János Lázár: Die Begeisterung ist großartig, aber bitte lassen Sie auch Zeit für Fragen. Nehmt Platz, beruhigt Euch, bewahrt Ihr alle Eure Gelassenheit, wie es bei den Lázár-Infos üblich ist. Herr Präsident, ich muss Dir sagen, dass wir mit den Fragen begonnen haben, bevor Du gekommen bist. Die erste Frage lautete, warum es sich nach 16 Jahren Regierungszeit im Jahr 2026 lohnen soll, für uns, die Fidesz, zu stimmen. Ich habe etwas gesagt, aber Du musst etwas Besseres sagen. Du hast eine Minute Zeit für Deine Antwort. Eine Minute für die Frage, eine Minute für die Antwort. Viktor Orbán!
Guten Tag allerseits! Wenn ich das richtig verstehe, dann eine Frage, eine Antwort, eine Minute.
János Lázár: Genauso ist es!
Und gibt es vielleicht keine Begünstigung? So wird es schwierig.
János Lázár: Man kann mit mir sprechen, man kann mit mir sprechen…
Nun, aber jetzt doch…
János Lázár: Ich werde Bescheid sagen, ich werde Bescheid sagen. Ich werde streng sein, damit möglichst viele Fragen stellen können. Dort warten schon alle mit Fragen, sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite.
Ja, aber kann ich jetzt länger sprechen oder nicht?
János Lázár: Nein. Also bitte sprich darüber, warum die Menschen nach fünfzehn Jahren für uns stimmen sollten.
Wenn ich nicht lange sprechen darf, dann beginne ich mich wie zu Hause zu fühlen. Das wird gut! Stellen wir die Frage doch umgekehrt: Was wäre, wenn es Fidesz nicht gäbe? Wenn es keinen Fidesz gibt, dann gibt es Krieg. Wenn es keinen Fidesz, keine Fidesz-KDNP gibt, dann gibt es Migranten, sehr viele. Wenn es keinen Fidesz gibt, gibt es keine eine Million Arbeitsplätze. Wenn es keinen Fidesz gibt, würden heute 200.000 ungarische Kinder in unserem Leben fehlen. Wenn es keinen Fidesz gibt, gibt es keine sichere Altersvorsorge. Wenn es keinen Fidesz gibt, gibt es keine Steuervergünstigungen für Kinder, wenn es keinen Fidesz gibt, gibt es keine erste Wohnung für junge Menschen, das heißt, um innerhalb der einen Minute zu bleiben, János, wenn es keinen Fidesz gibt, gibt es keine Party.
János Lázár: Ausgezeichnete Antwort! Herr Präsident, die Wahrheit ist, Du kennst mich gut, manchmal kommt der kleine Teufel in mir zum Vorschein, ich möchte Dich noch etwas fragen. Du bist seit vierzig Jahren in der Politik. Du machst das seit vierzig Jahren, nicht wahr?
Nun…
János Lázár: Wann in den achtziger Jahren hast Du angefangen?
Es gibt unterschiedliche Schätzungen, ja, mindestens 40.
János Lázár: Du bist seit mindestens 40 Jahren in der Politik. Du hast sehr viele Wahlen gewonnen, seit 20 Jahren bist du langsam an der Macht. Warum sollte irgendjemand für dich stimmen?
Für mich?
János Lázár: Ja. Warum sollte jemand nach so langer Zeit noch für Viktor Orbán stimmen? 40 Jahre sind vergangen, Du regierst seit 20 Jahren, warum sollten die Menschen für Dich persönlich stimmen?
Ja, aber werden sie für mich stimmen? Geht es nicht vielmehr darum, dass wir eine fantastische Gemeinschaft haben? Und dass wir immer den Führer hervorbringen können, den wir gerade brauchen? Es ist nicht meine Aufgabe, für andere zu werben, aber wenn wir eine zuverlässige, bedächtige und ruhige Regierung wollen, dann bitten wir János Áder, diese Aufgabe zu übernehmen.
János Lázár: Sie haben gerade erlebt, wie das sein wird.
Die Sache ist die, dass János Áder laut meiner Frau zu Hause der „Vorzeigevater” ist, also sollte ich das auch alles so tun wie er, aber lassen wir das jetzt mal beiseite. Aber wenn wir davon genug haben und etwas Abenteuerliches oder Neues wollen, dann bitten wir János. János, bitte, bring Bewegung in die stehenden Gewässer!
János Lázár: Gut, aber nein, nein, nein… Langsam, langsam! Bleiben wir bei Dir, bleiben wir bei Dir.
Oder wenn wir zum Beispiel der Meinung sind, dass es am wichtigsten ist, dass unsere Finanzen in Ordnung sind, dass wir uns in selbst einer so sicheren Lage befinden sollen, dass wir ruhig schlafen können und mit den Büchern alles in Ordnung ist, dann bitten wir Mihály Varga, aus der Nationalbank zu kommen und das zu erledigen. Das Wichtigste ist also, dass wir eine Gemeinschaft sind, die immer solche Führungskräfte hervorbringen und an die Spitze stellen kann, die wir, die Ungarn, das Land, die Heimat brauchen. Das ist unsere größte Stärke. Nun, um mich nicht zu verstecken…
János Lázár: Wir bitten Dich darum.
… während ich sprach, habe ich darüber nachgedacht, was die richtige Antwort ist. Ich habe drei gefunden.
János Lázár: Du kannst drei nennen?
Ich kann drei nennen, ja, zu meiner Verteidigung. Erstens bin ich ein Mensch vom Land, ein Dorfbewohner. Und wenn man die Wahl hat, sollte man sich für seinesgleichen entscheiden, das empfehle ich. Zweitens bin ich im besten Alter. Es stimmt, ich habe festgestellt, dass ich seit dreißig Jahren ununterbrochen im besten Alter bin, aber das zählt trotzdem.
János Lázár: Das haben wir immer gesagt.
Und es gibt noch eine dritte Sache, nämlich dass ich, obwohl ich das vielleicht nie zugegeben habe, zumindest nicht vor so großem Publikum, nicht vorhatte, eine Regierung zusammenzustellen und zu führen, die gut regieren würde. Das kann auch jemand anderes machen. Was ich heimlich vorhatte, ist etwas anderes. Ich habe mich dazu verpflichtet, das Schicksal der Ungarn zu ändern, das Schicksal, das andere für uns vorgesehen haben. Nach dem Ersten Weltkrieg war für uns vorgesehen, dass wir klein und arm sein sollten, und ich möchte, dass die Ungarn groß und reich sind. Und damit bin ich noch nicht fertig.
János Lázár: Weiter so!
Damit bin ich noch nicht fertig!
János Lázár: Vielen Dank! Vielen Dank, Herr Präsident! Nun folgt die zweite Frage. Wir danken István für seine Frage. Rechts von mir! Bitte sehr!
Ádám Varga: Ich bin Ádám Varga aus Csongrád. Das ist eine kleine Stadt, eine Dreiviertelstunde von hier entfernt, direkt am Ufer der Theiß, aber nicht auf der Seite der Tisza.
János Lázár: Ein wichtiger Unterschied!
Ádám Varga: Und wir haben eine Brücke über die Theiß. Wir nennen sie einfach Holzbrücke, sie ist tatsächlich aus Holz.
János Lázár: Eine Pontonbrücke.
Ádám Varga: Ja, eine Pontonbrücke. Und wir haben Angst, dass wir eines Tages in die Theiß stürzen, obwohl die Theiß sehr gefährlich ist, vor allem heutzutage.
János Lázár: Das Land denkt genauso, und alle, die hier sitzen, auch.
Ádám Varga: Und ich wollte fragen, ob es eine Chance gibt, dass wir eine neue Brücke bekommen?
János Lázár: Eine einfache Frage. Eine provisorische Brücke nördlich des Strandes, nördlich der Körös-Mündung, die Du gut kennst und die ständig von den Menschen genutzt wird, aber tatsächlich nur schwerlich belastbar ist. Wenn es einen guten Verkehrsminister gäbe, wäre sie schon fertig.
Nun, eben.
János Lázár: Das ist die einfachere Antwort.
Darf ich vielleicht etwas sagen?
János Lázár: Natürlich! Das Wort hat der Herr Präsident. Vielen Dank für die Frage, Ádám!
Meine Einschätzung ist also, dass wir, wenn wir über die Tisza sprechen, wir nicht über die Tisza sprechen, die Gefahr ist nicht die Tisza. Die Gefahr heißt Brüssel. Nur heißen die Beauftragten Brüssels in Ungarn gerade Tisza. Täuschen Sie sich nicht, wir müssen nicht gegen die Tisza kämpfen, wir müssen nicht sie besiegen. Wir müssen Brüssel besiegen und verhindern, dass Ungarn auf den Weg vor 2010 zurückgeworfen wird, als in diesem Land immer das geschah, was Brüssel wollte, und niemals das, was für das ungarische Volk gut war. Das ist die Gefahr, die es zu verhindern gilt.
János Lázár: Gut, aber hier gibt es viele Fragen. Die Einwohner von Szeged möchten eine neue Brücke, ebenso wie die Einwohner von Csongrád, und es geht um eine konkrete Brücke, nicht nur im übertragenen Sinne. Wir sind die Partei, wir sind die Regierung, die immer Brücken baut, wir haben eine Brücke über die Theiß gebaut, jetzt bauen wir eine über die Donau. Können die Einwohner von Szeged und Csongrád damit rechnen?
