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Viktor Orbáns Rede auf der Feier aus Anlass der Übergabe der Eisenbahnstrecke Belgrad-Novi Sad

Dobar dan! Guten Tag, meine sehr geehrten Damen und Herren!

Dies ist Ihr großer Tag, zu dem ich Ihnen von Seiten der Ungarn herzlich gratuliere. Ich bin gekommen, um Ihnen den von Herzen kommenden Gruß Ungarns und der ungarischen Menschen zu überbringen.

In den vergangenen siebzig Jahren haben wir Länder in der Richtung von Osten nach Westen miteinander verbunden, und dabei haben wir vergessen, wie wichtig es ist, Gebiete in nördlich-südlicher Richtung miteinander zu verbinden. So ist jene unwürdige Situation entstanden, dass es, um aus Ihrer fantastischen Hauptstadt Belgrad nach Budapest zu gelangen, viele-viele Stunden gekostet hat. Sehen wir ein, das ist keine normale Sache im 21. Jahrhundert. Wir haben uns mit Ihrem Präsidenten, Herrn Präsidenten Vučić verbündet, um dies zu ändern. Und, meine lieben Freunde, wir haben es auch verändert. Das hier ist der Beweis. Wir verbinden die beiden Länder, und damit machen wir auch das Leben der Serben und der Ungarn leichter. Die Ungarn und die Serben sind zwei historische Völker mit jeweils einem schwierigen Schicksal, doch als Ergebnis der Zusammenarbeit mit Ihrem Präsidenten stehen sich heute diese beiden Völker nahe. Noch nie war die Freundschaft zwischen den Serben und den Ungarn so nah und eng, wie gerade jetzt. Der heutige Tag ist der Beweis dafür, dass wir beide noch fantastische Dinge tun werden. Es stimmt, dass wir im Vergleich zu Ihnen etwas zurückgeblieben sind, Sie waren geschickter, und sind schneller vorwärtsgekommen. Doch an dieser Stelle möchte ich Ihnen versprechen, dass bis 2025 diese Eisenbahnlinie von Belgrad bis Budapest befahrbar sein wird.

Es wäre nicht richtig, wenn ich die Schwierigkeiten verschweigen würde, denn wir sprechen nicht darüber, doch ist es hier in der Luft, ist dieser Krieg hier in den Köpfen und Herzen von uns allen, der an der Ostgrenze Ungarns tobt. Ich muss sagen, das ist für uns zur Unzeit gekommen. Natürlich kommt so ein Krieg niemals zum richtigen Zeitpunkt; der beste Krieg ist immer der, den man vermeiden kann, doch dies stellt uns jetzt vor eine ernsthafte Herausforderung. Denn wir haben uns so schön entwickelt, sind mit einem derart großen Schwung gestartet und wir haben noch so viele schöne Pläne, und die Welt ist jetzt unsicher geworden, und vieles müssen wir neu überdenken. Serben und Ungarn müssen vieles neu überdenken. Ich gestehe auch, dass ich hoffe, bei diesem Überdenken werden Herr Präsident Vučić und ich nach den kommenden Wahlen eine Rolle spielen. Ich wünsche dem Herrn Präsidenten viel Erfolg!

Und ich verspreche Ihnen, was für Schwierigkeiten auch kommen mögen, wir werden die serbisch-ungarische Freundschaft bewahren, wir werden den Frieden bewahren. Der Friede erbaut, der Krieg zerstört, und wir wollen Frieden, und wir werden alle unsere großen Pläne entgegen den schwierigen Umständen gemeinsam mit Ihrem Präsidenten verwirklichen.

Gott schütze Serbien! Gott schütze die serbisch-ungarische Freundschaft! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und einen großen Sieg!