Sehr geehrter Herr Staatspräsident und liebe Frau Präsidentin! Ich begrüße die Ungarn im Ausland. Ihr wisst: Nur das Land hat Grenzen, die Nation hat keine. Sehr geehrter Kongress! Meine lieben Freunde!
Der heutige Kongress ist ein Nominierungskongress. Heute treten jene mutigen Frauen und Männer vor die Öffentlichkeit, die bereit sind, um das Vertrauen der Ungarn zu kämpfen, und die bereit sind, nach dem Sieg vier Jahre lang die Regierung Ungarns zu unterstützen. Sie übernehmen für vier Jahre die Verantwortung für die wichtigsten Entscheidungen unseres Landes. Sie verpflichten sich, das unabhängige und freie Ungarn ohne zu wanken zu verteidigen und zu führen. Vivat, vivat, vivat! Heute stellen wir die Kandidaten vor, dann bis zum 20. Februar die Liste der Fidesz-KDNP und ihren Spitzenkandidaten. Vorab möchte ich nur sagen, dass ich auch nach zwanzig Jahren als Ministerpräsident bereit für diese Aufgabe bin. Ich bin bereit, weil ich schon wieder in meinem besten Alter bin. Mehr noch! Hier folgt nun ein internationaler Ausblick. Der amerikanische Präsident wird dieses Jahr 80, der russische Präsident 74, der chinesische 73 und der türkische 72. Kein Wunder, dass ich mich nach zwanzig Jahren Regierungszeit noch immer wie ein Neuling fühle. Her mit dem Löwen!
Meine Freunde!
Das Siegerteam steht hier vor Euch, bzw. ist hier unter uns. Mit Respekt begrüße ich Sie und stelle den ungarischen Wählern mit Stolz die 106 Kandidaten der Fidesz-KDNP für die Einzelwahlkreise vor. Bitte erhebt Euch, damit wir Euch applaudieren können! Never change a winning team! Eine abgedroschene Weisheit. Aber wusste derjenige, der sich das ausgedacht hat, was wir wissen? Hat er gesehen, was wir gesehen haben? Hat er viermal hintereinander eine Parlamentswahl mit einer Zweidrittelmehrheit gewinnen sehen? Zwanzig Jahre lang alle Kommunalwahlen zu gewinnen? Seit unserem EU-Beitritt bei allen Europawahlen zu triumphieren? Das konnte er nicht sehen, denn außer uns hat das noch niemand geschafft. Und das wird auch noch lange so bleiben. Wenn überhaupt. Heute beginnen wir den Wahlkampf mit 65 alten und 41 neuen Kandidaten. Anstelle des Grundsatzes „Never change a winning team” glaube ich eher daran, dass „die Kirche immer reformiert werden muss”, denn besser als der Fidesz ist nur der Fidesz. Unsere Kandidaten sind besonnene, selbstbewusste und erfahrene Menschen. Genau diejenigen, die Ungarn heute braucht, um in Frieden und Sicherheit leben zu können.
Sehr geehrte Delegierte!
Im Namen von uns allen danke ich unseren bewährten Mitstreitern, die nicht erneut für ein individuelles Mandat kandidieren. Sie alle haben sich bereit erklärt, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die jungen Menschen weiterzugeben, die ihre Nachfolge antreten, und sie im Wahlkampf zu unterstützen. Vielen Dank dafür! Damit garantieren sie, und mit ihnen garantiere auch ich, dass alle unsere Kandidaten dieselben Tugenden, Gedanken, Lebensprinzipien und Werte eines produktiven Lebens vertreten, die Ungarn erfolgreich gemacht und auch uns zu beispiellosem Erfolg verholfen haben.
Sehr geehrter Kongress!