In jeder Legislaturperiode sind zwei Dinge geschehen. In jeder Legislaturperiode haben wir mindestens eine große Brücke gebaut und in jeder Legislaturperiode haben wir mindestens eine Universität gegründet. Eine Universität gibt es hier bereits, jetzt soll auch eine Brücke kommen!
János Lázár: Vielen Dank! Frage von links. Links von mir, bitte!
Zoltán Grizák: Ich begrüße alle herzlich. Ich bin Zoltán Grizák aus Borota. Aus dem Komitat Bács-Kiskun, aus der Umgebung von Kiskunhalas.
János Lázár: Bitte, Zoltán!
Zoltán Grizák: Ich hätte eine direkte Frage an den Herrn Minister.
János Lázár: Oh je!
Zoltán Grizák: Der Ministerpräsident unterstützt doch in keiner Weise die finanzielle Rettung der Ukraine durch Brüssel, ohne die der ukrainische Staat dann nach einer gewissen Zeit zusammenbrechen wird. Meine Frage an den Ministerpräsidenten lautet daher: Inwieweit liegt es im Interesse Ungarns, dass die Ukraine zusammenbricht?
János Lázár: Bitte sehr, Herr Präsident!
Ich habe mir die Zahlen angesehen und muss ganz klar sagen, dass ein Zusammenbruch der Ukraine für Ungarn ein großes Problem wäre. Ungarn hat also nicht nur kein Interesse am Zusammenbruch der Ukraine, sondern wir müssen auch viel dafür tun, dass dies nicht geschieht. Das versteht der Landbewohner genauso gut wie der Immobilienspekulant: Der Wert Ihres Grundstücks hängt nicht nur davon ab, wie Ihr Grundstück aussieht, sondern auch davon, wie das Grundstück Ihres Nachbarn aussieht, in welchem Zustand es sich befindet und wer dort wohnt. Das Gleiche gilt auch für Länder. Am besten wäre es, wenn wir nur von lauter Österreichs umgeben wären. Das kann ich derzeit noch nicht auf mich nehmen. Wie kann ich das untermauern, dass die Regierung dies ernst meint? Ich nenne Ihnen zwei Zahlen. 44 Prozent der gesamten Stromversorgung der Ukraine kommt aus Ungarn, ohne dem wäre das Land bereits zusammengebrochen. 58 Prozent der Gasversorgung der Ukraine kommt aus Ungarn. Nur am Rande: Wir importieren russisches Gas und geben einen Teil davon an die Ukrainer weiter. Die Welt ist etwas komplizierter, als man es in Brüssel sieht. Die Situation ist also so, dass wir eine stabile Ukraine brauchen, wir helfen, und es schmerzt, dass ein Teil davon gestohlen wird.
János Lázár: Daraus wird das goldene Klo, unterschätze das nicht!
Ja. Aber der Krieg stärkt die Ukraine nicht, sondern zerstört sie. Nur der Frieden kann die Ukraine stärken. Wer auf der Seite der Ukraine steht, muss Frieden wollen. Heute trägt die Ukraine nicht zur Stärke Europas bei, sondern schwächt sie. Die Ukraine macht uns nicht stärker, sondern schwächer. 180 Milliarden Euro sind weg, und jetzt wurde über weitere 90 Milliarden Euro entschieden, insgesamt also 270 Milliarden Euro. Damit hätte man ein Land von der Größe der Ukraine aufbauen oder modernisieren können, oder wenn wir dieses Geld nach Nordafrika gebracht hätten, hätten wir dort solche Entwicklungen vorantreiben können, dass die Migranten nicht aus dieser Richtung nach Europa kommen würden. Eine riesige Summe Geld, eine riesige Chance, und alles ist verloren.
János Lázár: Nun, es ist sehr gut, dass Du Dich an die Zeit hältst. Frage aus der Mitte. Meine Dame, bitte sehr, guten Tag!
Antalné Seres: Ich bin Antalné Seres aus Szeged.
János Lázár: Guten Tag!
Antalné Seres: Ich möchte den Herrn Ministerpräsidenten fragen, warum die Beschlagnahmung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte auf dem EU-Gipfel gescheitert ist und wie es gelungen ist, dieses Thema vom Tisch zu fegen.
János Lázár: Erzähl uns ein wenig über den Kampf, den Du dort geführt hast, darauf warten alle.
Gut, aber gibt es jetzt Protektion oder gibt es die nicht bei einer Minute?
János Lázár: Erzähle es innerhalb einer Minute, das ist das Können in der Politik. Erzähle es kurz, aber erzähle es!
Aber das ist kein Märchen, das ist nur ein Liedchen.
János Lázár: Genau, dann bitte.
Also, wie Sie fragen, ist so. Gestern oder vorgestern ist es in Brüssel gelungen, eine unmittelbare Kriegsgefahr abzuwenden. Mit der Beschlagnahmung des russischen Vermögens, des eingefrorenen russischen Vermögens, hätte Europa Russland eine Kriegserklärung geschickt, aber wir haben die Brieftaube rechtzeitig abfangen können. Das ist passiert. Das ist in einer Minute zusammengefasst in Brüssel passiert. Worum geht es? Nur darum, dass jeder den kalten Atem der Bedrohung im Nacken spürt. Zwei Länder befinden sich im Krieg miteinander, die Ukraine und Russland. Dann kommt ein Dritter hinzu, der an diesem Krieg nicht beteiligt ist, stark ist, die Europäische Union, und beschlagnahmt das russische Vermögen, das sich im Krieg befindet. Er hält dieses Vermögen fest. Wir sprechen hier von 230 Milliarden. Er beschlagnahmt es, nimmt es weg und gibt es der anderen Kriegspartei. Was ist das Ihrer Meinung nach, wenn nicht eine Kriegserklärung? Als was kann man eine solche Europäische Union betrachten, wenn nicht als Feind? Und wenn sie ein Feind ist, dann befinden wir uns bereits im Krieg. Das Vermögen einer der Kriegsparteien zu beschlagnahmen und es der anderen Kriegspartei zu übergeben, bedeutet also, dass man sich mit einer riesigen Summe in den Krieg eingemischt hat und ernsthaft bis zum Hals darin steckt. Natürlich spielt Geld auch nach Kriegen noch eine Rolle. Deshalb sage ich, dass ich mich aus meinem Studium nicht daran erinnern kann, dass während eines Krieges beispielsweise Währungsreserven beschlagnahmt worden wären. Wir Ungarn können davon erzählen, dass man den Krieg verliert, einer gewinnt, der andere verliert, und der Verlierer wird zur Zahlung von Reparationen verpflichtet. So erging es uns nach dem Ersten Weltkrieg – zusammen mit den Deutschen. So erging es uns nach dem Zweiten Weltkrieg. Reparationen. Darüber kann man dann reden, wenn der Krieg vorbei ist, aber während des Krieges kann man so etwas nicht tun, denn das bedeutet, dass du in den Krieg eingestiegen bist, du in den Konflikt verwickelt bist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch deine Soldaten dort sind. Das gestrige Interview mit dem deutschen Bundeskanzler, der darüber nachdenkt, ob er Friedenstruppen in die Ukraine schicken soll. Reporter: „Und was passiert, wenn die Russen auf die dorthin entsandten deutschen Truppen schießen?“ Der Bundeskanzler: „Nun, dann schießen wir zurück!“ Das nennt man Krieg. Wir sind jetzt hier, nehmen Sie das ernst! Das ist kein Kinderspiel, wir sind nicht zufällig auf einer Antikriegsversammlung, wir sind nicht nur auf einer einfachen Lázár-Info, sondern auf einer Antikriegsversammlung. Der Krieg ist unmittelbar, gefährlich, er klopft an die Tür, und man darf ihm nicht öffnen. Deshalb sind wir so viele hier, damit wir ihn abwehren können.
Lázár János: Vielen Dank für die Antwort, vielen Dank auch an Frau Seresné. Von hier aus in der Mitte rufe ich die nächste Fragestellerin auf. Bitte sehr, meine Dame! Kommen Sie näher, ja!
Entschuldige, bevor wir diese Frage hören, lass’ uns noch sagen, dass wir uns nicht nur selbst ein Lob aussprechen dürfen, dass der belgische Ministerpräsident in dieser sehr wichtigen Aktion zur Rettung des Friedens in Europa eine Schlüsselrolle gespielt hat. Der Belgier! Er hat heldenhaft gekämpft! Ist Ihnen jemals in den Sinn gekommen, die beiden Wörter „belgisch” und „heldenhaft” in einem Satz zu verwenden? Aber ich habe es mit eigenen Augen gesehen.
János Lázár: So lobt dich Viktor Orbán.
Dieser arme belgische Ministerpräsident wurde mit glühenden Eisen gestochen, mit Zangen wurde ihm einen ganzen Tag lang, vielleicht sogar wochenlang, das Fleisch aus dem Leib gerissen. Die Fachleute, denn es waren Deutsche, machten keine Scherze. Und dieser Mann hat es ausgehalten, ertragen und durchgestanden. Hätte er nicht durchgehalten, wären wir heute in großen Schwierigkeiten. Also Ehre sei dem belgischen Ministerpräsidenten!
János Lázár: Okay, Sie haben das Wort.
