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Viktor Orbáns Rede bei der Vereidigung der Grenzjäger

Sehr geehrte Eidleistende! Meine Damen und Herren!

Ihr Eid ist ein wichtiges Ereignis und ein herausragender Moment für die Sicherheit Ungarns. Seit 2015 gibt es eine offene Migrationskrise in Europa. Die Grenzen und die Gesetze missachtend sind Millionen Menschen auf illegalem Weg aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa gekommen. In Ungarn haben wir im Laufe der Geschichte gelernt, dass ein Land ohne Grenze so ist wie ein Ei ohne Schale. Deshalb haben wir, Ungarn, nach dem Ausbruch der Krise beschlossen, egal was andere sagen, wir werden auf unsere Sicherheit nicht verzichten, wir haben unsere Grenzen geschützt und haben einen Zaun erbaut. Das ungarische Grenzschutzsystem funktioniert. Es widersteht selbst den am höchsten ausschlagenden Wellen der illegalen Migration. Unsere Polizisten und Soldaten haben, indem sie Umgruppierungen, Umorganisation und zusätzliche Arbeit auf sich genommen haben, ehrenhaft ihren Mann gestanden, sie haben die Sicherheit Ungarns verteidigt. Doch das Leben hat es so mit sich gebracht, dass ihr Dienst jetzt an anderer Stelle benötigt wird. Die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung erfordert das Zurückdirigieren unserer Polizisten. Und der in der Nachbarschaft tobende Krieg macht es notwendig, die Kampfbereitschaft und die Einsetzbarkeit der Armee zu erhöhen. Deshalb benötigt Sie das Land jetzt sehr, deshalb haben wir das ungarische Grenzjägerregiment geschaffen.

Sehr geehrte Grenzjäger!

Der gute Soldat kämpft in Wirklichkeit nicht gegen jene, die ihm gegenüberstehen, sondern für jene, die hinter ihm sind. Dies gilt besonders für Sie, die Grenzjäger. Hinter Ihnen ist dort das ganze Land, das gesamte ungarische Leben, jede ungarische Familie, jedes ungarische Kind, das sind auch unsere Städte und unsere Dörfer. Es ist Ihre Aufgabe, die Heimat vor der Migration zu schützen. Es wird auch notwendig sein, Opfer zu bringen, denn derzeit haben wir reichlich mit Problemen zu tun. In unserer Nachbarschaft tobt der Krieg. In Europa tobt die Energiekrise. Die Brüsseler Sanktionen zwingen langsam die Wirtschaften Europas in die Knie. Mit all diesen Herausforderungen müssen wir es gleichzeitig aufnehmen. So wie bisher werden wir auch hiernach der täglichen Sorgen Herr werden. Doch so groß auch die sich gerade vor uns auftürmenden Sorgen sein mögen, wir können die großen Ziele des Landes nicht aufgeben. Wir dürfen auch nicht jenes große Ziel von uns aufgeben, dass Ungarn das sicherste Land Europas sein soll. Dies bedroht das schwierigste Problem unserer Zeit: die Migration. Die Gefahr der Migration und die ihr entspringenden Risiken sind derart bedeutend, dass ihre Abwehr und Abwendung auch weiterhin die Aufgabe Nummer eins für Ungarn sind. Was die Alten als Völkerwanderung bezeichneten, das kennen wir heute als Migration. Wie immer wir es auch bezeichnen, es bedeutet das gleiche: eine zivilisatorische Bedrohung. Aus dem Beispiel Westeuropas können wir ersehen, dass es an dieser Front ausreicht, ein einziges Mal einen Fehler zu begehen. Wo einmal die aus einer anderen Kultur ankommenden illegalen Migranten sich niederlassen, da kann man das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen, und das Leben wird niemals mehr so sein, wie es früher einmal war. Uns, Ungarn, kann ganz gleich wer ganz gleich was sagen, wir glauben nicht, dass aus der Migration irgendetwas Gutes entstehen könnte. Wir wollen, und dazu haben wir das Recht, das uns ursprünglich zustehende Recht, dass Ungarn ein ungarisches Land bleibe. An den Südgrenzen Ungarns versuchen Jahr für Jahr immer mehr Menschen über die Grenze zu gelangen. In diesem Jahr sind wir bei 160 tausend illegalen Versuchen bei Grenzübertritten, und wir haben gute Gründe anzunehmen, dass dies noch anwachsen wird. Es gibt immer mehr Gewalt. Zuerst sind die Migranten nur aufeinander losgegangen, doch heute sind wir bereits an dem Punkt angelangt, dass sie bereits auch die an der Grenze ihren Dienst leistenden Ungarn bedrohen. Die Migranten müssen verstehen, dass sie hier sowieso nicht herüberkommen können. Und Sie sind jene, die ihnen dies verständlich machen müssen. Denn Sie, Grenzjäger, halten sie auf, wenn nötig suchen Sie sie, finden sie, fassen sie und bitten sie auch mit Entschlossenheit vom Territorium Ungarns hinaus. Jeden Einzelnen. Es gibt keine Ausnahme.

Sehr geehrte Eidleistende!

Die Sicherheit beginnt an unseren Grenzen. Die Sicherheit Ungarns und der ungarischen Menschen beginnt mit Ihnen. Wir respektieren Ihre Entschlossenheit und Ihren Mut, wir respektieren es, dass Sie diese Aufgabe auf sich genommen haben, und ich verspreche, wir werden jenen Dienst, den Sie im Interesse der Heimat leisten, auch materiell respektieren. Ich bin mir sicher, dass Sie die Hürden mit Erfolg nehmen werden, denn Sie wissen, worauf Sie sich eingelassen haben. Ich bitte Sie, vergessen Sie nicht: Ein Land vertraut auf Sie und ein Land steht hinter Ihnen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Kraft, Gesundheit und Mut zu der vor Ihnen stehenden Bewährungsprobe.