Berechenbarkeit, Sicherheit, Erfahrung. Bei Fidesz vollzieht sich auch der Generationswechsel in geordneter, durchdachter Weise und im Einvernehmen. Jeder kennt seinen Platz, ist sich seiner Rolle bewusst und kann seine Aufgabe selbstbewusst erfüllen. Wer zu uns gehört, kann sicher sein, dass die Gemeinschaft immer auf ihn zählt und er sich auch auf die Gemeinschaft verlassen kann. Wenn es so etwas wie Fidesz-Qualität gibt, dann bedeutet das Kameradschaft. Die Entwicklung und kontinuierliche Pflege einer Kultur der Kameradschaft ist die Aufgabe des jeweiligen Parteivorsitzenden, und auf diesen Erfolg bin ich besonders stolz. Die Ausnahme bestätigt die Regel… Warum ist Kameradschaft in einer politischen Partei wichtig? Weil nur eine politische Kraft nationale Einheit schaffen kann, die dazu auch innerhalb ihrer eigenen Reihen in der Lage ist. Eine kleine Gruppe von 26 Mitgliedern oder die nach Art der MSZP und DK auseinanderfallende Linke haben keine Chance, Zusammenhalt und Einheit im Land zu schaffen. Man kann über die Politik der nationalen Zusammenarbeit scherzen, man kann über die NER Bemerkungen machen, aber im Leben einer Nation gibt es nichts Wichtigeres als Zusammenhalt. Es gibt nichts Wichtigeres als den gemeinsamen Glauben an die Zukunft der Nation, also die nationale Einheit. Und heute können nur wir, die Fidesz-KDNP, dies Ungarn bieten. Und, meine Freunde, Kameradschaft ermöglicht Ehrlichkeit, und Ehrlichkeit schafft eine klare, verständliche und direkte Sprache. Die ehrliche, direkte Sprache ist in der heutigen Welt etwas Besonderes. Denn in der Welt hat sich etwas verändert. Wir wissen noch nicht, ob diese Veränderung für immer ist oder rückgängig gemacht werden kann, aber wir alle sehen, dass die Richtung der Veränderung nicht gut ist. Unernsthaftigkeit und Verantwortungslosigkeit gewinnen an Boden. Man kann über alles Mögliche lügen. Mit der Digitalisierung verbreiten sich Fake News, Täuschung und Betrug schneller denn je. Das gilt auch für die ungarische Politik. Man kann ohne Konsequenzen herumschwören, dass man sein Parlamentsmandat nicht antritt, und es dann doch tun. Man kann ohne Konsequenzen die Abschaffung der Immunität versprechen und sich dann, wenn es hart auf hart kommt, hinter seiner Immunität verstecken. Man gibt zu, dass man dort Waffen trägt, wo es verboten ist, und leugnet es dann. In einer Live-Sendung argumentieren sie für eine mehrstufige Steuererhöhung, dann leugnen sie es. Der entscheidende Satz, der alles sagt und eine Art Zeitbild ist, lautet: „Wir werden nicht alles sagen, weil wir sonst scheitern würden.“
Liebe Freunde!
Das ist nicht unsere Welt. Und ich glaube, dass es auch nicht die Welt der Ungarn ist. Vielleicht ist Lügen in einer liberalen Demokratie üblich, aber bei uns darf das nicht so sein. Vielleicht ist es in Brüssel und im liberalen Westen üblich, die Menschen zu täuschen, aber bei uns Patrioten ist das inakzeptabel, ja sogar ein schweres politisches Vergehen. Ehrliche, ernsthafte Worte sind Respekt. Lügen, Doppelzüngigkeit, das Verbergen echter Gedanken und Pläne, das „Ich sage euch nicht, was wir vorhaben” sind in Wirklichkeit Überheblichkeit, Respektlosigkeit, Großspurigkeit, die die Menschen für dumm verkauft.
Meine Freunde!