Henrietta Tordai: Vielen Dank! Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, sehr geehrter Herr Minister! Mein Name ist Henrietta Tordai, ich komme aus Szentes. Meine Frage besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil betrifft den Frieden, den wir alle so sehr sehnen, für den Sie kämpfen und für den auch wir Ungarn mit ganzem Herzen, aller Kraft und Ausdauer kämpfen. Wird es weiterhin Sicherheit in Europa geben? Wird es weiterhin Frieden in Europa im besten und edelsten Sinne des Wortes geben? Beziehungsweise kann Ungarn auf die Hilfe, Unterstützung und Solidarität Amerikas zählen, auch nach der Herstellung der Sicherheit, nach dem Krieg, oder können wir uns eher nur auf uns selbst verlassen? Meine zweite Frage, oder besser gesagt, mein zweites Anliegen, richtet sich an den Herrn Minister. Als Abgeordnete von Szentes habe ich Ihre Worte über trübe Gewässer in Ihrer Begrüßungsrede sehr gut nachempfinden können, und wir alle hier haben das nachempfinden können, denn es gibt viele von uns, die nicht nur Träume und Visionen für Szentes haben, sondern auch konkrete Ziele, Vorstellungen und Pläne, selbst wenn diese trüben Gewässer und ihre Wellen…
János Lázár: Stehe ich Ihnen etwa im Weg? Wollen Sie damit sagen, dass ich Ihnen im Weg stehe? Gut, dann bin ich beruhigt.
Henrietta Tordai: Nein… Auch wenn die Wellen der trüben Gewässer noch oft über uns hereinbrechen mögen, wir kämpfen weiter, denn es gibt eine starke Gemeinschaft, die mit Ihnen gemeinsam für die Gemeinde denkt und handelt.
János Lázár: Eine Minute für die Frage, das ist sehr schön.
Henrietta Tordai: Bitte bestärken Sie uns und bestärken Sie in Szentes nicht nur die Gemeinschaft, die vorankommen will.
János Lázár: Wir bestärken Sie, beruhigen Sie sich.
Henrietta Tordai: Vielen Dank!
János Lázár: Wir werden gleich auch auf Szentes antworten.
Zu allem…
János Lázár: Herr Ministerpräsident…
Gut, aber das waren sechs Fragen, jede Frage eine Minute.
János Lázár: Ja, aber dann ergänze ich noch so viel: Sehr gut, das Forum soll nicht auseinanderfallen, ich bitte alle um Ruhe, auch der Antwortende soll sich an die Regeln halten. Herr Präsident, ich möchte noch hinzufügen, dass wir dort in der Regierungssitzung sitzen, wir waren in Moskau, in Washington. Glaubst Du aufgrund der Ereignisse der letzten Monate, dass es hier in den nächsten Monaten Frieden geben wird, oder werden wir auch in zehn Jahren noch auf einer Antikriegsversammlung sein?
Ich denke, in der internationalen Politik ist es genauso wie in unserem persönlichen Leben. Es gibt also einen Unterschied zwischen Frieden und Harmonie zu Hause, im eigenen Haus. Frieden bedeutet, dass wir uns nicht streiten. Harmonie bedeutet, dass wir gerne zusammen sind. Damit möchte ich sagen, dass Europa nicht einfach Frieden braucht, sondern Harmonie. Dass jeder das Gefühl hat, dass alles so, wie es ist, gut ist, es so will, es so aufrechterhalten will und so mit dem anderen zusammenleben kann. Natürlich kann es sein, dass die Anordnung ungerecht ist, darüber könnten wir viel erzählen, aber egal wie ungerecht sie auch sein mag, es sollte Eintracht herrschen. Europa braucht also Eintracht. Die Chance dafür sehe ich derzeit nicht. Es gibt zu viele Wunden, die zu tief sind, und so etwas heilt nur langsam. Frieden ist möglich. Frieden bedeutet, dass es keinen Krieg gibt. Können wir außer uns selbst auf jemanden zählen? Nein! Ich müsste einen langen Vortrag darüber halten, wie die Amerikaner sich an der Friedensstiftung in Europa beteiligen und ob das gut ist oder nicht. Nehmen wir an, der Erste Weltkrieg wäre nicht so geendet, wie er endete, wenn die Amerikaner nicht eingegriffen hätten, sondern wir hier in Europa darüber entschieden hätten, dann würden wir heute nicht hier sitzen, sondern es gäbe hier heute ein multilinguales Forum gegen den Krieg, denn es gäbe das Ungarn des Heiligen Stephan. Aber die Situation ist so, dass sich die Welt verändert hat und das Geld, das in der Weltpolitik der Magnet ist, zu dem sich die Länder hinwenden, heute nicht in Europa, sondern in Asien ist. Deshalb richtet sich auch die Aufmerksamkeit der Amerikaner dorthin. Europa bekommt viel weniger Aufmerksamkeit, und wenn die Europäer glauben, dass die Amerikaner sie schützen werden, dann irren sie sich gewaltig. Europa muss in der Lage sein, sich selbst zu schützen. Den Atomkrieg lassen wir jetzt einmal außer Acht, das ist eine andere Geschichte, aber im Falle konventioneller Waffen und Grenzkonflikten und im Falle von Wirtschaftskriegen muss Europa stark genug sein, um sich selbst zu verteidigen. Das Problem heute ist, dass wir uns mit jeder einzelnen Entscheidung nicht stärker, sondern schwächer machen. Das beste Beispiel dafür ist das, worüber wir gerade sprechen: die Ukraine. Ich sage es noch einmal: Die Ukraine trägt nicht zur Stärke Europas bei, sondern schwächt sie. Wir sollten nicht die ukrainische Armee finanzieren. Wir sollten die Armeen der westlich von der Ukraine gelegenen Länder stärken, wir sollten die Armeen der europäischen Länder stärken, wir sollten die europäische Rüstungsindustrie stärken, damit Europa im Falle eines Problems niemandem ausgeliefert ist. Das wäre das Ziel. Daher schlage ich Europa im Allgemeinen, aber auch uns Ungarn vor, nicht zu glauben, dass uns irgendjemand zu Hilfe eilen wird. Wenn wir gerade gute Politiker haben und die Sterne günstig stehen, dann kann es natürlich sein, dass man uns zu Hilfe eilt. Wenn unsere Politiker wirklich gut sind, dann verlieren wir dabei nicht, sondern gewinnen eher, denn es gab schon Hilfe, die hierherkam, bei der wir nicht gewonnen, sondern verloren haben, aber wir dürfen unsere Zukunft niemals darauf aufbauen. Wir müssen das Land auf unsere eigenen Kräfte, unsere wirtschaftliche und militärische Stärke, unsere eigenen Menschen, die seelische Kraft der Bürger Ungarns aufbauen, nur das kann uns schützen. Deshalb müssen wir im nächsten Jahrzehnt stark sein, stark sein, und da Europa auf einen Krieg zusteuert, an dem wir nicht teilnehmen werden, müssen wir uns daraus heraushalten, deshalb brauchen wir eine friedliebende Regierung. Es gibt heute in der europäischen Politik eine den Krieg befürwortende Partei, eine Kriegspartei: Sie heißt Europäische Volkspartei. Die drei Menschen, die am meisten Krieg wollen, sind alle Deutsche: der deutsche Bundeskanzler, die Präsidentin der Kommission und der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei im Parlament.
János Lázár: Das hat uns Ungarn in den letzten hundert Jahren nicht viel Gutes gebracht.
Das ist die Situation. Wir haben die gesamte Europäische Union gegründet, damit Europa nicht von drei Deutschen geführt wird, Klammer zu, aber genau das ist jetzt der Fall, und das ist die Kriegspartei. Es gibt also in Europa eine Gruppe, die Krieg will. Im Mittelpunkt steht die Europäische Volkspartei. Die in Ungarn Tisza genannte Partei ist Mitglied dieser Kriegspartei. Der ungarische Vertreter dieser europäischen Kriegspartei heißt also heute Tisza. Und es gibt auch eine Friedenspartei in Europa, das sind die Patrioten. Der ungarische Vertreter der Friedenspartei der Patrioten heißt Fidesz–KDNP. 2026 ist die letzte Wahl vor dem Krieg in Europa. Wir müssen für den Frieden stimmen! Wenn wir 2026 keine friedensorientierte Regierung haben, werden wir alle gemeinsam 2029/30 dafür büßen. Diese Frage muss jetzt entschieden werden: Krieg oder Frieden?
János Lázár: Vielen Dank für die Antwort! Henrietta, wenn Sie gestatten, noch ein guter Satz an die Einwohner von Szentes. Zunächst einmal möchte ich im Namen von uns allen, im Namen aller Fidesz-Mitglieder, dem Abgeordneten Sándor Farkas für seine 25-jährige Arbeit zum Aufbau der Stadt danken, und wenn die Einwohner von Szentes stattdessen für einen guten Fidesz-Kandidaten stimmen, können sie davon ausgehen, dass diese Zusammenarbeit nicht unterbrochen wird. Wir sind noch eine Sporthalle schuldig. Wenn sie richtig wählen, bekommen sie eine Sporthalle. So ist das nun einmal. Rechts von uns, rechts von uns. Fragender!
