskodás Gyermekeinkért” (Fürsorge für unsere Kinder) und der Stiftung „Gyermekétkeztetési Alapítvány” (Kinderernährungsstiftung) spenden.
Gyula, helfen Sie mir mal, ziehen Sie hier bitte das Ende. Hier, auf meine Brust.
László Dopeman: Gut!
Hierhin!
László Dopeman: Das sagt Majka in letzter Zeit, der Arme.
Ja, Verzeihung, das stimmt. Das ist eine andere Sendung.
Gyula Mocsár: Und mit Gold, wunderschön.
Und die Leute sind bereit, dafür Geld zu bezahlen?
László Pityinger, Dopeman: Absolut, sie lieben es.
Wenn es einem guten Zweck dient, warum auch nicht?
László Pityinger, Dopeman: Als ich mir Don Veto ausgedacht habe, waren alle begeistert. Das ist eine mächtige Waffe.
Natürlich! Nicht umsonst wollen sie mir das aus der Hand nehmen.
László Pityinger Dopeman: Natürlich, ich weiß. Das ist die Grundlage des Reichsaufbaus, die Möglichkeit zu nehmen.
Don Veto.
László Pityinger Dopeman: Cool! Das geht also für einen guten Zweck, und dann wird in dieser Angelegenheit…
Ich habe etwas gegeben und ein Buch bekommen. Vielen Dank, dass ich hier sein durfte.
Gyula Mocsár: Vielen Dank!
László Pityinger Dopeman: Und ich schenke Ihnen auch noch eine Tasse. Da sind Sie auch drauf.
Okay.
Gyula Mocsár: So muss man sich das Spiel aus der Küche anschauen, mit dieser Tasse in der Hand.
Auf diesem Bild sieht mein Gesicht nicht besonders freundlich aus.
László Pityinger Dopeman: Na, so lausbubenhaft. Aber gut.
Gyula Mocsár: Hier wurde gerade das EU-Geld weggenommen.
Ja, oder wir haben ein Tor kassiert.
Gyula Mocsár: Oder das andere ist auch möglich.
László Pityinger Dopeman: Ja. Ich mache auch noch ein lächelndes. Vielen Dank!
Ich danke Ihnen auch für die Einladung.
László Pityinger Dopeman: Ich hoffe, wir wiederholen das. Wir haben auch eine Show mit Sanyi Bárdosi.
Tatsächlich!
László Pityinger Dopeman: Der Barbár Shop beginnt jetzt, er läuft den ganzen Herbst, wenn wir Sie eventuell auch dort als Gast begrüßen dürfen, dann…
Ich bin ein großer Bewunderer von Bárdosi, weil es in seiner Familie Ringer gab.
László Pityinger Dopeman: Ja, sein Bruder.
Ja. Und ich weiß, was für eine gewaltige Arbeit das ist.
László Pityinger Dopeman: Gut, wenn wir das irgendwann mal verwirklichen können, werde ich die Gelegenheit zur Sprache bringen
Vielen Dank!
Gyula Mocsár: Darf ich die Gelegenheit für eine letzte Frage nutzen? Heute ist der zweite Jahrestag mit meiner Freundin, und ich werde wahrscheinlich zu Hause das Video schneiden. Wenn Sie also vielleicht eine Grußbotschaft senden könnten, eine Art Exklusiv…
László Pityinger Dopeman: Zerpflücken Sie sie nicht wie ein Adler einen Spatz.
Gyula Mocsár: Sára Butora, so heißt sie.
Auch ohne Sie zu kennen, liebe Sára, kann ich Ihnen sagen, dass Gyula hier neben mir sitzt und heute Abend entschuldigt ist, ich bin der Grund dafür, entschuldigen Sie bitte!
Gyula Mocsár: Vielen Dank!
László Pityinger Dopeman: Vielen Dank! Das war ein Erlebnis. Super!
More news