Unsere Welt ist die Welt der offenen Worte, der sachlichen Argumentation und der objektiven Begründung. Wir können stolz darauf sein, dass wir die einzige Regierung im gesamten westlichen Raum sind, die die Menschen zu Migration, Kinderschutz, Senkung der Nebenkosten und Krieg befragt hat. Nur ehrliche und ernsthafte Worte können das Selbstvertrauen vermitteln, das für eine besonnene und ruhige Regierungsführung notwendig ist. Ich bitte Euch, auch während des Wahlkampfs daran festzuhalten. Der wichtigste Verbündete einer guten Regierung ist die Realität. Und die Realität ist, dass wir eine arbeitsbasierte Wirtschaft versprochen haben und dies auch umgesetzt haben, indem wir eine Million Arbeitsplätze geschaffen haben. Die Realität ist, dass wir den Mindestlohn von 73.000 Forint auf 323.000 Forint und den Durchschnittslohn von 202.000 auf 700.000 Forint angehoben haben. Und es ist auch Realität, dass wir in den nächsten Regierungsjahren einen Durchschnittslohn von einer Million Forint und einen Mindestlohn von tausend Euro erreichen werden. Die Realität ist, dass wir eine auf der Familie basierende Gesellschaft versprochen haben, dass wir die ungarischen Kinder vor Gender-Verwirrungen geschützt haben und dass wir das erste Familiensteuersystem in ganz Europa eingeführt haben. Auch heute noch staunt man darüber. Die Realität sorgt für Gelassenheit, Ruhe und eine auf sicherer Hand und Erfahrung basierende Regierungsführung. Diese gelassene Zuversicht ist derzeit in Ungarn am dringendsten erforderlich. Kein Herumgehüpfe! Dies ist nicht die Zeit für experimentierfreudige Mondsüchtige! Wir leben in einer Zeit der Gefahren. Ein friedliches, sicheres und berechenbares Leben können den Nationen nur zuverlässige, loyale und erfahrene Regierungen bieten. Daraus folgt auch, dass wir bei den nächsten Wahlen nicht nur unsere politischen Gegner besiegen müssen. Sie auch. Wenn möglich, mit großem Vorsprung. Aber eigentlich müssen wir einen Sieg über Lügen, Unernsthaftigkeit, Zynismus, Verschleierungstaktiken, Unterwürfigkeit und alle ihre Vertreter im Land erringen. Das bedeutet für alle 106 unserer Einzelkandidaten eine enorme persönliche Verantwortung und harte Arbeit. Viel Erfolg und viel Glück!
Sehr geehrter Kongress!
Ich habe mit allen 106 Kandidaten gesprochen und mich mit jedem von ihnen geeinigt. Es ist ein starkes Team. Ein Team, das aus 106 ausgewählten, hochkarätigen Kandidaten besteht. Ein Team, aus dem ich morgen nicht nur eine, sondern zwei komplette Regierungen bilden könnte. Am auffälligsten ist, dass sie – im Gegensatz zu unseren Gegnern – eine klare Stimme haben. Sie haben eine Stimme. Unsere Kandidaten haben alles: eine Stimme, eine Meinung, einen Standpunkt, Ansichten und ein Programm. Und sie scheuen sich nicht, darüber zu sprechen. Wir verstecken uns nicht, wir schleichen nicht herum; wir treten stolz vor die ungarischen Menschen – und bitten sie um ein weiteres vierjähriges Mandat. Wir schauen auf niemanden herab und vergessen niemanden, für uns ist jeder wichtig.
Sehr geehrte Kandidaten! Meine lieben Freunde!
Ihr müsst mit allen sprechen, wie bei den Lázár-Infos: mit allen, über alles, überall und jederzeit. Und ich bitte euch, unter anderem unbedingt über den Krieg, die Migration und die Gefahr der Gender-Ideologie zu sprechen. Das scheinen weit voneinander entfernte Themen zu sein, aber sie haben eines gemeinsam: Sie sind unumkehrbar. Wenn man einmal einen Fehler gemacht hat, kann man ihn nicht mehr korrigieren, man kann nie mehr zu dem Ausgangspunkt zurückkehren, der vor der falschen Entscheidung lag. Wir kennen die Migration, wir haben konkrete Erfahrungen damit. Wir sehen sie hier bei unseren Nachbarn in Österreich und darüber hinaus in allen westeuropäischen Ländern. Wenn man einmal Migranten hereingelassen hat, wenn man sich einmal ihrer Invasion ergeben hat, kann man nicht mehr zu den Verhältnissen vor dem Zustrom zurückkehren. Selbst dann nicht, wenn die Wähler erkennen, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben, und eine rechte, migrationsfeindliche, nationale Regierung wählen. Schaut euch Italien an! Es hat eine fantastische Ministerpräsidentin, aber trotz aller Bemühungen ist es unmöglich, aus einem Einwanderungsland wieder ein Nicht-Einwanderungsland zu machen. Aus Fisch kann man Fischsuppe machen, aber nicht umgekehrt. Wer sie hereingelassen hat, kann nur noch über die Modalitäten des Zusammenlebens entscheiden, aber das Übel an der Wurzel beseitigen kann er nicht mehr. So sind unsere westeuropäischen Freunde unumkehrbar