János Farkas: Guten Tag, Herr Ministerpräsident! Guten Tag, Herr Minister! Ich bin János Farkas aus Magyarcsanád. Ich möchte eine Frage stellen. Sind die wirtschaftlichen Schwierigkeiten eine Folge des Krieges oder möglicherweise der Maßnahmen der Europäischen Union? Und wenn dies quantifizierbar ist, wie viel Schaden haben diese EU-Sanktionen den ungarischen Bürgern zugefügt?
Vielen Dank!
János Lázár: Wo liegt das Problem? Wir sprechen doch auch davon, dass es wirtschaftliche Schwierigkeiten gibt. Die Menschen möchten verstehen, natürlich auch der Fragesteller, ob wir diesen Krieg und diese Sanktionen selbst verursacht haben, oder wie ist die Lage?
Hätten die europäischen Staats- und Regierungschefs im Februar, März und April 2022 das getan, was wir vorgeschlagen haben, dann wäre die europäische Wirtschaft heute in einem viel, viel besseren Zustand, und die Ungarn hätten keinen einzigen Cent für den Krieg ausgeben müssen. Aber die Brüsseler haben diesen Weg nicht gewählt. Es gab eine große Debatte. Vielleicht sage ich noch ein paar Worte zur letzten, was ich dort zu sagen hatte. Auch damals gab es darüber eine große Debatte. Es war klar, dass man zwei verschiedene Wege einschlagen konnte, wir waren an einer Weggabelung angelangt: entweder diesen oder jenen Weg. Und sie haben den Weg der Sanktionen gewählt. Mein Vorschlag war, keine Sanktionen zu verhängen, sondern sofort mit beiden Kriegsparteien zu verhandeln. Nicht mit einer Seite, um sich hinter sie zu stellen, sondern mit beiden, um die Lage möglichst zu beruhigen. Sie haben sich dagegen entschieden, ich erinnere mich, dass die Frau Kommissarin gesagt hat, wir würden die russische Wirtschaft kaputtmachen. So hat sie es gemacht: (zeigt mit der Hand, wie die Kehle durchgeschnitten wird), die russische Wirtschaft. Stattdessen wurden Sanktionen verhängt, und jetzt stehen wir hier. Die Sanktionen sind das Problem, denn sie haben zu einem Anstieg der Energiepreise geführt. Ohne die europäischen Sanktionen wären die Energiepreise nicht so hoch. In Europa zahlen Menschen und Unternehmen heute drei- bis dreieinhalbmal mehr für Energie als in Amerika oder bei unserem anderen Konkurrenten, China. Wie soll man so konkurrieren? Man kann überhaupt nicht konkurrieren. Natürlich werden wir in den Boden gestampft. Der Anteil Europas an der Weltwirtschaft nimmt kontinuierlich ab, die Amerikaner halten ihren Anteil, steigern ihn sogar leicht, die Chinesen legen zu, während wir zurückfallen. Verstehen Sie mich nicht falsch: Die Zugehörigkeit zur Europäischen Union gibt Ungarn heute keine Energie, sondern nimmt uns Energie weg. Die Europäische Union unternimmt heute nur den Versuch, diesen historischen Niedergang irgendwie erträglich zu machen. Es gibt keine Idee, kein Konzept, kein Programm, wie wir aus dem Niedergang in eine Stabilisierung und einen Aufschwung übergehen können. Ein solches Programm gibt es nicht! Und all das wurde durch die Sanktionen verursacht. Es ist schwer, das in Forint umzurechnen. Ich rechne in Euro, dass die Verluste, die die ungarische Wirtschaft aufgrund des Krieges der letzten vier Jahre und der damit verbundenen Sanktionen erlitten hat, über 20 Milliarden Euro betragen. Eine riesige Summe!
János Lázár: Und das hat auch zu Inflation geführt, vergessen wir das nicht. Wir Ungarn haben in den letzten hundert Jahren gelernt, dass jeder Krieg zur Entwertung des Geldes führt.
Ja. Wenn wir diese 20 Milliarden Euro hätten, könnten wir eine Brücke bauen, die von Szentes bis Budapest reicht.
János Lázár: Bitte sehr! Im Jahr 2025 war – würde Marci Nagy, wenn er hier wäre, sagen – die Eindämmung der Inflation die wichtigste und schwierigste Aufgabe, die sich aus den Energiepreissteigerungen ergab. Vielleicht sollten wir noch dies dem Fragesteller antworten. Eine Frage kommt von links von uns.
Hajnalka Dénes: Guten Tag! Mein Name ist Hajnalka Dénes, und ich möchte dem Herrn Ministerpräsidenten eine Frage stellen…
János Lázár: Wie schade…!
Hajnalka Dénes: …oder zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich dem Herrn Ministerpräsidenten gratulieren möchte, weil er in Brüssel hart für uns gekämpft hat. Meine Frage lautet: Wie sehen Sie angesichts der Verhandlungen in Brüssel am Mittwoch und Donnerstag die Lage hinsichtlich der Eskalation? Hat sich die Situation verbessert oder verschlechtert?
János Lázár: Vielen Dank für die Frage.
Zunächst einmal danke ich Ihnen für Ihre mitfühlenden Worte, aber ich gebe ehrlich zu, dass ich es mag, wenn man mich ins tiefe Wasser wirft. Wie deprimierend ist es doch, dass man einen Kilometer weit in den Balaton hineinspazieren muss, um endlich in Gefahr zu geraten. Das tiefe Wasser, das ist etwas! Solche Situationen inspirieren mich eher, denn wenn man vor einer Herausforderung steht, die auch andere lösen können, dann sollen sie sie lösen. Man liebt jene, für deren Lösung man gebraucht wird. Deshalb schrecken uns der Kampf und die Anspannung nicht ab, sie lassen uns nicht zurückweichen oder ersticken, sondern wir sagen: Endlich, dann schauen wir mal, wo wir stehen. Deshalb ist es wichtig, dass wir gewinnen können, dass wir immer und immer gewinnen können. Nun, jetzt haben wir die Gefahr, die unmittelbare Kriegsgefahr, abgewendet, aber die Kriegsgefahr ist heute größer als vor dem Gipfel in Brüssel. Also lasst nicht, dass Sie sich versehentlich beruhigen. Warum ist sie größer? Sie ist größer, weil die eingefrorenen russischen Vermögenswerte zwar nicht gestohlen oder beschlagnahmt wurden, aber man beschlossen hat, einen Kriegskredit zu gewähren. Das sind derzeit 90 Milliarden Euro. Dieser Kriegskredit wird nun der Ukraine gewährt, was bedeutet, dass die Ukraine ihn zurückzahlen wird. Nun, möge Tisza die Wahlen in Ungarn so gewinnen, so wie die Ukrainer das Darlehen zurückzahlen – mehr kann ich dazu nicht sagen.
János Lázár: Wir sind nicht umsonst gekommen, wir sind nicht umsonst gekommen.
Also müssen wir der Ukraine einen Kredit geben. Aber es gibt noch ein anderes Problem, nicht nur, dass sie ihn nicht zurückzahlen, sondern dass wir kein Geld haben. Was müssen wir also tun? Wir müssen auch einen Kredit aufnehmen. Wir geben der Ukraine einen Kriegskredit, aber da wir kein Geld haben, müssen wir einen Kredit bei den Banken, den Kreditgebern, aufnehmen und den aufgenommenen Kredit an die Ukraine schicken. Und wenn sich dann herausstellt, dass die Ukrainer nicht zahlen können, müssen wir das, was wir ihnen gegeben haben, anstelle von ihnen in London an die Bänker zurückzahlen, so sieht die Lage aus. 90 Milliarden, inklusive Zinsen. So sieht es aus. Was folgt also daraus? Wer wollte bisher Krieg? Krieg wollten einige europäische Politiker, die glauben, dass ein Land, das über Atomwaffen verfügt, in einem konventionellen Krieg besiegt werden kann. Viel Erfolg dabei! Sie sollen lieber mit ihren eigenen Enkeln spielen und nicht mit unseren! Ein solches Risiko gehen wir nicht ein. Krieg oder bewaffnete Auseinandersetzungen wollen immer diejenigen, die Waffen herstellen. Das sind die Waffenhersteller. Und jetzt ist eine dritte Gruppe aufgetaucht. Wie kann man das an die Ukraine vergebene Darlehen zurückbekommen? Das ist möglich, wenn wir Russland in einem Krieg besiegen und es nach der Niederlage zur Wiedergutmachung verpflichten. Deshalb wollen jetzt auch schon die Bänker, dass ihr weitermacht, denn wie sollen wir sonst an unser Geld kommen? Sie können also ihr Geld zurückbekommen, wenn sie Russland militärisch besiegen. So wird ein Schuh daraus. Ich erinnere alle an das, was sie gelernt haben. Erster Weltkrieg. Der Thronfolger wird in Sarajevo erschossen. Chaos. Europäische Bürger sitzen, wie ich mir vorstellen kann, auch in Szeged im Café. Sie unterhalten sich: Oh, das könnte noch zu großen Problemen führen! Natürlich könnte es zu großen Problemen kommen, aber sind die europäischen Staats- und Regierungschefs wirklich so dumm, uns in einen Krieg zu verwickeln? Sie trinken ihren Kaffee aus, gehen nach Hause, denn so dumm sind sie doch nicht! Einen Monat später befinden wir uns im Krieg. Es gibt den Blitzkrieg, und im Herbst werden sie nach Hause kommen. Und nicht nur, dass sie nicht nach Hause kamen, sie kamen nie nach Hause! Und nicht nur, dass sie nicht nach Hause kamen, sondern zwei Drittel des Landes waren weg. Deshalb möchte ich allen sagen, dass sie nicht darauf vertrauen sollen, dass die europäischen Politiker vernünftig genug sind, uns nicht in einen Krieg zu führen. Sie sind dafür nicht vernünftig genug. Man kann nur in einer Sache Vertrauen haben, in die europäischen Menschen, darauf kann man vertrauen. Man kann auf Sie vertrauen, in Szeged und in Ungarn und in der Slowakei und in Kroatien, in Italien, in Deutschland, wir müssen auf die Menschen vertrauen, die ähnliche Versammlungen abhalten werden. Täuschen wir uns nicht, derzeit gibt es solche Versammlungen erst nur in Ungarn, aber in einem halben Jahr wird es auch in Deutschland und Frankreich große Antikriegsversammlungen geben. Und wir müssen darauf vertrauen, dass das Volk von unten den Frieden erzwingen wird. Nur darauf können wir vertrauen!
