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Viktor Orbáns Doorstep-Erklärung vor dem NATO-Gipfel

Küss die Hand! Man hat mich hierhin gestellt, denn hier herrscht Disziplin.

Was erwarten sie von diesem Gipfel aus ungarischer Sicht? Stimmen Sie dem zu, dies sei ein Wendepunkt in der Geschichte der NATO und ein neues Kapitel beginnt?

Ob er zu einem Wendepunkt wird, das können wir am Ende der Beratung sagen können. Wir unternehmen einen Versuch dazu, wir nehmen ein strategisches Dokument an: Strategie für 2030. Laut dem Dokument wird das vor uns stehende Jahrzehnt – und Ungarn stimmt dem vollkommen zu – das Zeitalter der Epidemien und der massenhaften Migration sein, und man muss auch die Mitgliedsstaaten und die NATO darauf vorbereiten, dass sie auf diese Herausforderungen eine Antwort geben können. Tatsächlich ist die Stärkung unserer nationalen Widerstandskraft der Hauptpunkt dieser Strategie, und wir werden darüber sprechen und meiner Meinung nach werden wir auch zu einer Übereinkunft kommen. Ungarn ist im Übrigen hierin sehr aktiv, sei es der Kampf gegen die Pandemie oder gerade das Auftreten gegen die Migration. Wir haben etwas zu sagen, und wir können auch etwas zum Gemeinsamen beitragen.

Ungarn steht sehr gut in der Erfüllung der auf dem NATO-Gipfel in Wales beschlossenen Verpflichtungen, des 2 prozentigen Verteidigungsbudgets, aber nicht alle stehen so gut da. Rechnen Sie mit Spannungen in dieser Angelegenheit?

Wir werden dann gut stehen, wenn wir unsere Verpflichtungen erfüllt haben werden. Es wäre besser, wenn Ungarn schon jetzt dazu fähig wäre, 2 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes jedes Jahr für seine eigene Sicherheit auszugeben, aber noch sind wir dort nicht angekommen, 2023-2024 werden wir dies spätestens erreichen. Doch gibt es Staaten, die hinter uns liegen, also schlechter stehen als wir. Es wird weniger darüber gesprochen, doch gibt es auch eine andere, gemeinsam angenommene Anforderung, nach der mindestens 20 Prozent der Militärausgaben aus neuen Technologien, also aus rüstungsindustriellen Entwicklungen bestehen sollen. Nun, Ungarn erreicht dies bereits jetzt schon. Wir haben also eine unserer Verpflichtungen erfüllt, die andere werden wir 2023-2024 erfüllen, und damit werden wir uns in der Spitzengruppe befinden. Wir befinden  uns an einem Punkt der Welt, an dem man ohne Armee nicht existieren kann, ohne Streitkräfte gibt es keine Sicherheit, für die ungarischen Familien und die ungarische Nation wird die militärische Kapazität, die einsetzbare militärische Kraft immer eine Notwendigkeit sein. Der Aufbau dieser schreitet in einem guten Tempo voran, zwanzig-dreißig Jahre haben wir das vernachlässigt, aber jetzt habe ich endlich das Gefühl, dass wir Ungarn auch in dieser Hinsicht wieder auf die Landkarte setzen.

NATO is entering a new cold war with China. What does Hungary think about that?

We oppose any kind of cold war, you know. I am 58, I spent 26 years of my life in a cold war. Believe me, it’s bad, so don’t do that.