zu Einwanderungsländern geworden, denen selbst wir nicht mehr helfen können, sondern höchstens mitfühlen. Und ihre Lage verschlechtert sich nur immer weiter. Brüssel setzt seinen Plan gnadenlos um: Es verwandelt alle, die nicht rebellieren, in Einwanderungsländer. Die Brüsseler Bürokraten wollen die Einwanderung nicht stoppen, sondern regulieren. Brüssel ist der Feind der europäischen christlichen Zivilisation. Es ist genauso, wie es heute in der amerikanischen Sicherheitsstrategie steht: Europa verliert seine zivilisatorischen Wurzeln. Die Amerikaner irren jedoch in einem Punkt, und zwar vielleicht im wichtigsten Punkt. Westeuropa verliert nicht die klassische, christliche europäische Zivilisation, sondern gibt sie auf. Mehr noch, es ersetzt sie! Es ist jedoch nicht gelungen, Jesus Christus, die Liebe zum Vaterland und den Lebensinstinkt, ihre Kinder zu beschützen, aus den Herzen der Europäer zu verbannen. Aus Sicht der Liberalen ist also die Mehrheit der europäischen Ureinwohner hoffnungslos, weil sie nicht umerziehbar ist. Selbst wenn es gelingt, sie zu bessern, ist dies nur vorübergehend. Immer wieder kehren sie zur christlichen Lehre zurück, in ihnen entflammt die Liebe zum Vaterland, und sie lassen nicht zu, dass ihre Kinder als Versuchskaninchen für Gender-Experimente missbraucht werden. Sie sind eine durch den Rückfall geprägte Spezies. Ja, wir einheimischen Europäer sind eine zum Rückfall neigende Spezies. Wir sind unverbesserlich, nicht zu korrigieren, daher nutzlos und in ihren Augen sogar gefährlich. Wir müssen neutralisiert werden. Das Konzentrat ist zu stark, es muss verdünnt werden. Und wenn das nicht reicht, müssen wir ersetzt werden. Schritt für Schritt, das Endziel leugnend, wird das, was sie tatsächlich organisieren und steuern, als unvermeidlich dargestellt.
Meine Freunde!
Die europäische liberale Elite nutzt die Brüsseler Bürokratie, das europäische Recht und die luxemburgischen Richter, um den Widerstand der rebellierenden Länder zu brechen. Deshalb haben sie uns Ungarn eine tägliche Strafe von einer Million Euro auferlegt. Sie dachten, das sei eine Summe, die sich Ungarn nicht leisten könne. Sie haben sich getäuscht. Sie haben die Ungarn falsch eingeschätzt. Sie wussten nicht, dass wir in Mathematik zur Spitzengruppe gehören. Es ist leicht zu berechnen, dass die tägliche Strafe von einer Million Euro für die Aufrechterhaltung der christlichen ungarischen Zivilisation ein viel geringerer Preis ist als die Migrationsausgaben, die Ungarn als Einwanderungsland zu tragen hätte. Und dabei haben wir noch nicht einmal die Dinge berücksichtigt, die sich nicht in Geld messen lassen. Außerdem wird Ungarn sogar den Betrag zurückerhalten, den es bis dahin als Strafe gezahlt hat. Jetzt haben sie sich als neue List den Migrationspakt ausgedacht. Sie verlangen, dass wir Flüchtlingslager für Zehntausende von Migranten bauen und sofort Hunderte von Migranten aus den westlichen Ländern aufnehmen, die sie selbst hereingelassen haben. Der Migrationspakt wird auch von der Tisza und der DK unterstützt, und sie haben sogar im Europäischen Parlament regelmäßig für seine beschleunigte Einführung gestimmt. Eine der Fragen, um die es bei den Wahlen geht, ist, ob wir uns Brüssel beugen und Ungarn zu einem Einwanderungsland machen oder ob wir den Widerstand fortsetzen und alle Migrationsversuche aus Brüssel – mit Tisza und DK – zurückweisen. Ich schlage Euch vor, dass wir den Widerstand fortsetzen!
Meine Freunde!
Wer nicht für Fidesz stimmt, stimmt für die Migration. Die Migration bringt neben Gewalt auch Antisemitismus mit sich, ja sogar gewalttätigen Antisemitismus. Jüdische Familien verlassen nacheinander die westeuropäischen Länder. Langsam, aber sicher lebt in Ungarn die größte jüdische Gemeinde in ganz Europa. Die jüdische Gemeinde in Budapest ist nur deshalb in Sicherheit, weil Fidesz-KDNP das Land regiert und wir sie vor dem schützen, was ihnen in Westeuropa widerfährt. In Ungarn gibt es null Toleranz gegenüber Antisemitismus und Sicherheit für alle. Wir wissen, dass in Budapest eine starke liberale, linke Tradition herrscht, während Fidesz eine rechte, patriotische Partei ist. Die Zeiten ändern sich, und das muss man auch in Budapest verstehen. Die liberalen, linken Parteien stellen heute eine Gefahr dar und bringen Unheil über die jüdische Gemeinde hier. Fidesz-KDNP ist die einzige politische Kraft, die ihre Sicherheit garantieren will und kann. Das ist eine beachtliche Leistung für eine rechtsgerichtete, patriotische Partei. Wir können stolz darauf sein!