János Lázár: Vielen Dank für die Antwort! Bevor wir weitermachen, möchte ich noch sagen, dass die durchschnittliche Länge der Lázár-Infos 3 Stunden und 20 Minuten betrug. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir bleiben bis 3:40 Uhr, also 3 Stunden und 40 Minuten, oder ich versuche, den Antwortenden zu sanktionieren, damit…
Ja, ja.
János Lázár: … seine Antwort ein wenig zu kürzen. Prägnantere Antworten, etwas präziser, Herr Präsident!
Ich werde es versuchen.
János Lázár: Hier bin ich jetzt der Chef.
Ich sage ja, ich bin zu Hause.
János Lázár: Ich werde alles zurückzahlen, was dieses Jahr in der Regierungssitzung passiert ist. Bitte, eine Frage aus der Mitte.
Matild Lasovszky: Ich bin Matild Lasovszky aus Szeged. Vor kurzem erwähnte der Herr Ministerpräsident, dass wir in jeder Legislaturperiode eine Brücke übergeben. Meine Frage richtet sich nun an Herrn Ministerpräsident Lázár oder den Herr Minister…
János Lázár: Ich gerate in große Schwierigkeiten…
Matild Lasovszky: Kollaps! Wie viele Legislaturperioden müssen die Einwohner von Szeged noch warten, bis diese dritte Brücke gebaut wird? Wir haben schon viele Versprechungen gehört, aber es ist noch kein Ende in Sicht.
János Lázár: Das ist richtig. Wir haben zwei Antworten. Die eine wird der Ministerpräsident geben, nämlich welche Rolle Szeged in den Plänen der Regierung spielt, denn wie Sie bei Ihrer Ankunft gesehen haben, wird gerade neben der Autobahn eine 330 Hektar große Fabrik gebaut. Ich möchte kurz auf die Brücke eingehen. Wir waren beide mehrmals bei Herrn Bürgermeister László Botka, die Planung läuft, die Ausführungspläne werden gerade fertiggestellt, die Enteignung der Grundstücke beginnt, es wird noch eine halbe Legislaturperiode dauern, bis mit dem Bau begonnen werden kann, aber wir werden sie bauen, denn es handelt sich um eine Brücke von strategischer Bedeutung. Wir sind mit allem fertig, was die Trassen und Pläne betrifft, wir werden 2026 mit den Enteignungen beginnen und können mit dem Bau der Brücke beginnen. Szeged hat ein Recht auf diese Brücke. Herr Präsident: Über Szeged.
Ich bin kein Szegediner, daher äußere ich mich vorsichtig zu diesem Thema. Die Einwohner von Szeged werden entscheiden, was sie wollen, ich glaube nicht, dass ich mich da hineinreden kann, vielleicht kann ich dazu etwas sagen, was mit dem Land geschehen soll, und wozu ich dabei die Einwohner von Szeged um ihre Hilfe bitte. Aber wenn János hier provoziert, um mich dann sofort zu tadeln, dass ich wegen meiner langen Antwort auf die schwierige Frage die Zeit überschritten habe, dann lohnt es sich doch, aus nationaler Sicht darüber nachzudenken, ob Szeged eine Mission hat. Abgesehen davon, dass sich die Einwohner von Szeged hier in Szeged wohlfühlen sollen, was sicherlich der erste Aspekt ist. Und ich muss sagen, dass es einige Städte in Ungarn gibt, die aufgrund unserer Geschichte eine nationale Mission haben. Das sind die Großstädte, die nahe an der Landesgrenze liegen. Und es gibt Städte, die diese nationale Mission erfüllt haben, und andere, die sie noch erfüllen werden. Wenn Sie sich zum Beispiel Debrecen ansehen, dann sehen Sie, dass Debrecen ein echtes Kraftzentrum ist, ein fantastisches Kraftzentrum, das übrigens Lajos Kósa aus einer etwas verschlafenen Provinzstadt zu einer fantastischen, kraftvollen, sich entwickelnden Stadt gemacht hat. Das ist schon lange her, wir erinnern uns nicht mehr daran, aber als Bürgermeister ist das sein Verdienst. Und schauen Sie sich an, was in Debrecen passiert. Natürlich gibt es Diskussionen über die Entwicklung. Über lauwarmes Wasser gibt es nie Diskussionen. Über kaltes Wasser gibt es Diskussionen, über heißes Wasser auch, ob es gut ist. Über lauwarmes Wasser gibt es nie eine Debatte. In Debrecen gibt es Debatten, aber die Stadt geht auch voran, sie entwickelt sich weiter. Und ich muss sagen, schauen Sie sich Győr an, das in der anderen Richtung eine ähnliche nationale strategische und politische Rolle spielt. Es ist ein Machtzentrum. Meiner Meinung nach sind Pécs und Szeged nicht nur schöne Städte, großartige Städte, mit einer ausgezeichneten Universität, ich kann viele gute Dinge über sie sagen, und vielleicht ist das Leben dort im Vergleich zu anderen Teilen des Landes sicherer und bequemer, aber diese beiden Großstädte haben ihre historische Mission noch nicht erfüllt. Sie sind noch nicht das Kraftzentrum, das Menschen, Energie und Geschäftsmöglichkeiten unabhängig von Grenzen anziehen und Energie ausstrahlen kann. Wenn man sich die nächstgelegene rumänische Großstadt ansieht und sie mit Szeged vergleicht, ich denke dabei an Temesvár, das vielleicht ein weniger komfortables Leben bietet, aber schauen Sie sich diese Lebenskraft an. Und genauso, wenn man von Pécs aus nach Süden schaut, auf Zagrab, Eszék, dann möchte ich nur sagen, dass diese südlichen Städte, die sicherlich ihre eigenen Probleme haben, denen Vorrang eingeräumt werden muss, wenn es um deren Behebung geht, aber aus meiner Sicht ist es am wichtigsten, dass diese Kraftzentren ihre Mission erfüllen, wenn wir ein großes, starkes Ungarn aufbauen wollen. Seien sie noch stärker, noch reicher, noch entwickelter, sie müssen über Technologie, Wirtschaft und Kapital verfügen und eine enorme Energie ausstrahlen, mit der sie ohne Berührung der Grenzen all das wieder integrieren können, was unsere Vorfahren über tausend Jahre lang aufgebaut haben. Das ist eine Mission. Und hier könnte meiner Meinung nach eine Brücke vielleicht nicht ausreichen.
János Lázár: Vielen Dank! Aber wie sieht das Schicksal der von der Opposition geführten Städte in Ungarn aus? In Szeged schaffen wir als Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Regierung und der Stadt 10.000 neue Arbeitsplätze. 10.000 neue Arbeitsplätze auf 330 Hektar in einem solchen Komitat und einer solchen Stadt. Und wenn wir schon von Brücken sprechen: Für die Renovierung der alten Brücke hat die Regierung im vergangenen Jahr übrigens eigens bis zur Fertigstellung der neuen Brücke Renovierungsmittel bereitgestellt. So schlecht ist es heute, im Jahr 2025, in Ungarn eine oppositionelle Stadtverwaltung zu sein. Frage von rechts.
Zsolt: Guten Tag! Ich hätte ein paar kurze Fragen an Orbán und Tuzson. Die erste lautet: Warum lügt Ihr in Bezug auf Kinder? Ich denke hierbei an den Bericht des Justizministers. Die zweite Frage lautet: Warum schützt Ihr die Kinder nicht? Die dritte Frage lautet…
János Lázár: Lasst uns einander respektieren. Ich bitte alle um etwas mehr Geduld, Ruhe, Ruhe! Der Fragesteller hat das Wort. Wenn ich jemandem das Wort erteilen möchte, werde ich das tun, aber jetzt hat der Fragesteller das Wort. Bitte respektiere Du auch alle anderen.
Zsolt: Das werde ich. Voll und ganz. Die dritte Frage lautet: Wer ist dieser wichtige Mensch, dessen schmutzige Geschäfte Ihr vertuscht? Die vierte Frage lautet: Warum habt Ihr unseren Kindern die Zukunft gestohlen? Ich warte auf die Antworten!
