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Viktor Orbáns Erklärung auf Facebook nach der Sitzung des Europäischen Rates

Hier ist es jetzt halb zwei Uhr. Nach dem NATO-Gipfel haben wir die Arbeit mit der Beratung der Ministerpräsidenten der Europäischen Union fortgesetzt. Auch hier war der ukrainisch-russische Krieg das Thema. Einige Länder haben erneut zur Sprache gebracht, dass man die Sanktionen auch auf die Energie, die Kohle, das Gas und das Öl erweitern müsse. Ja, der ukrainische Präsident selbst, der über eine Videoschaltung an der Besprechung teilgenommen hat, bat uns auch darum. Wir haben dies erwogen, dann abgewiesen, im Hinblick darauf, dass nach Ungarn 85 Prozent des Gases aus Russland kommt und mehr als 60 Prozent des Öls. Eine Sanktion würde bedeuten, dass die ungarische Wirtschaft sich im Lauf von wenigen Augenblicken verlangsamt und dann stehenbleibt. Das ist unannehmbar, das ist den Interessen der Ungarn entgegengesetzt, ja das würde bedeuten, dass man in Wirklichkeit uns den Preis des Krieges zahlen lassen würde. Zum Glück geht es nicht nur uns so, auch einige andere Länder haben auf ähnliche Weise argumentiert, so gelang es, dem nüchternen Verstand Geltung zu verschaffen, und nach Ungarn kommt dann auch weiterhin Gas und Öl. Morgen Früh setzen wir die Arbeit fort, wir besprechen die Frage der extra hoch angestiegenen Energiepreise und werden darüber diskutieren, was Brüssel unternehmen muss, damit der Preis der Energie sinkt.