Sehr geehrte Kandidaten!
Und ich bitte Euch, sprecht auch über die drohende Gefahr der Genderpolitik aus Brüssel! Wer den Brüsseler Weg betritt, für den ist auch die Genderpolitik verpflichtend. Dort ist die Familie eine beliebige Kombination, dort kann jemand sogar zwei Mütter haben, aus Dornröschen kann Dornjosefchen werden, dort gibt es nicht mehr nur Männer und Frauen, sondern auch andere seltsame Wesen, wie sie sagen: Die Welt dort ist nicht mehr binär. Und dazu erziehen sie auch die Kinder. Ob man will oder nicht, die Propaganda der Abartigkeiten, die Sensibilisierung erreicht jeden. In der Schule, im Kindergarten, im Buchladen. Sie verdrehen den Kindern das Gehirn und verändern innerhalb einer einzigen Generation das kulturelle Fundament der Länder. Und das ist unumkehrbar! Das darf bei uns nicht passieren, deshalb müssen wir die Tisza- und DK-Leute von der Regierung fernhalten!
Meine lieben Freunde!
Es geht um vieles: ein Wandel der Weltordnung, die gescheiterte Brüsseler Elite, die von Brüssel hierher geschickten erhofften Statthalter, die Millionen Euro, die jetzt aus Brüssel hierher gepumpt werden und in den Taschen unserer Gegner landen. Die Lage ist dennoch so einfach und klar wie die Sonne. Wir stehen vor zwei Wegen. Im April wird Ungarn zu einem Weg Ja sagen, zum anderen Nein. Der eine Weg ist der ungarische Weg, der Weg des Friedens. Der andere ist der Weg Brüssels und der des Krieges. Erinnert Euch: Selten hat eine Nation die Möglichkeit, so deutlich, unter so eindeutigen Bedingungen über ihr Schicksal zu entscheiden. Aber das passt zum ungarischen Habitus und liegt auch dem Fidesz. Vielleicht sind wir darin sogar am besten. Kommunisten oder Freiheit? Comecon oder Europäische Union? Warschauer Vertrag oder NATO? Migranten oder Sicherheit? Gender oder Familie? Und jetzt, bei dieser Wahl: Krieg oder Frieden?
Liebe Delegierte!
Die Tisza und die DK wollen die ungarische Wirtschaft auf die Kriegswirtschaft Brüssels umstellen. Kriegswirtschaft ist kein Scherz. Kriegswirtschaft ist kein Kinderspiel. Die Gesetze der Kriegswirtschaft sind gnadenlos. Wenn man diesen Weg einschlägt, muss man am Ende alles auf dessen Altar opfern. Und Brüssel hat entschieden. Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben entschieden. Sie ziehen in den Krieg. Die Historiker werden später beschreiben, wie Europa in den Krieg abgedriftet ist. Als Augenzeuge werde ich Ihnen dafür zur Verfügung stehen. Aber jetzt müssen wir uns auf die Fakten konzentrieren, auf die gnadenlosen Fakten von heute und morgen. Brüssel will Krieg führen, ohne dafür Geld zu haben. Bislang hat es 180 Milliarden Euro ausgegeben und gewährt der Ukraine nun weitere 90 Milliarden Euro an Kriegskrediten. Wir wissen, dass die Ukrainer diese niemals zurückzahlen werden. Wie sollten sie auch? Wir sind jetzt bei 270 Milliarden Euro angelangt. Dieses Geld kann nur zurückgewonnen werden, wenn Russland besiegt und zu Kriegsentschädigungen verpflichtet wird. Deshalb gehen sie immer weiter hinein in den Krieg. Sie rennen ihrem Geld hinterher. Sieg oder ein Meer von verschwendeten Geldern? Und einen Großteil der verschwendeten Gelder haben sie selbst als Kredite aufgenommen. Wenn sie es nicht aus russischen Reparationen und Kriegsbeute beschaffen können, müssen sie es aus eigener Kraft, aus ihrer eigenen Wirtschaft nehmen. Das heißt, sie haben die Zukunft ihrer eigenen Kinder ausgegeben und verschleudert. Und hier wollen wir einen Moment innehalten!