János Lázár: Vielen Dank für die Fragen! Vielen Dank für die Fragen! Ruhe bitte von allen! Es entsteht eine echte Lázár-Info-Stimmung. Das ist es! Nun, es geht um den Kinderschutz und die damit verbundenen Ereignisse. Wir bitten alle um Geduld.
Es gibt die Frage der Straftaten, die auf Kosten von Kindern begangen werden. Ich möchte Ihnen nur eine Zahl nennen. Vor 2010 saßen wegen pädophiler Straftaten 80 Menschen im Gefängnis, heute sind es mehr als 700! Wer schützt dann die Kinder?
János Lázár: Wir sind es also, die die Kinder schützen.
Wir schützen die Kinder!
János Lázár: Was war der Grund dafür, dass Pädophile vor 2010 nicht verfolgt und nicht ins Gefängnis gesteckt wurden? Diese Frage sollte jedoch nicht bei dieser Versammlung gestellt werden, sondern bei einer anderen, am Nachmittag. Auch im Gefängnis von Szeged sitzen 600 Pädophile ein.
Betrachten wir nun andere Straftaten, die auf Kosten von Kindern begangen wurden. In den letzten fünfzehn Jahren haben wir Hunderte von Anzeigen wegen solcher Straftaten erstattet. Ich kann niemals versprechen, dass sich in diesem Land immer alle gut benehmen werden. Ich kann nicht einmal versprechen, dass alle staatlichen Institutionen immer und zu jeder Zeit gut funktionieren werden. Eines kann ich jedoch versprechen: Wenn irgendwo gegen die Gesetze verstoßen wird, wenn etwas zum Nachteil von Kindern oder erwachsenen Ungarn begangen wird, werden wir die Täter finden und bestrafen. Dazu habe ich mich verpflichtet, und wir werden die maroden Institutionen reformieren. Es gibt noch eine weitere besondere Situation, nämlich die Erziehungsanstalten, über die in den letzten Tagen diskutiert wurde. Wir sprechen hier von Kindern, deren Leben aus der Bahn geraten ist. Und jedes aus der Bahn geratene Kinderleben berührt den Menschen. Hier geht es um aus der Bahn geratene Kinderleben, die Straftaten begangen haben, in Klammern: bis hin zum Mord. Es handelt sich also um Kriminelle, die inhaftiert sind, nur nicht im Gefängnis, sondern in einer Besserungsanstalt. Klammer: Natürlich ist das Leben des Jugendlichen, der von ihnen getötet oder vergewaltigt wurde, noch mehr aus der Bahn geraten, nur dass… Und ich stelle fest, dass aus irgendeinem Grund weder von ihnen noch von ihren Eltern die Rede ist. Diese minderjährigen Kinder haben also Straftaten begangen. Die Frage ist, was wir mit ihnen machen sollen. Bislang war man der Ansicht – und das schon seit fast dreißig Jahren –, dass wir diese jugendlichen Straftäter – wir sprechen hier von 14- bis 18-Jährigen – in einer speziellen Besserungs- und Erziehungsanstalt unterbringen sollten. Bei den unter 12-Jährigen ist die Sache einfacher. 14-18. Und ich sehe, dass das schlecht funktioniert. Das muss geändert werden. Ich bin also der Meinung, dass es immer wieder zu Problemen kommen wird, wenn wir die Erziehungsanstalten nicht der Strafvollzugsbehörde unterstellen und die Sache nicht mit polizeilicher Logik angehen. Es muss also Ordnung geschaffen werden, deshalb müssen diese Einrichtungen dorthin verordnet werden, wo sie hingehören: unter die Strafvollzugsbehörden.
János Lázár: Bevor wir zur nächsten Frage übergehen, möchte ich noch etwas sagen, denn wir möchten auch auf die letzte Frage eingehen, wer den Kindern hier eine Chance und eine Möglichkeit gibt. Die Europäische Kommission hat eine Umfrage durchgeführt, die für Dich ohnehin wie die Bibel ist, ich bitte um Ruhe ich bitte um Ruhe am Rednerpult und bei den Fragen, ich sage dem Fragesteller, der Bericht der Europäischen Kommission ist für Dich ohnehin eine Bibel, es lohnt sich, ihn zu lesen. Die Europäische Kommission hat einen Bericht darüber erstellt, wie hoch die Kinderarmut im Jahr 2010 in Ungarn war. Und sie hat einen weiteren Bericht für 2023 erstellt, um zu ermitteln, wie viele Kinder von Armut betroffen sind. Wir haben die Kinderarmut in Ungarn in 13 Jahren beseitigt, und das haben wir, die Fidesz-Partei, gemacht, weil wir jedem Kind Chancen und Möglichkeiten bieten, unabhängig davon, wo es geboren wird. In diesem Land wird jedes Roma-Kind zurechtkommen, solange wir regieren, und jedes arme Kind wird die Möglichkeit bekommen, seinen Platz im Leben zu finden. Das unterscheidet uns von Euch, der Du gefragt hast. Frage von links!
Kinga Szép: Ich bin Kinga Szép aus Miskolc, Aktivistin von Kati Csöbör, also „vorwärts, Kati, vorwärts, Miskolc!“
János Lázár: Vielen Dank.
Kinga Szép: Ich möchte auf ein Problem aufmerksam machen, dass wir im digitalen Raum, in dem wir kämpfen, wir keine Gegner, sondern Feinde haben. Und ich kann auch ein Beispiel nennen: Sie erhalten von oben den Befehl, sich auf rechte Posts und Posts von Influencern sowie deren Kommentare zu begeben und mindestens 500 Meldungen zu machen, denn dann wird die Seite entweder eingeschränkt oder gelöscht.
Das ist so!
Kinga Szép: Das ist also unsportliches Verhalten, und ich möchte um Hilfe bitten, was wir tun sollen. Bisher habe ich mich mit solchen Leuten angelegt, wie der Vorredner. Das Ergebnis ist, dass ich jetzt zum Beispiel zwei Gruppen habe, deren Namen ich nicht nennen werde, weil wir hier Feinde haben, wie ich sehe.
János Lázár: Es ist gut, wenn alle hier sind, wenn alle zu unseren Versammlungen kommen, denn der Rest ist nicht interessant.
Kinga Szép: Ja! Ich verbüße gerade meine einmonatige Sperre und kann meine Gruppen nicht verwalten, also verbringe ich meine verbleibende Freizeit damit, alle Tisza-Anhänger zu sperren.
János Lázár: Und trete auch auf jeden Fall dem Lázár-Info-DPK bei, wenn Du Zeit hast.
Kinga Szép: Ich bin natürlich überall dabei, aber ich kann zum Beispiel keine Kommentare abgeben…
Das ist richtig.
Kinga Szép: Stattdessen sperre ich alle Tisza-Anhänger und lasse mich nicht mehr auf Streitigkeiten mit ihnen ein. Was können wir noch tun?
Lázár János: Herr Präsident, wie lautet die Antwort darauf?
Die Idee der digitalen Bürgerkreise entstand aufgrund dieser Probleme, unter denen wir litten. Und ich habe gesehen, dass der Gegner diejenigen organisiert angreift, die national, bürgerlich oder christlich gesinnt sind und nicht das Genre des Gift-und-Gallespuckens im digitalen Raum betreiben. Und ich dachte, dass das so nicht in Ordnung ist, dass wir uns schützen müssen, oder? Und wenn wir uns nicht einzeln verteidigen können, dann sollten wir uns gemeinsam verteidigen. Und die digitalen bürgerlichen Kreise sind eine fantastische Möglichkeit, uns gemeinsam zu verteidigen. Ich sage nicht, dass wir sie angreifen sollen, aber gegen Ende der Kampagne wird die Zeit dafür kommen. Jetzt sage ich, dass wir uns verteidigen sollen. Wenn sie uns also angreifen, dann gehen wir hin, wenn sie 500 Leute schicken, die Kommentare schreiben, schicken wir tausend, und wenn sie tausend schicken, schicken wir zweitausend. Wir müssen auch im digitalen Raum füreinander einstehen. Das ist Stärke! Hier kann man sich nicht darauf verlassen, dass sie es einsehen, sich schämen und sich bessern. Ich glaube, wenn Sie zwei solche Kommentare lesen, sehen Sie, dass sie schon darüber hinaus sind. Hier zählt die Stärke: Wir müssen uns verteidigen. Natürlich glauben wir an die Kraft der Liebe und der Zusammenarbeit, deshalb müssen wir uns gegenseitig gut schützen, also müssen wir mit Stil kämpfen, aber wir müssen uns entschlossen und stark verteidigen und jeden Angriff zurückschlagen. Und wenn János mir noch 30 Sekunden Zeit gibt, war mein anderer Gedanke neben den digitalen Bürgerkreisen, warum wir es als selbstverständlich hinnehmen, dass im digitalen Raum nur hässliche, schreckliche, unangenehme Dinge passieren? Warum akzeptieren wir das? Wenn wir zulassen, dass die Linken ins Netz gehen, dann wird es so sein, wie sie sind. Genau so sind sie! Wenn man diese Kommentare liest, ist das ein Gesamtbild, das ist nicht die Meinung einzelner Personen, das ist ein Gesamtbild. So sehen sie aus. Ich möchte also sagen, dass ich auch ihnen diene, denn der ungarische Ministerpräsident muss allen dienen, und auch diejenigen, die nicht für uns gestimmt haben, sind bei uns gut aufgehoben, aber man darf das doch sagen, oder? Wenn wir es uns ansehen, dann sieht die Welt so aus. Gesichtslose Meinungen, Grobheiten, Beleidigungen, Schreckliches… Aber wenn wir nicht auch in den digitalen Raum gehen, dann wird der gesamte digitale Raum so aussehen. Deshalb müssen wir dort hingehen und sagen, dass es sich um ein Werkzeug handelt. Das mag auch so sein, aber wenn wir dort sind, die wir Menschen mit einem anderen Charakter und anderen Gewohnheiten sind, dann wird sich der gesamte digitale Raum verändern. Dann wird die Bösartigkeit zurückgedrängt, die Hässlichkeit wird zurückgedrängt, und Stolz und Freude und Zusammensein und Beziehungen und alles, was gut ist in der Welt, kann im digitalen Raum erscheinen. Wer hat gesagt, dass man im digitalen Raum nur Pornofilme anschauen kann? Es gibt auch Liebesfilme, die man sich auch anschauen kann.
