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Rede von Viktor Orbán auf der Großversammlung der Patrioten

Guten Tag, meine sehr geehrten Damen und Herren!

Vielen Dank, dass Sie gekommen sind und hier bei uns sind. Ich heiße die nationalen Abgeordneten der Partei der Patrioten in Budapest von ganzem Herzen willkommen! Mit besonderer Hochachtung begrüße ich den mutigen Vorsitzenden unserer Parteifamilie, Herrn Santiago Abascal! Es ist eine Ehre, dass du bei uns bist, Santiago. Einen großen Applaus für den Vorsitzenden!

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Zum ersten Mal in der Geschichte Europas versammeln sich gerade hier in Budapest die Vertreter der patriotischen Parteien, um in einer gemeinsamen Erklärung für die europäischen Nationen und die europäische Freiheit einzutreten.

Meine lieben Freunde!

Wie oft haben wir in den letzten Jahren schon gehört, die Außenpolitik der ungarischen Regierung sei isoliert? Manche sagen, manche meinen – ich selbst auch –, wir würden gegen die Brüsseler Elite gleichsam einen Kampf gegen Windmühlen führen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Das ist ein Irrtum! Wir haben klare Ziele, klare Pläne und eine klare Roadmap, mit deren Hilfe wir unsere Ziele erreichen werden. Deshalb sind unsere Gäste heute hier bei uns.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Diese Ziele verbergen wir nicht. Wir sprechen offen darüber, dass wir die Führung der Europäischen Union übernehmen wollen. Wir wollen das Zentrum in Brüssel besetzen und umgestalten. Wir wollen eine Union, die ein Bündnis souveräner Nationen ist. Wir wollen keine Föderation. Wir wollen keine „immer engere Union“. Wir wollen souveräne, stolze europäische Nationen. Wir wollen, dass bis zum Ende dieses Jahrzehnts ganz Europa in nationalen und konservativen Farben erstrahlt. Dies wird die größte politische Neuordnung in der Geschichte der Europäischen Union sein. Diejenigen, die Sie heute hier gesehen haben, werden in drei Jahren die Führer der Europäischen Union sein.

Liebe Budapester!

Tatsächlich kämpfen wir um die Seele Europas. Dieser Kampf findet auf vielen Schauplätzen statt. An den Universitäten, in den Akademien, in den Kirchen, in den Gewerkschaften, in den lokalen Gemeinschaften. Und wir, liebe Freunde, arbeiten an der politischen Frontlinie dieses großen Kampfes. Wir sind Politiker, alle, die Sie hier auf dieser Bühne gesehen haben, die an ihr eigenes Volk glauben. Wo auch immer wir auf der Welt leben, wir treiben die Sache unserer eigenen Nation voran und sind nur unseren eigenen Wählern Rechenschaft schuldig; für uns, für uns alle steht unsere eigene Nation an erster Stelle. Früher dachten wir, dass uns das trennt. Wir glaubten, dass eine europäische Organisation der nationalen Kräfte keinen Sinn habe, dass es ein unvereinbarer Widerspruch sei, aber seitdem sind wir klüger geworden. Wir haben erkannt, dass wir, wenn wir die progressiven Globalisten besiegen wollen, uns als Nationalgesinnte ebenfalls in einem internationalen Rahmen organisieren müssen. Die geografische Entfernung zwischen unseren Völkern ist enorm. Unsere historischen Erfahrungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Dennoch verbindet uns eine Überzeugung, der Glaube, dass Europa nur als Zusammenarbeit freier und souveräner Nationen erfolgreich sein kann.

Meine lieben Freunde!

Ich möchte Ihnen einige Gedanken zur politischen Lage in Europa mitteilen. Die politische Lage in Europa ist blockiert. 2024 haben sich die Patrioten gegründet, wir haben die Mainstream-Elite herausgefordert, und dieser Kampf hat zu einer Pattsituation geführt. Die Misserfolge der liberalen, globalen Elite in Brüssel sind offensichtlich: wirtschaftlicher Bankrott, ein zusammenbrechender Industriesektor, der Green Deal als totaler Fehlschlag, eine unumkehrbare Migrationssituation, eine Energiekrise. Die linke Elite in Brüssel wird von Tag zu Tag schwächer. Auf der anderen Seite stehen wir, die erstarkenden Patrioten. Erstarkung in Mitteleuropa. Babiš, unser Gründer, ist heute wieder Ministerpräsident. Der polnische Präsident, der in wenigen Minuten hier in Ungarn eintreffen wird, ist ein Patriot. Und die slowakischen und ungarischen Souveränisten werden stärker, ebenso wie die Patrioten in den Beitrittskandidatenländern. Doch die in Europa regierende Linke ist immer noch in der Lage, den Durchbruch der Patrioten in Westeuropa zu verhindern. Brüssel beherrscht trotz seiner gewaltigen Misserfolge nach wie vor den westlichen Teil Europas. Italien schneidet fantastisch ab, die Rechte ist beeindruckend. Salvini ist der stärkste Regierungsfaktor der Patrioten in Westeuropa, doch sie werden zu ständigen Kompromissen mit Brüssel gezwungen. Marine Le Pen und ihre Anhänger werden immer stärker; sie lassen sich nur durch offensichtliche Gesetzesverstöße und antidemokratische Mittel in Schach halten, doch der Cordon sanitaire ist nach wie vor erfolgreich. Deutschland ist wieder der kranke Mann Europas, doch die Wähler haben sich noch nicht zu einer vollständigen Erneuerung der deutschen Politik entschlossen. In Österreich ist der Aufschwung fantastisch, doch wir müssen noch auf eine FPÖ-Regierung und die Kanzlerschaft von Herrn Kickl warten. Doch ohne den österreichischen Erfolg ist der Vormarsch der mitteleuropäischen Patrioten nicht endgültig, das linke Ancien Régime versucht ständig, wieder an die Macht zu kommen. Nur der Sieg der Österreicher und von Kickl kann den Vormarsch der Patrioten in Mitteleuropa unumkehrbar machen. Unsere Fraktion im Europäischen Parlament leistet fantastische Arbeit. Hier sind sie auch. Ihr seid die erste echte Oppositionsformation, die dem Mainstream die Stirn bieten kann. Hut ab, herzlichen Glückwunsch! In unserer europäischen Fraktion lernen wir die Kunst der Zusammenarbeit. Das wird wichtiges Wissen sein, wenn wir die Brüsseler Institutionen regieren werden.