Hallo, junge Ungarn!
Wenn Ihr für die Tisza oder die DK stimmt, stimmt Ihr gegen Eure eigene Zukunft. Die Tisza und die DK werden die Forderungen Brüssels ohne mit der Wimper zu zucken umsetzen. Vergesst nicht, dass der Chef der Tisza Herr Weber ist, Europas größter Kriegshetzer. Junge Menschen, die für die Tisza stimmen, ruinieren ihre eigene Zukunft und werden ihr ganzes Leben lang unter dem Anteil leiden, den sie für den Kriegskredit an die Ukraine aufbringen müssen. Mit der Kriegswirtschaft gebt Ihr Eure eigene Zukunft ins Pfandhaus. Seid wachsam und hört auf Eure Vernunft! Schließt Euch uns an! Schließt Euch uns an, bevor Weber und Brüssel Euch einziehen und in die Ukraine schicken. Wenn Ihr das dann überlebt, werden sie Euch jahrzehntelang die Zinsen für die Kriegskredite abknöpfen. Die jungen Ungarn verdienen eine bessere Zukunft. Und diese Chance könnt Ihr nur einmal verspielen. Es gibt keine Möglichkeit, das wieder gutzumachen. Lasst uns offen reden, mein Alter und meine Verantwortung berechtigen mich dazu. Wenn eine Tisza-DK-Regierung sich Brüssel im Krieg anschließt und die ungarische Wirtschaft umstrukturiert, dann, liebe ungarische Jugend, seid Ihr verloren! Junge Menschen neigen dazu zu glauben, dass es nur besser werden kann als jetzt. Manchmal stimmt das, manchmal nicht. So haben wir auch die Kommunisten vertrieben, und wir hatten Recht: Es wurde besser, wir haben davon profitiert. Aber ich erinnere mich auch daran, wie viele Menschen 2002, nach unserer ersten bürgerlichen Regierung, dachten, dass es nur besser werden könne. Dann bekamen sie Gyurcsány aufgehalst. Wirtschaftlicher Zusammenbruch, acht Jahre waren verloren, und dann haben sie uns zurückgerufen. Es wäre schön, liebe junge Ungarn, wenn ihr Euch das jetzt ersparen könntet.
Meine Freunde!
Und währenddessen haben die Ukrainer ihre Forderungen für die nächsten zehn Jahre in Höhe von 800 Milliarden Dollar eingereicht. Und darin sind weder ihre Sicherheits- noch ihre Kriegsausgaben enthalten. Diese werden sie als separate Posten einreichen. Auch Brüssel hat den Befehl erteilt: Ungarn muss sich der europäischen Kriegswirtschaft anschließen. Sie haben schriftlich festgehalten, was Brüssel von Ungarn verlangt. Es verlangt, dass wir die vergünstigten Wohnungsbaudarlehen, die CSOK und die Steuerbefreiung abschaffen. Wir sollen die 13. und 14. Monatsrente abschaffen. Anstelle der pauschalen, proportionalen Einkommenssteuer sollen wir ein unproportionales, wie sie es nennen, progressives Steuersystem einführen. Wir sollen die Steuervergünstigungen für Familien abschaffen. Wir sollen die Senkung der Nebenkosten rückgängig machen. Wir sollen die Erträge aus Staatsanleihen besteuern. Wir sollen Krankenhäuser schließen. Wir sollen die Körperschaftssteuer erhöhen und den Arbeiterkredit abschaffen. Und das alles, damit sie unser Geld in die Ukraine schicken können. Dazu sagt man bei uns: Soll ich es sagen oder zeigen? Gergely Karácsony täte auch besser daran, nicht uns, sondern Brüssel irgendwelche Handgesten zu zeigen, denn Brüssel würde gerade den Budapesterinnen und Budapestern das meiste Geld wegnehmen, da sie hier am meisten davon haben. Arme Budapester, wie lange lasst ihr Euch noch betrügen? Geld in die Ukraine zu schicken ist wie in ein Fass ohne Boden zu schütten – ganz zu schweigen von der Korruption. Ich stimme den Tschechen zu: „Stehlen sie, aber nicht von uns!