János Lázár: Vielen Dank, Herr Präsident! Eine Frage aus der Mitte, bitte sehr!
László Malik: Vielen Dank für das Wort! Guten Tag! Ich bin László Malik und komme ebenfalls aus Csongrád. Leider haben sie mir mein Brot genommen, was die ersehnte und dauerhafte Brücke zwischen Csongrád und Tiszazug betrifft, daher muss ich etwas anderes fragen. In Europa ist zu beobachten, dass für viele nicht der Frieden, sondern der Krieg der Maßstab ihres Denkens ist. Davon gehen sie aus, das unterstützen sie und das schüren sie. Was motiviert sie, und gibt es vielleicht einen Masterplan im Hintergrund? Und da ich schon hinter dem Mikrofon stehe, entschuldigen Sie bitte, ich möchte allen ein gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest wünschen!
János Lázár: Vielen Dank, das wünschen wir Dir auch. Wenn Du gestattest, Herr Präsident, möchte ich die Frage um die wichtige Erkenntnis und Erfahrung aus den Lázár-Infos ergänzen. Du und wir alle führen aus, dass unsere Verbündeten in der Europäischen Union, die Ministerpräsidenten im Europäischen Rat, diese Länder mit ihren Krediten in den Krieg treiben. Die Menschen wollen verstehen, und wir müssen darauf eine Antwort haben, warum sie an einem Krieg interessiert sind. Was wollen sie damit erreichen, dass sie Geld investieren, den Konflikt aufrechterhalten, Öl ins Feuer gießen und ihn nicht entschärfen, sondern eher noch verschärfen? Was ist das Ziel, was ist die Motivation? Du sitzt dort unter ihnen, du siehst sie, du sprichst mit ihnen, sie sind Deine Freunde, Deine Bekannten, sie lieben Dich wie verrückt. Und sag uns auch etwas darüber, was Deiner Meinung nach dahintersteckt. Du schaust immer gerne hinter die Dinge, was siehst du dort? Was ist die Motivation dahinter?
Wir befinden uns in einer unglücklichen Konstellation, denn es geht nicht darum, dass es irgendwo einen Masterplan gibt und irgendwo ein böser Mensch sitzt, der die Fäden zieht und die Dinge so arrangiert, dass es zu Zerstörung und Krieg kommt, das ist nicht der Fall. Was passiert, ist, dass es einen militärischen Konflikt gibt und jeder begonnen hat, nach Möglichkeiten zu suchen, wie er davon profitieren kann. Und für verschiedene Länder bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten. Deshalb wollen viele einen Krieg, aber nicht alle aus dem gleichen Grund. Um ein Land zu nennen, das uns sehr freundlich gesinnt ist, trotz vorübergehender Spannungen ein historisch befreundetes Land, so denken sie immer, dass wenn es einen Krieg gibt, an dem Russland beteiligt ist, dann muss man diesen nutzen, um Russland so weit wie möglich zu schwächen, denn sie leben in dem Bewusstsein, dass Russland früher oder später eine Bedrohung für sie darstellen wird. Sie haben also zwar keinen Krieg ausgelöst, aber sie denken, dass es gut ist, wenn Russland in diesem Krieg geschwächt wird. Dann gibt es kleine Länder im selben Teil Europas, die glauben, dass die Russen eine ständige und unmittelbare Bedrohung darstellen, da ihre Länder früher zur Sowjetunion gehörten und diese sie möglicherweise zurückholen wollen. Dann gibt es natürlich die großen europäischen Traditionen. Napoleon hat Russland angegriffen, nicht wahr? Und Hitler! Ihnen ist es nicht gelungen, aber jetzt wird es Kaja Kallas gelingen! Das ist offensichtlich der Gedanke. Und generell muss ich sagen, dass man, wenn man die Museen in Sankt Petersburg oder Moskau besucht, dann sieht man, dass in den Museen in Paris und Berlin keine russischen Gemälde zu sehen sind, sondern dort bei ihnen hängt Kriegsbeute aus Europa.
János Lázár: Auch ungarische.
Auch ungarische. Ich würde also jedem davon abraten, sich mit den Russen anzulegen, in einen Krieg zu stürzen und sie anzugreifen. Auch Horthy wollte keinen Krieg mit den Russen. Hätten uns die Deutschen nicht hineingezogen, wären wir nicht in die Don-Biegung gegangen, wo auch mein Großvater und, wie ich vermute, noch einige andere gelandet sind. Ich möchte Ihnen nur sagen, dass verschiedene Ländergruppen aus unterschiedlichen Gründen für den Krieg sind. Wie ich bereits erwähnt habe, gibt es jetzt auch finanzielle Gründe, denn dort ist ihr Geld. Sie haben ihr Geld dort angelegt, das die Ukraine nicht zurückzahlen kann. Wie wird das also weitergehen? Nun, sie haben ganz Europa übers Ohr gehauen! Also, János, wenn ich das so sagen darf, János, Hut ab, Lázár-Infos gibt es in Westeuropa nicht!
Lázár János: Ich komme gerne, wenn Bedarf besteht.
Das ist ein ungarisches Genre. Also, dass verantwortungsbewusste Menschen sich hinstellen und sagen: „Bitte, stellen Sie Ihre Fragen.“ Denn dann würden sie fragen: Wie sind diese paar Millionen Migranten hierhergekommen, obwohl wir das nicht wollten? Und sie würden fragen: Wie sind wir an den Rand eines Krieges geraten, und wer hat euch erlaubt, Geld in die Ukraine zu schicken? Ich möchte sagen, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs ihren eigenen Bürgern eingeredet haben, dass dieser Krieg euch keinen Cent kosten wird, weil wir das russische Vermögen beschlagnahmen und damit alles bezahlen werden, und wir werden die Russen besiegen und es wird eine Wiedergutmachung geben. Damit haben sie sie getäuscht. Jetzt kommt der Moment der Wahrheit, das ist am Wochenende in Brüssel passiert, als sich herausstellte, dass das nicht der Fall ist, und man muss den spanischen, deutschen und portugiesischen Steuerzahlern in die Tasche greifen und den Preis für den Krieg bezahlen. Jetzt kommt das Erwachen. Und die westlichen Staats- und Regierungschefs rennen ihrem Geld hinterher, denn wenn sich herausstellt, dass all dies tatsächlich in vollem Umfang geschieht, werden sie gefragt werden: „Aber wie konntet ihr das tun?“ So wie die Deutschen aufgrund der Migration alle aus der deutschen Politik entfernt haben, die für die Migration verantwortlich waren. Dieser Moment wird kommen. Und die europäischen Politiker beschleunigen diesen Moment nicht, was vielleicht verständlich ist.
János Lázár: Vielen Dank für die Antwort. Frage von rechts, von uns rechts.
Ádám Kiss: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Mein Name ist Ádám Kiss, ich komme aus dem benachbarten Makó, und nach den vielen ernsten Fragen möchte ich dem Präsidenten eine besonders ernste Frage stellen. Es wird gemunkelt, dass Sie als guter Koch bekannt sind. Ich möchte Sie fragen, welches Gericht auf jeden Fall auf Ihrem Festtagstisch stehen wird. Zu Ostern wissen wir sehr gut, wie Sie den Schinken zubereiten. Wir sind neugierig, wie Sie das Weihnachtsessen zubereiten. Vielen Dank!
János Lázár: Der Fragesteller Ádám isst demnach auch gerne. Die Frage ist nun also, wie Du Dich auf Weihnachten vorbereitest.
Es gibt tatsächlich wichtige Dinge, die man nicht anderen überlassen kann. Kriegsanleihen, solche Dinge, der Schinken und das Schwein, müssen erledigt werden, aber an Weihnachten koche ich normalerweise nicht, an Weihnachten sitze ich auf der anderen Seite des Tisches und warte. An Weihnachten gibt es Fisch, Fischsuppe und Karpfen, und das ist nicht mein Ding, ich warte darauf, dass meine Frau mich füttert. Das ist meine Weihnachtstaktik.
János Lázár: Frage aus der Mitte, Frage aus der Mitte. Maximal eine Minute für die Frage, maximal eine Minute für die Antwort, wir geben noch ein paar Fragen die Möglichkeit. Bitte sehr!