Meine Freunde!

Wir sind die einzige Fraktion im Europäischen Parlament, die ohne Kompromisse und taktische Zugeständnisse, ohne das giftige Euroblabla aus Brüssel, sagt, was sie denkt, und tut, was im Interesse der europäischen Menschen liegt. Noch nicht in Bezug auf die Größe, aber was den gesunden Menschenverstand und die Treue zu unseren Völkern angeht, sind wir bereits jetzt die führende Kraft in Europa.

Meine lieben Freunde!

Wir alle wissen – denn dies ist Teil der ungarischen Kampagne und ein wichtiger Bestandteil unserer Entscheidung für die Zukunft –, dass die Brüsseler Linke die Ukraine im Eilverfahren in die Union aufnehmen will. Das ist unmöglich! Das würde den Krieg in die Europäische Union bringen. Das wäre ein Verrat an den europäischen Landwirten und den europäischen Bürgern. Die Mitgliedschaft der Ukraine würde den Mitgliedstaaten eine unerträgliche finanzielle Last auferlegen. Schon jetzt ist die Lage schlimm: Die Union hat nicht einmal genug Geld für sich selbst, nimmt aber gleichzeitig Kredite in Höhe von Hunderten von Milliarden Euro zugunsten der Ukraine auf und zieht damit die Mitgliedstaaten in eine Schuldenspirale. Wenn wir das zulassen, werden sogar unsere Kinder die Lasten dafür tragen müssen. Angesichts solcher Gefahren braucht Europa patriotische Führungskräfte mehr denn je. Wir müssen uns für die Interessen der europäischen Menschen und unserer Nationen einsetzen. Die Wähler wollen Frieden und Sicherheit, erschwingliche Preise und günstige Energie, ein berechenbares Leben und sicheren Wohlstand. Dafür müssen wir, die Patrioten, kämpfen. Wir müssen Nein sagen zur fehlgeleiteten grünen Wende, Nein zu Sanktionen, Nein zur Migration, Nein zum Krieg und Nein zur Mitgliedschaft der Ukraine. Nur so können wir Europa retten.

Meine Damen und Herren!

Und dafür brauchen wir einen Fahrplan. Diese Woche finden in Dänemark Wahlen statt. Wir drücken unserem Freund Morten Messerschmidt und der Dänischen Volkspartei die Daumen. Dann sind wir an der Reihe. In knapp drei Wochen finden bei uns Wahlen statt. In Europa haben sich gewaltige Kräfte gegen die patriotische ungarische Regierung in Bewegung gesetzt. Brüssel und Kiew haben sich verbündet, weil sie in Budapest eine Regierung wollen, die ihre Interessen vertritt. Brüssel hat ein Netzwerk von NGOs eingesetzt, die das Internet zensieren, Kiew hat die Ungarn mit einer Ölblockade belegt, und jetzt können Sie sehen: Auch die ukrainische Propagandamaschinerie läuft auf Hochtouren. Trotzdem werden wir am 12. April die Wahlen in Ungarn gewinnen. Und noch in diesem Jahr finden Wahlen in Bulgarien, Estland, Schweden und Lettland statt, nächstes Jahr in Frankreich und Italien. Vor den Europawahlen wird in Rumänien ein neues Parlament gewählt, und wahrscheinlich auch in Deutschland.

Meine Freunde!

Überall werden wir vorpreschen. Wir werden 2029, bei den Europawahlen, so ankommen, dass die Chancen dann für uns schon gut stehen. Und dann werden wir den Kampf um die Seele Europas und die Zukunft unserer Nationen gewinnen und gemeinsam Europa wieder groß machen.

Der liebe Gott über uns allen, Ungarn vor allen Dingen! Vorwärts, Ungarn! Auf zum Sieg!

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