“ Früher oder später muss auch Brüssel der Wahrheit ins Auge sehen, dass die Ukraine uns nicht stärker, sondern schwächer macht. Mehr noch, wenn das so weitergeht, wird es die europäische Wirtschaft ruinieren. Die Amerikaner sind klüger. Wäre Trump 2022 Präsident geworden, wäre es gar nicht zum Krieg gekommen, aber dann kamen die Demokraten und drängten die Europäer, doch jetzt sind sie rechtzeitig ausgestiegen. Wer Krieg führt, soll auch dafür bezahlen! Sie sagen Danke, für sie ist die Rechnung aufgegangen, und ihnen geht es gut, so wie sie sind. Die Amerikaner können das tun. Sie haben einen neuen Präsidenten, einen neuen Präsidenten, der für den Frieden ist. Die Verantwortung für die vielen Hunderttausend Toten, Kriegsversehrten, die unvorstellbare Grausamkeit und Zerstörung trägt die vorherige demokratische Führung. In Europa sind jedoch immer noch diejenigen an der Macht, die ihre Länder in den Krieg geführt haben. Sie wollen oder können keinen Rückzieher machen. Sie müssten die Verantwortung für einen verlorenen und sinnlosen Krieg tragen. Jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, an dem sie eine schriftliche Vereinbarung geschlossen haben und bereit sind, Truppen in die Ukraine zu entsenden und dort zu stationieren. Mit dieser europäischen Führung ist es unmöglich, den Schalter umzulegen, zurückzuschalten und aus der Sackgasse herauszufinden. Wer Verstand hat, und wir haben Verstand, lässt sich nicht auf diese Kriegsschiene schieben. Wer Verstand hat, stellt sein Land nicht auf Kriegswirtschaft um. Und wir haben Verstand. Nur sollte er auch bei den Wahlen zur Hand sein.
Sehr geehrter Kongress!
Wir müssen uns nicht mit unseren Gegnern, sondern mit uns selbst und – als Regierungspartei – vor allem mit unserer Heimat befassen, aber die Anständigkeit gebietet es, auch ein paar Worte an unsere Gegner zu richten. Meiner Meinung nach ist der Plan Brüssels nach 2022 auch 2026 gescheitert. Man sollte wirklich einsehen, dass es sinnlos ist, denn die ungarische Regierung kann nicht von Brüssel abgesetzt werden. Sie kann nicht abgesetzt werden, weil wir Fremden nicht vertrauen und auch den Statthalterkandidaten der Fremden nicht vertrauen. Die Ehre der Mihály Károlyis, wenn es sie überhaupt gab, ist hier schnell dahin. Hier wird schnell klar, dass das ganze Gesellschaftsspiel namens Tisza nur eine Neuauflage der Linken ist, ein Facelifting der Linken. Denn in Ungarn weiß seit Kálmán Latabár jeder, dass man für eine neue Show einen neuen Mann braucht, das heißt, für einen neuen Mann braucht man auch eine neue Show. Was wir jetzt sehen, ist die alte Show – mit einem neuen Mann. Das ist hier, an der Donau, unverkäuflich. Solche Theaterstücke scheitern immer. Wenn ich das richtig sehe, ist es bereits gescheitert. Wenn jemand von Scheinattentaten, Drohnenangriffen und Wahlbetrug spricht, wissen wir, dass er damit bereits seine Wahlniederlage erklärt. Und wenn sogar Gordon „der Einsparende” Bajnai aus London herbeigerufen werden muss, dann ist die Lage dort drüben sehr ernst. Vergeblich, jeder Märchennachmittag geht einmal zu Ende. Wie es in den ungarischen Volksmärchen abschließend heißt: Hier ist das Ende, rennt damit weg! Das Ende ist schon da, jetzt bleibt nur noch das Wegrennen. Rennt nach Brüssel, dort warten Papa Manfred und Mama Ursula auf euch und werden euch trösten!
Liebe Freunde!