László Klépics: László Klépics aus Domaszék. Ich möchte fragen, bzw. der Herr Ministerpräsident hat gesagt, er erwähnt oft, dass Ungarn auf der Seite des Friedens steht. Nun, wenn er in Brüssel bei den EU-Gipfeln ist, ist das eine Minderheitssituation und eine unangenehme Situation. Könnte es tatsächlich sein, dass es politische Ansichten gibt, die uns in Zukunft vielleicht zugutekommen, die man aber nur nicht öffentlich äußern oder sagen will?
János Lázár: Ich möchte noch hinzufügen, wie allein man sich fühlt, wenn man dort mit zwanzig anderen Ministerpräsidenten sitzt, oder wie unangenehm es war, dass die europäische Presse versucht hat, uns zu verdrängen, dass es unbrauchbare ungarische Medien gibt, die uns mit Isolation strafen. Es ist also ein Raum, in dem niemand sonst ist, das wissen nur wenige, aber es sind keine Mitarbeiter da, keine Scherpas, niemand sonst. Du sitzt dort allein mit etwa zwanzig und einigen anderen Ministerpräsidenten. Wie einsam fühlst Du Dich tatsächlich und wie sehr fühlst Du Dich ausgestoßen oder ausgeschlossen?
Es gibt diese Székler Geschichte, in der ein Junge zu seinem Vater rennt und sagt: „Vater, es kommen so viele gegen uns, auf jeden von uns kommen mindestens zehn.“ Daraufhin antwortet der Alte: „Soviel braucht es ja auch.“
János Lázár: Du genießt es.
Man kann die Welt also auch von hier aus betrachten, aber wenn man die Scherze satthat, muss man das ernst nehmen. Ich fühle mich genau so, wie Sie sich an meiner Stelle fühlen würden. Denn es ist wirklich eine schwierige Situation, die sich auf der Autobahn auf den verrückten Fahrer bezieht, dass ihm alle entgegenfahren. Und tatsächlich sagen ein Franzose und ein Deutscher: „Mein lieber Freund, wir alle denken anders darüber. Warum glaubst du, dass du Recht hast?“ Am Anfang war das schwierig. Aber jetzt ist es einfach, weil ich den Migrationsstreit mit ihnen ausgetragen habe. Alle 27 sagten, dass ich auf der Autobahn in die falsche Richtung fahre. Und ich habe durchgehalten, und jetzt würden sie einen Arm dafür geben, wenn dort die gleichen Bedingungen herrschen würden wie in Ungarn in Bezug auf die Migration. Jetzt habe ich also eine Referenzgrundlage, die genau das betrifft. Ich fasse mich kurz, denn hier herrscht strenge Disziplin, und erzähle Ihnen in aller Kürze, was ich am Donnerstag den anderen 26 gesagt habe. Kurz gesagt, es war wie folgt. Ich habe zweimal versucht, eine strategische Änderung in der Kriegspolitik dieses Gremiums, des Rates, zu erreichen. Beide Male bin ich gescheitert, wahrscheinlich weil ich nicht gut genug argumentiert habe. Einmal schlug ich ihnen vor, eine 180-Grad-Wende zu vollziehen, als Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gewann. Das enthebt uns alle der Verantwortung. Wir führen eine Änderung durch. Das zweite Mal war, als der russische Präsident den amerikanischen Präsidenten in Alaska traf. Eine neue Chance. Ich schlug ihnen vor, unsere Strategie zu ändern. Sie lehnten ab. Aber jetzt versuche ich es noch ein drittes Mal. Ich bitte sie, darüber nachzudenken, eine 180-Grad-Wende zu vollziehen, sich hinter den amerikanischen Präsidenten zu stellen, nichts anderes zu tun, die Friedensbemühungen des amerikanischen Präsidenten zu unterstützen und am Ende Frieden zu erreichen, denn glauben Sie mir, es ist billiger, den Frieden zu finanzieren als den Krieg. Darum bitte ich Sie! Das war in etwa meine Rede.
János Lázár: Vielen Dank für die Antwort! Wir nähern uns langsam dem Ende der Fragen, eine Frage von links, eine Frage von rechts. Bitte sehr, meine Dame.
Henriett Locskai Schriffertné: Ich bin Henriett Locskai Schriffertné aus Újkígyós im Komitat Békés und möchte mich der vorherigen Frage aus dem rechten Block anschließen. Da Weihnachten vor der Tür steht, würde ich Sie beide gerne fragen, welches Ihr Lieblingsweihnachtsbeigel ist.
János Lázár: Ehrlich gesagt ist diese Frage zu einfach. Aber dass die Lázár-Info sehr schwierig ist, werde ich gleich beweisen, deshalb hat jetzt zuerst der Ministerpräsident das Wort. Er antwortet zuerst.
Ich mag zuerst den mit Walnüssen, dann den mit Mohn und dann wieder den mit Walnüssen. Das ist mein Lieblingsbeigel.
János Lázár: Die Wahrheit ist, Herr Präsident, dass solche einfachen Fragen wie die zum Beigel selten gestellt wurden, aber ich möchte auch das Instrument vorstellen, das die Lázár-Infos bunter gemacht hat. Ich komme Dir nicht zu nahe und puste Dir auch nicht ins Ohr, keine Angst, aber ich möchte mich bei Bálint Szabó bedanken, der mit Problemen zu kämpfen hat, aber mich bei den Lázár-Infos nicht langweilen ließ, und ich danke Ihnen vielmals, dass ich Ihnen allen diese Posaune vorstellen durfte, um Sie alle an das Jahr 2025 zu erinnern. Letzte Frage aus der Mitte.
Szilvia Mészáros: Ich bin Szilvia Mészáros aus Szentes.
János Lázár: Die Mehrheit kommt aus Szentes.
Szilvia Mészáros: Die traurige Nachricht des gestrigen Tages ist für mich, dass aus den V4 nun V3 geworden sind. Was können wir nach diesen Ereignissen erwarten? Welches europäische Land wird nach Tschechien Ihrer Meinung nach als nächstes eine patriotische Wende erleben? Vielen Dank!
János Lázár: Vielen Dank! Bevor ich das Wort an den Ministerpräsidenten übergebe, möchte ich mich bei allen für ihre Fragen bedanken. Ich möchte denjenigen sagen, für die es keinen Platz und keine Zeit gab, angesichts der Tatsache, dass wir uns doch in der Adventszeit befinden, dass dies nicht ganz die Lázár-Info ist, die es ab dem 15. Januar zweimal pro Woche im ganzen Land geben wird, und danach sogar mehrmals täglich stattfinden wird. Allen, die jetzt in der Situation sind, dass sie gerne eine Frage gestellt hätten, dies aber nicht können, möchte ich anbieten, ihre Frage an meine persönliche E-Mail-Adresse lazar@lazarjanos.hu zu senden, und ich verspreche Ihnen, dass wir gemeinsam mit dem Herrn Ministerpräsidenten Ihre Frage beantworten werden. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die uns die Ehre erwiesen haben, egal ob sie Fidesz- oder Tisza-Anhänger sind. Ich freue mich, dass auch sie unter uns sind. Wir freuen uns, dass Sie Fragen stellen wollten, aber jetzt gebe ich dem Ministerpräsidenten das Wort für die letzte Frage. Wir freuen uns auf Ihre Fragen an lazar@lazarjanos.hu und werden sie gemeinsam mit dem Herrn Präsidenten beantworten.
Aus V4 ist also V3 geworden, das ist eine gute Nachricht, denn bisher war es V1.
János Lázár: Das zeigt, dass Du gut vorankommst.
Und eigentlich sind die drei auch nicht drei, sondern dreieinhalb, denn der polnische Präsident ist mit uns. Und wir müssen jetzt die V3 und die V4 neu organisieren, damit wir uns gegen die Sanktionen aus Brüssel verteidigen und die Angriffe abwehren können, die von dort kommen, obwohl deren Kraft und Ernsthaftigkeit nachlassen. Wenn ich dort sitze, während sie uns mit allen möglichen Sanktionen drohen, fällt mir immer wieder ein, dass ich schon älter bin und dass es zu meiner Studienzeit noch ein Fach namens „Geschichte der Arbeiterbewegung” gab. Hier gibt es Leidensgenossen. Und dort erzählte mir, wie ich mich erinnere, ein gut gelaunter Lehrer die Geschichte, die mir im Zusammenhang mit den Brüsseler Sanktionen in den Sinn kommt, dass nach Lenins Tod irgendwann ein Gremium der sowjetischen kommunistischen Partei eine Sitzung abhielt und untersuchte, ob Frau Krupskaja, die Lenins Frau war, immer mehr zu einer Trotzkistin wurde. Deshalb fassten sie einen Beschluss, den sie auch niederschrieben, und darin steht, dass Frau Krupskaja, wenn sie weiterhin trotzkistische Tendenzen zeigt, ihr der Titel „Lenin-Witwe” entzogen wird. Nun, deshalb brauchen wir V3, damit wir sie auslachen können, damit wir sie so auslachen können. Aber abschließend und zusammenfassend oder abschließend, János, wenn du mir gestattest, kann ich sagen, dass wir in Europa gut vorankommen. Meine Schwiegermutter – Gott hab‘ sie selig! – hat mir diese wichtige Weisheit mit auf den Weg gegeben, die ich immer bei mir trage und die lautet: „Viktor, alles ist gut, wenn das Ende gut ist. Wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.”
Lázár János: Meine Damen und Herren, liebe Freunde! Der Mann der Ungarn: Viktor Orbán!
More news