Das reicht vielleicht schon über unsere Gegner, sprechen wir über ernstere Dinge! Wir müssen auch über internationale Politik sprechen, denn die Welt, in der wir nach 1990 leben, arbeiten und uns entwickeln gelernt haben, gibt es nicht mehr. Die liberale internationale Ordnung zerbricht vor unseren Augen. Präsident Trump hat ihr den Gnadenstoß versetzt. Die Veränderungen bringen Umbrüche, Unsicherheiten und Gefahren mit sich. Das erwartet uns in den nächsten Jahren. Internationale Verträge und Organisationen sind nicht mehr maßgebend. Zahnlose Löwen, die zwar noch laut in der Savanne brüllen, aber keine einzige Antilope mehr stören. Wir können ihnen nicht unseren Rücken zuwenden, wir können nicht darauf vertrauen, dass sie uns in der Stunde der Not helfen werden. Es ist die Ära der bilateralen Abkommen, der persönlichen Beziehungen, der Interessen und der Kraft angebrochen. Die Ära der Nationen. Die gute Nachricht ist, dass wir rechtzeitig mit den Vorbereitungen begonnen haben. Diejenigen, die heute am lautesten am Sarg der liberalen Weltordnung weinen, konnten oder wollten nicht verstehen, warum Ungarn so handelt, wie es handelt. Sie haben nur über die ungarische Außenpolitik gelacht. Aber wir wissen: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Heute sind Washington, Peking, Moskau und Istanbul alle am Erfolg Ungarns interessiert. Wir haben Dutzende von Abkommen mit den führenden Mächten der Welt über Handel, Investitionen und Verteidigung geschlossen und schließen weiterhin solche Abkommen. Abkommen, die auch in dieser neuen, an Westernfilme erinnernden Weltordnung die sichere Entwicklung Ungarns garantieren werden. Frieden, internationale Autorität, Entwicklung, ein wieder großes und starkes Ungarn. Fidesz. Das ist die sichere Wahl.
Sehr geehrte Delegierte! Sehr geehrter Kongress!
Unser starkes Argument für den ungarischen Weg ist, dass der andere Weg eine Sackgasse ist. Er verschuldet die Zukunft und bedeutet eine ständige Kriegsgefahr. Aber unser wichtigstes Argument ist, dass der ungarische Weg der richtige Weg ist, dass wir Dinge erreichen können, von denen andere höchstens träumen können. Bei einer Inflation von 4 Prozent und einem Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent sind nur wir in der Lage, den Mindestlohn um 11 Prozent anzuheben. Jede linke Regierung würde sich schon über die Hälfte davon freuen, wie ein Affe über einen Zuckerrest! Alle Gewerkschaften der Welt würden sich die Finger danach lecken! Und das erreichen wir auf nationaler Ebene mit einer markt- und unternehmensfreundlichen, rechtsgerichteten Politik. Nirgendwo sonst auf der Welt ist es gelungen, Müttern mit zwei Kindern eine lebenslange Einkommensteuerbefreiung zu gewähren. Aber wir haben es geschafft. Nur wir, nur hier, nur in Ungarn! Während in allen Ländern der Brüsseler Kriegswirtschaft Sparmaßnahmen gelten, haben wir uns verpflichtet, 150 Fabriken zu bauen, von denen 101 bereits im Bau sind. Sie schränken ein, wir verdoppeln gerade die Steuervergünstigungen für Kinder, führen die 14. Monatsrente ein und haben unser in ganz Europa einzigartiges Programm zur Schaffung von Erstwohnungen mit einem festen Zinssatz von 3 % ins Leben gerufen. Und das alles gleichzeitig!
Meine Freunde!
Der ungarische Weg ist friedlich, der ungarische Weg ist sicher, der ungarische Weg ist erfolgreich, der ungarische Weg führt hinauf, und auf diesem Weg kann jeder jedes Jahr einen Schritt vorwärts machen.
Sehr geehrter Kongress!
Es ist keine Übertreibung, wirklich nicht, dass wir im Frühjahr 2026 in Ungarn – für Ungarn – über unser Schicksal entscheiden werden. Wir kämpfen nicht um eine Partei, nicht um eine Regierung, nicht um einen Ministerpräsidenten, nicht um die Regierung der nächsten vier Jahre, sondern um die Zukunft der Ungarn. Und wenn jeder die ihm zugewiesene Aufgabe erfüllt, wenn Sie sich nicht entmutigen lassen, wenn wir unsere Bescheidenheit bewahren, wird die Belohnung nicht ausbleiben, und wir werden erneut siegen.
Hoch die Fahnen! Auf zum Sieg! Der liebe Gott über uns allen, Ungarn vor allen Dingen! Vorwärts, Ungarn!